Ausgesprochen!

Naturgesetze

Mein Sohnemann sitzt fasziniert vor dem Fernseher. Neben Skirennen gibt es nur eine Sendung, die ihn so fesseln kann: Universum. Um Natur zu genießen, muss man aber nicht unbedingt via Fernbedienung in ferne Welten zappen. In Tirol haben wir dieses Erlebnis schließlich vor unserer Haustüre. Als die Sendung vorbei ist und sich Lukas wieder auf... [mehr...]

Fragen & Fakten

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Was versteht man unter Mammographie-Screening?

Unter einem Screening (englisch für: Durchsiebung, Ras­terung, Selektion, Durchleuchten) versteht man ein syste­matisches Testverfahren. In der Medizin steht Screening für eine Untersuchung, die bei möglichst vielen Menschen durchgeführt wird und so eine möglichst frühe Angabe zur Wahrscheinlichkeit des Vorliegens von bestimmten Krank­heiten oder Risikofaktoren ermöglichen soll. Man spricht da­her auch von „Reihenuntersuchungen“. Im Rahmen eines Mammographie-Screenings werden alle Frauen einer bestimmten Altersgruppe zur Teilnahme an einem Brustkrebs-Früherkennungsprogramm eingeladen. Ziel des Mammographie-Screenings ist es, eine möglicher­weise vorliegende Brustkrebserkrankung in einem frühen Stadium zu erkennen, weil in diesem Fall die Möglichkeit zu schonenden Eingriffen (brusterhaltende Operation) und sehr gute Heilungschancen gegeben sind.

Nach wissenschaftlichen Studien könnte die Krebssterblich­keitsrate aufgrund eines systematischen und qualitätsgesi­cherten Mammographie-Screenings bei Frauen im Alter zwi­schen 40 und 69 Jahren signifikant gesenkt werden. Daher empfiehlt die Europäische Kommission die Durchführung derartiger Programme in ihren Mitgliedsstaaten.

Beim Brustkrebs-Früherkennungsprogramm "Mam­mographie-Screening Tirol" werden alle Frauen in der Altersgruppe zwischen 40 und 59 Jahren jährlich, jene in der Altersgruppe zwischen 60 und 69 Jahren alle zwei Jahre an die Untersuchung erinnert, damit ein möglichst großer Personenkreis von diesem Früherkennungsprogramm profitieren kann. Das Programm beinhaltet eine Mammo­graphie und bei entsprechender Indikation auch eine Ultraschalluntersuchung der Brüste und der Achsel­höhlen.

Zur Sicherung der Qualität sind alle am Programm beteiligten Personen speziell ausgebildet, sowohl die radiologisch-tech­nischen Assistentinnen/Assistenten (RTA), die die Mammo­graphie durchführen, als auch die Radiologinnen/Radiologen, die die Befundung und gegebenenfalls weiterführende Unter­suchungen vornehmen.

Im Sinne der minimalen Belastung der Frauen und der Erstel­lung eines optimalen Röntgenbildes wird großer Wert auf die technische Qualität der verwendeten Geräte gelegt. Es gibt klare Vorgaben für die laufende Qualitätskontrolle in diesem Bereich. Diese wird durch die enge Zusammenarbeit mit dem Brustgesundheitszentrum am Landeskrankenhaus Universi­tätskliniken Innsbruck gewährleistet.

Bei Vorlage von Krankheitsverdachtsmomenten wird Sie Ihre radiologische Untersuchungsstelle (niedergelassene/r Radio-login/Radiologe oder radiologische Ambulanz) nach Ihrem Wunsch entweder direkt oder über Ihre/n zuweisende/n gynäkologische/n Vertrauensärztin/Vertrauensarzt zur weite­ren Abklärung an das Brustgesundheitszentrum in Innsbruck überweisen.

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Zielgruppe und Intervall des Mammographie-Screenings

Das Mammographie-Screening ist für Frauen gedacht, die keine Anzeichen für eine Erkrankung der Brust haben. Sollten Sie daher durch Veränderungen an Ihrer Brust einen Krankheitsverdacht haben, wenden sie sich bitte an Ihren gy­näkologische/n Vertrauensärztin/Vertrauensarzt. Sofern Sie bereits wegen einer Brusterkrankung in Behandlung sind, ist eine Teilnahme am Mammographie-Screening nicht sinnvoll, da Sie sich ohnedies in medizinischer Betreuung befinden.

