L 21 Berwang-Namloserstraße, Ortsdurchfahrt Berwang, km 5,07 - km 5,45
Bauumfang
Das Baulos Ortsende Berwang bis Rastkopflift an der L 21 Berwang-Namloserstraße beginnt bei km 5,35 (Baulosanfang) und endet projektsgemäß bei km 6,30 (Baulosende). Im gesamten Baulos wird die bituminöse Trag- und Deckschichte abgetragen und der Unterbau samt Entwässerungseinrichtungen und Drainagen erneuert. Weiters wird im Bereich zwischen Profil 17 und 18 eine neue Überführung (Schibrücke) errichtet. Das Tragwerk dieser Brücke wird in Holzbauweise ausgeführt und von der Thanellerkarlift GesmbH gesondert beauftragt. Weiters ist eine Geländekorrektur östlich der bergseitigen Rampe der Schibrücke zu machen. Bis zum 31.10.2008 ist der Abschnitt von Baulosanfang bis Einfahrt Mooslift bei Profil 18 (ohne bituminöse Deckschichte) fertig zu stellen. Ebenso müssen die Widerlager samt Rampen und dazugehörenden Stützmauern der Brücke bis 31.10. 2008 fertig gestellt sein, so dass sich keine zeitliche Verzögerung für die Montage der Holzbrücke ergibt. Im Jahr 2009 ist der Straßenbau von Profil 18 bis Baulosende, sämtliche Begrünungsarbeiten, die Geländekorrektur und die bituminöse Deckschichte herzustellen.
Trassenführung
Der Trassenverlauf orientiert sich auf der gesamten Planungslänge am Bestand. Aus entwässerungstechnischen Gründen erfolgt jedoch in weiten Teilen eine höhenmäßige Anhebung der L 21 Berwang-Namloser Straße. Im Maximum liegt die neue Gradiente rund 0,70 m über dem bestehenden Straßenniveau, sodass nahezu im gesamten Bereich die Fahrbahn in Dammlage geführt wird. Lediglich die ersten 100 m ab Baulosanfang liegen im Einschnittsbereich.
Als Regelquerschnitt wurde der Querschnitt L 6.0 gemäß dem Leitfaden „Querschnitte für Landesstraßen“ gewählt. Da es sich bei diesem Baulos um ein Sanierungsprojekt handelt, wurden die Entwurfselemente weitestgehend durch den Bestand bestimmt.Die bestehende Einfahrt Mooslift ist höhenmäßig ebenfalls an die neuen Bedingungen anzupassen. Um die Ein- und Ausfahrt für Reisebusse zu erleichtern, müssen die Fahrflächenränder im Knotenbereich geringfügig vergrößert werden. Die beiden Busbuchten kurz nach dieser Einmündung werden ersatzlos gestrichen.Gemäß Oberbaukatalog wird der Fahrbahnaufbau mit mindestens 70 cm ungebundene Tragschicht, 8 cm bituminöse Tragschicht und 3 cm Decke ausgeführt.
Nebenanlage, Kunstbauten
Die Überführung wird als Holz – Bogenbrücke mit einer abgehängten Fahrbahn aus Brettschichtholz ausgeführt. Die Spannweite beträgt 15,10 m und die Gesamtbreite beträgt 7,50 m.
Die kleinste Durchfahrtshöhe zwischen der Fahrbahnoberkante der L 21 Berwang-Namloser Straße und der Unterkant des Holztragwerks beträgt 4,75 m. Das Widerlager Mooslift weist eine parallelen Abstand von 2,45 m und das Widerlager Rastkopf von 3,60 m zum Fahrbahnrand auf. Die lichte Weite von Widerlager zu Widerlager beträgt 14,50m.
Der Kreuzungswinkel zwischen Brückenachse und Widerlager beträgt 59,5°. Die nutzbare Überführungsbreite beträgt 6,50 m, da je Brückenseite 0,50 m für die Konstruktion, Geländer und Entwässerung benötigt werden. Die Längsneigung der Brücke beträgt 2,50%. Die beiden Brückenwiderlager samt Flügelmauer werden aus Stahlbeton hergestellt. Das Tragwerk wird auf Stahlbeton Auflagersockel und Neoprenlager aufgelegt.
Zur Böschungssicherung der Rampen wird eine Stützmauer aus Stahlbeton Länge ca. 23 m und Steinschlichtungen in den Neigungen von 1:1 bis 5:1 ausgeführt.Die Stärke der Brückenplatte aus Bretterschichtholz beträgt 30 cm und ist mit einer 2-lagigen bituminösen Abdichtung gegen Feuchtigkeit geschützt. Die Verschleissschicht bilden 5 cm Gussasphalt.
Entwässerungmaßnahmen
Fast im gesamten Baulosbereich erfolgt die Straßen und Hangentwässerung über Entwässerungsmulden (Muldenversickerung) und Muldeneinlaufschächte. Die Ableitung der so gesammelten und durch die Muldenentwässerung bereits vorgereinigten Straßenwässer erfolgt mittels Mehrzweckrohren, die zusätzlich auch zur Frostkofferentwässerung dienen.Von Baulosanfang bis Baulosende erfolgt die Ausleitung bei Profil 30 in den bestehenden Vorfluter.Durch die Anhebung der Gradiente der L 21 um rund 70 cm ist es nun auch möglich, die bestehende Gerinneverrohrung DN 800 durch eine neue und größere Rohrquerung DN 1000, oder als Variante ein kreisförmiges Stahlwellblechrohr DN 1200 zu ersetzten.
Aufrechterhaltung des Verkehrs
Für den ersten Abschnitt von Baulosanfang bis Einfahrt Mooslift haben die Arbeiten so zu erfolgen, dass außerhalb der genehmigten Sperrzeiten der Verkehr zumindest einspurig aufrecht erhalten werden kann.Die geplanten Sperrzeiten für diesen Abschnitt (Bauloslänge ca. 450m) sind von Montag bis Freitag (ausgenommen Feiertage) von 7:30 bis 11:30 Uhr und von 14:30 bis 17:00 Uhr.
Für den zweiten Abschnitt von Einfahrt Mooslift bis Baulosende (Bauloslänge ca. 450m) ist eine einspurige Umleitung auf dem bestehenden Wirtschaftsweg nördlich des Bauloses möglich.
| Land Tirol, Gruppe Bau und Technik, Abteilung Straßenbau |
| ARGE, Swietelsky Baugesellschaft mbH, Gebrüder Haider Bauunternehmung GmbH Holzbau Saurer 6600 Höfen |
| Ingenieurbrüro Dipl.-Ing. DR. Helmut Köll |
| Ingenieurbüro Dipl.-Ing . Nessler Paul |
| Anteil Land Tirol: 768.000.- Anteil Thanellerkarlift: 255.000.- |
| 7. Oktober 2008 |
| Hauptarbeiten: 31. Juli 2009 Restarbeiten: 31. August 2009 |
| Baubezirksamt Reutte, Somweber Bernhard |








