Eine intakte Natur- und Kulturlandschaft ist die Basis für die Attraktivität Tirols. Besonders wichtig und ergänzend dazu ist ein ausgewogenes Angebot an naturnahen Erholungseinrichtungen. Den flächenmäßig größten Anteil am Tiroler Erholungsraum stellen die Wälder. Die "Öffnung" des Waldes und seine freie Begehbarkeit durch jedermann sind im österreichischen Forstgesetz. seit 1975 verankert. Diese Öffnung des Waldes machte es notwendig, Erholungssuchenden den neuen Freizeitraum zu erschließen und attraktiv zu gestalten. Dieser Aufgabe stellt sich der Landschaftsdienst in der Gruppe Forst.
Gestaltung des Lebensraumes
In den letzten 35 Jahren wurden in Tirol mit einem Investitionsvolumen von 66 Millionen Euro über 3.000 Projekte umgesetzt. Dies unterstreicht eindrucksvoll, wie wichtig den Gemeinden und Tourismusverbänden die Anliegen rund um Erholung und Freizeit sind. Das Land Tirol, der Bund und die EU haben diese Projekte mit rund 31,7 Mio. Euro unterstützt. Dabei entstanden:
- 780 km überregionale Radwanderwege
- 5.420 km freigegebene Mountainbike-Routen
- 3.800 km empfohlene Rennradrouten
darüber hinaus
einheitlich beschilderte Lauf- und NordicWalkingstrecken, Wanderwege, Parkplätze, Klettergärten- und Steige, Badeseen, Kneippanlagen, Feucht- und Trockenbiotope Landschaftsseen, Weiher, Natur- und Waldlehrpfade, Kinderspielplätze, Forstmeilen, Parkanlagen, Schulhofgestaltungen sowie Landschaftsprägende Bepflanzungen
Projekt Juwelen des Waldes: Initiative des Landes zur Pflanzung seltener Baum- und Straucharten und zur naturnahen Umgestaltung von Waldrändern.
Kooperationsbereitschaft
Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg besteht in der ausgezeichneten Zusammenarbeit öffentlicher mit privaten Einrichtungen. Dies garantiert tragfähige Projekte (z.B. Tiroler Mountainbike Modell). Der Landschaftsdienst verfügt über ausgefeilte Instrumente beim Projektmanagement: fachliche Beratung, Begutachtung, Kontrolle und Förderungsabwicklung sorgen für eine zügige Umsetzung.
Die Herausforderungen
Das künftige Freizeitverhalten erfordert gerade vom Landschaftsdienst einen klugen Ausgleich zwischen widersprüchlichen und spannungsgeladenen Bedürfnissen:
- Einerseits dem Wunsch nach Ruhe und Entspannung,
- andererseits dem Wunsch nach Action und Erlebnis.
Daraus ergeben sich folgende Arbeitsschwerpunkte
- Qualitätssteigerung bei Wanderwegen, Weitwanderstrecken, Themenwanderwegen
- Zügiger Ausbau und Fertigstellung des Tiroler Radwegenetzes mit dem Ziel einer "grenzenlosen Bikedestination" in den Alpenländern
- Ausbau der Tiroler Mountainbikerouten zu einem flächendeckenden Netz
- Angebot naturnaher Laufstrecken, Laufregionen, Laufkompetenzzentren
- Mitgestaltung bei lokalen Reitwegenetzen
- Kooperative Unterstützung eines trendgerechten Angebotes für junge Fun-Sportarten
- Beratung und Aktivitäten bei Nutzungskonflikten (z.B. Variantenskifahren, Tourenschilauf/Snowboarding)
- Aktive Mitgestaltung zeitgemäßer Erholungseinrichtungen
- Erhaltung intakter Lebensräume (Natur- und Kulturlandschaften)
- Behebung von Landschaftsschäden.
Die Einladung
Wir laden Sie, liebe Leserin, lieber Leser, ein: Reden Sie mit! Reden Sie mit bei der Weiterentwicklung und Gestaltung unseres Tiroler Erholungs- und Freizeitraumes. Wir haben immer ein offenes Ohr für Ihre Anliegen, egal ob Sie diese im Wege Ihrer Gemeinde, der zuständigen Tourismusregion oder gleich direkt bei uns vorbringen. Senden Sie uns ein e-mail an
waldschutz@tirol.gv.at mit ihren Wünschen und Anregungen.