Beim Brustkrebs-Früherkennungsprogramm "Mam­mographie-Screening Tirol" sollen Frauen ab dem 40. Lebensjahr jedes Jahr bzw. Frauen zwischen dem 60. und 69. Lebensjahr alle zwei Jahre an dieser Untersu­chung teilnehmen.

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Untersuchungsablauf und Ergebnisse

Verzichten Sie bei der Untersuchung bitte auf eine Halskette und verwenden Sie möglichst kein Deodorant, keinen Puder und keine Creme im Brustbereich, da die Röntgenbilder da­durch beeinträchtigt werden können.

Die Untersuchung selbst dauert höchstens eine Viertelstun­de. Je nach Andrang können außerdem Wartezeiten entste­hen. Das Ergebnis der Untersuchung wird Ihnen bzw. Ihrer/m gynäkologischen Vertrauensärztin/Vertrauensarzt ehestmög­lich, spätestens jedoch nach zehn Tagen in schriftlicher Form mitgeteilt.

Sollte sich herausstellen, dass eine weitere Abklä­rung erforderlich ist, lassen Sie sich davon bitte nicht beunruhigen. Nicht jede Veränderung, die bei einer Mam­mographie entdeckt wird, ist bösartig. Bei etwa 95 % aller Frauen sind die Mammographien unauffällig. Weniger als 5 % der Frauen haben auffällige Befunde. Bei neun von zehn dieser Frauen stellt sich erfahrungsgemäß heraus, dass kein Brustkrebs vorliegt. Dies wird im Rahmen detaillierter Unter­suchungen durch ebenfalls speziell geschulte Ärztinnen und Ärzte festgestellt.

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Ist die Mammographie gefährlich?

Gefährdung durch den Druck der Geräte
Bei der Mammographie werden mittels eines speziellen Röntgenapparates zwei bis drei Aufnahmen von jeder Brust angefertigt. Die Brust muss dabei im Aufnahmegerät vorsich­tig zusammengedrückt werden. Etwa 10 bis 15 % der Frauen empfinden dabei Schmerzen, die durch den Druck der Ma­schine hervorgerufen werden und unvermeidbar sind. Dem Nachteil dieser kurzfristigen unangenehmen Empfindung steht der Vorteil, Brustkrebs rechtzeitig zu erkennen, gegen­über. Zwar ist die Kompression der Brust für den Erhalt gut beurteilbarer Röntgenbilder unumgänglich, die Befürchtung, dass dadurch ein Tumor ausgelöst werden kann, ist aber völ­lig unzutreffend.

Gefährdung durch die Strahlendosis
Die technische Entwicklung der vergangenen Jahre hat zu einer beträchtlichen Reduzierung der für die Aufnahme not­wendigen Strahlendosis geführt, wodurch das Risiko, Brust­krebs zu verursachen, unmessbar klein geworden ist. Die Röntgenstrahlen, die in der Mammographie zur Anwendung kommen, sind von besonders "weicher" Qualität, sodass sie ausschließlich in der Brust zur Wirkung kommen und das üb­rige Gewebe nicht belasten. Die modernen Geräte und Filme halten die Strahlenbelastung der Mammographie so gering, dass sie in etwa der Strahlenbelastung während eines Trans­atlantikfluges entspricht.

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Ist das Ergebnis einer Mammographie verlässlich?

Die Mammographie mit einer allenfalls erforderlichen Ultraschalluntersuchung ist die derzeit verlässlichste Methode zur Brustkrebs-Früherkennung. Aber auch da­bei kann es vorkommen, dass Veränderungen gesehen wer­den, die sich als völlig harmlos herausstellen. Langjährige Erfahrungswerte zeigen, dass bei einem sehr geringen Anteil der Frauen weitere Abklärungen erforderlich sind.

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Dokumentation und Qualitätssicherung

Eine kontinuierliche Kontrolle der Qualitätsvorgaben ist nur möglich, wenn der Untersuchungsverlauf und die Ergebnisse der Untersuchungen in verschlüssel­ter Form gespeichert und ausgewertet werden. Die verschlüsselte Speicherung und Auswertung sämtlicher Un­tersuchungen und Ergebnisse werden vom Institut für klini­sche Epidemiologie (IET) der Tiroler Landeskrankenanstalten (TILAK) datenschutzkonform vorgenommen. Dazu bedarf es Ihrer ausdrücklichen Einwilligung.

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Weitere Informationen erhalten Sie unter der Hotline: 059160 1600