ALLGEMEINES:
Die L 18 Kaunertalstraße quert von km 5,55 bis km 6,15 die Lawinenstriche der Äußeren und Inneren Kaltenbrunnlawinen. Als weiterer Schritt zur ganzjährigen sicheren Erreichbarkeit des Kaunertales nach der Errichtung der Schwarzmuregalerie, der Engelbachgalerie, sowie des Notweges ist nunmehr die Errichtung der Lawinengalerie Kaltenbrunn vorgesehen, welche als überschüttetes Stahlbetongewölbe ausgeführt wird.
Sie wird auf der L 18 Kaunertalstraße zwischen km 5,555 und km 6,143 errichtet und in zwei geschlossene Galeriebereiche (168 m und 180 m) und zwei talseitig offene Bereiche (168 m und 72 m) unterteilt. Somit ergibt sich eine Gesamtlänge der Kaltenbrunngalerie von 588 m.
Am Baulosende wird die Linienführung bei der Unteren Raichbrücke entschärft und diese bachaufwärts mit einer Stützweite von 22,5 m neu errichtet.
Neben der Galerie wird ein Begleitweg mit zwei Begleitwegbrücken über den Lahnbach und Veltlinbach errichtet, in dem die bestehenden Einbauten (diverse Kabelführungen und der Schmutzwasserkanal) verlegt werden.
Der gesamte Baulosbereich erstreckt sich von km 5,46 der L 18 Kaunertalstraße bis km 6,30.
PROJEKTIERUNG, BAUAUSFÜHRUNG UND KOSTEN:
Die Planung der Galerie Kaltenbrunn und der Unteren Raichbrücke sowie der Begleitwegbrücken wurde vom Büro Bernard Ingenieure ZT GmbH ausgeführt.
Die erforderlichen Verhandlungen wurden von der Landesbaudirektion, Abteilung Straßenbau durchgeführt. Die Ausschreibung der Bauarbeiten wurde vom Amt der Tiroler Landesregierung, Sachgebiet Brücken- und Tunnelbau erstellt.
Die Vergabe erfolgte im Namen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft – Forsttechnischer Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung, Sektion Tirol.
Das Baulos wurde an die ARGE Alpine Bau GmbH – Hilti & Jehle GmbH vergeben.
Die Auftragssumme beträgt ca. € 6,90 Mio. und wird zu verschiedenen Anteilen von Bund, Land, Landesstraßenverwaltung, Gemeinde Kaunertal, Abwasserverband Prutz und Umgebung, sowie Wasserverband Prutz-Faggen-Ried im Oberinntal bezahlt.
Mit den Bauarbeiten wurde wegen des geringen Schneefalls in diesem Winter schon Anfang März begonnen.
Die für die Verkehrsfreigabe notwendigen Arbeiten sind bis zum 27.07.2012 fertig zu stellen und die Restarbeiten inklusive Räumung der Baustelle und Rekultivierung aller benützten Grundflächen sind bis 02.11.2012 abzuschließen.
ZUSTÄNDIGKEITEN:
| Auftraggeber: | Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt- und Wasserwirtschaft, |
| Land Tirol, Landesstraßenverwaltung, Gruppe Bau und Technik, Sachgebiet Brücken- und Tunnelbau | |
| Planung Projekt: | Bernard Ingenieure ZT GmbH, Hall in Tirol |
| Planung Elektrotechnik: | DI Klaus Unterkircher, Innsbruck |
| Planung Schmutzwasserkanal und Trinkwasserleitung: | Ingenieurbüro Walch & Plangger GesbR, Landeck |
| Geotechnische Betreuung: | Firma Grund & Boden Geotechnik GmbH, Innsbruck |
| Ökologische Bauaufsicht: | Atelier Gstrein, Innsbruck |
| Bauausführung: | ARGE Alpine Bau GmbH – Hilti & Jehle GmbH |
| Bauüberwachung: | Land Tirol, Landesstraßenverwaltung, Baubezirksamt Imst |

























