Polizei im Fahndungseinsatz
Polizei im erfolgreichen Fahndungseinsatz
Mehrere moldawische Tätergruppen haben in den vergangenen Wochen zahlreiche Einbruchsdiebstähle in Nord- und Osttirol mit einem Gesamtschaden von rund 500.000 Euro verübt, mehrere Polizeisperren durchbrochen und die Polizei in Atem gehalten.
Besonders dreist sind dabei drei moldawische Tatverdächtige vorgegangen, die am 11.11.2011, gegen 06:00 Uhr, mit einem zuvor in Schlanders/Italien gestohlenen Audi A 6, 3,0 TDI, am Felbertauern Südportal Anhaltezeichen missachtet, eine weitere Straßensperre bei Matrei in Osttirol überwunden und die Flucht fortgesetzt haben. Das mit einer Plane zugedeckte Fluchtfahrzeug konnte bereits einige Stunden später im Virgental auf einer Seehöhe von ca. 1.400 m aufgefunden und gesichert werden.
In der Nacht zum 12.11.2011 wurde durch die moldawische Tätergruppe in Prägraten am Großvenediger in mehrere Objekte eingebrochen und unter anderen zwei neuwertige Arbeitsanoraks mit der Aufschrift „Land Tirol“ gestohlen.
Ausgesprochen hohe Einsatzmotivation:
Trotz des Umstandes, dass sich die Täter auf der Flucht befanden, haben sie noch in der Nacht zum 13.11.2011 weitere Einbruchsdiebstähle verübt, wobei sie unter anderem in ein Autohaus in Huben eingebrochen sind, einen Tresor aufgeflext und einen Pkw, Seat, mit Lienzer Kennzeichen gestohlen haben. Mit dem beschafften Fluchtfahrzeug versuchte die Täterschaft am 13.11.2011, gegen 06:25 Uhr, die Staatsgrenze am Staller Sattel zu überqueren, was jedoch von einer dort postierten Polizeistreife verhindert werden konnte. Die Täter sind mit dem gestohlen PKW zurück nach St Jakob in Defereggen geflüchtet, wo sich in weiterer Folge drei tatverdächtige Personen in alpines Gelände abgesetzt haben.
Sofort wurde eine Großfahndung ausgelöst, an der EKO-Cobra Beamte, Mitarbeiter des LKA Tirol und Salzburg, weitere Polizeibeamte aus Ost- und Nordtirol, Kärnten und Salzburg sowie die Besatzungen der FLIR-Hubschrauber aus Salzburg und Kärnten sowie Libelle Tirol, Klagenfurt und Salzburg beteiligt waren.
Alpinpolizisten der Bezirke Hermagor/Kärnten, Kufstein und Lienz und die Diensthundeführer durchkämmten steiles und felsdurchsetztes Gelände.
Alle Einsatzkräfte haben sich dabei durch eine beispiellose Motivation und herausragendes Engagement ausgezeichnet.
Strategisch hervorragende Positionierung der EKO-Cobra Beamten:
Gegen 17:15 Uhr hat ein Diensthund im Bereich der Blindisalm einen offenbar von den flüchtenden Tätern zurückgelassenen Rucksack aufgestöbert und dadurch gemeinsam mit der richtigen Einschätzung eines Alpinpolizisten einen wichtigen Ansatzpunkt für die mögliche Fluchtrichtung der Täter geliefert.
Um 21:10 Uhr ist es Beamten des EKO-Cobra gelungen, in der Dunkelheit drei Personen wahrzunehmen, die sich dem im Bereich des alpinen Übergangs „Gsieser Törl“ errichteten Kontrollpunkt genähert haben. Trotz des schwierigen Terrains und der Dunkelheit ist es den Beamten gelungen, zwei Personen festzunehmen, bei denen es sich um Mitglieder der gesuchten Tätergruppe aus Moldawien handelte.
Einsatz im überaus schwierigen alpinen Gelände:
Nachdem ein Abtransport der Tatverdächtigen am Luftweg nicht möglich war, stiegen um 22:00 Uhr Alpinpolizisten zum Gsieser Törl auf und brachten die angehaltenen moldawischen Straftäter sicher ins Tal. Der Abstieg gestaltete sich aufgrund der körperlichen Erschöpfung der Tatverdächtigen äußerst schwierig. Zudem durfte die hohe Fluchtbereitschaft nicht außer Acht gelassen werden.
Trotz der herausfordernden Rahmenumstände konnten die Festgenommenen um 02:30 Uhr der Besatzung des Arrestantenwagens übergeben werden.
Der erfolgreiche Großeinsatz, der die Nacht über andauerte und am Folgetag fortgesetzt wurde, hat den Polizistinnen und Polizisten in dem überaus schwierigen Gelände (Eis- und Schneeflanken) auf bis 2.200 m Seehöhe untertags sowie bei völliger Dunkelheit alles abverlangt.
Im Gesamten gilt es, die hervorragende Zusammenarbeit und das herausragende Engagement aller eingesetzten Einsatzkräfte hervorzuheben.

