
Heute übernachtet mein Freund bei mir. Wir haben viel vor, brauchen Taschenlampen, MP3-Player und Snacks. Wir machen nämlich die Nacht durch. Mama und Papa sehen das gelassen: „Ihr schlaft sowieso bald ein.“ Naja, sie werden uns wohl nicht kontrollieren, weil sie selbst um 11 tot im Bett liegen.
Was wir denn machen wollen, das wollten sie wissen. „Ha, wir halten unsere persönliche Nacht der Partizipation ab“, erkläre ich. Jetzt verstehen sie nur Bahnhof: „Da geht es um Mitbestimmung –das finden wir gut.“
Denn wer mitbestimmt, kann viel gestalten. Mein Freund und ich sehen das genauso. Wir bestimmen miteinander, ob und wann wir schlafen und partizipieren so automatisch an einer langen Nacht. Wir verändern zwar dadurch vielleicht nicht die Gesellschaft – aber wer weiß, wenn uns mitten in der Nacht die Idee des Jahrhunderts ereilt, dann haben wir unseren Beitrag auch geleistet.




