
Der Global Marshall Plan hat als Ziel eine „Welt in Balance". Wirtschaftliche, soziale und Umweltinteressen sollen aufeinander abgestimmt und nachhaltig umgesetzt werden. Zur Durchsetzung eines gerechteren globalen Ordnungsrahmens sind massive strukturelle Änderungen notwendig.
Die Global Marshall Plan-Initiative setzt sich für weltweit verbindliche sozial- und umweltpolitische Standards ein und zielt auf die Etablierung einer weltweiten ökosozialen Marktwirtschaft mit einer wettbewerbsstarken Marktwirtschaft, mit sozialer Sicherheit für alle Menschen, einer gerechten Verteilung der Ressourcen und der Erhaltung der natürlichen Umwelt auch für künftige Generationen ab.
Konkret verfolgt die Global Marshall Plan-Initiative fünf strategische und ineinander verschränkte Kernziele:
Die im Jahr 2000 verabschiedeten Millenniums-Entwicklungsziele (Millenium Development Goals - MDGs) der Vereinten Nationen müssen bis zum Jahr 2015 erreicht werden.
Diese Ziele sind:
- Die Ausrottung von extremer Armut und Hunger: Weltweite Halbierung der Zahl der Hungernden und der Personen, die von weniger als einem Dollar pro Tag leben müssen.
- Das Erreichen einer universalen Grundausbildung: Überall auf der Welt müssen alle Kinder die Grundschule absolvieren können.
- Die Förderung der Gleichheit der Geschlechter und Stärkung der Frauenrechte: Die Ungleichbehandlung der Geschlechter in der Grund- und Sekundärausbildung muss eliminiert werden.
- Die Reduktion der Kindersterblichkeit: Die Sterblichkeitsrate für Kinder unter fünf Jahre muss um zwei Drittel reduziert werden.
- Die verbesserte Gesundheit von Müttern: Die Zahl der Todesfälle von Müttern bei der Geburt muss um 75% reduziert werden.
- Der Kampf gegen HIV / AIDS, Malaria und andere Krankheiten: Die Verbreitung dieser Krankheiten soll gestoppt und der Trend umgekehrt werden.
- Die Sicherstellung von Nachhaltigkeit in Bezug auf die Umwelt: Die Prinzipien einer nachhaltigen Entwicklung sind in die Länderpolitiken und -programme zu integrieren, der Verlust an Umweltressourcen ist zu stoppen, der Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Grundeinrichtungen ist zu ermöglichen.
- Die Einführung einer globalen Entwicklungspartnerschaft: Es muss ein offenes, auf Regeln basierendes und nicht-diskriminatorisches Handels- und Finanzsystem zusammen mit der Verpflichtung zu „good governance" und Armutsbekämpfung eingeführt werden. Die spezifischen Interessen der am wenigsten entwickelten Länder (least developed countries - LDCs) müssen besonders berücksichtigt und für die Schulden der Entwicklungsländer muss eine Lösung gefunden werden.
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Weitere Informationen zum Tiroler Aktivitätenplan finden Sie hier.
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