
Maikäfer haben ja bekanntlich nur ein Ziel: Reproduktion.
Klar, sie haben dafür auch wenig Zeit, denn – wie der Name schon sagt – sie leben ja nur im Mai. In dieser kurzen Lebensspanne müssen sie dann alles unterbringen: Fressen und für Nachkommen sorgen. Und weil diese Nachkommen – die sogenannten Engerlinge - vier Jahre in der Erde herumwuseln, bevor sie sich an die Oberfläche graben, kommt es alle vier Jahre zu einer wahren Maikäferinvasion. Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir als Kinder die gefräßigen Brummer mit leeren Marmeladengläsern eingefangen haben. Barbara versucht in einem maikäferstarken Jahr, der Viecher mittels hysterischem Gefuchtel Herr zu werden und Julia bricht dann regelmäßig in großes Gekreische aus, wenn sich wieder mal ein Käfer in ihren langen Haaren verfangen hat.
Doch nicht nur für uns Menschen ist der Maikäfer manchmal eine echte Plage, auch in der Natur kann er große Schäden anrichten. Die Larven, die ja so lange unter der Erde leben, ernähren sich von Wurzelwerk und können somit ganze Hänge auflockern und gefährlich machen. Und die ausgewachsenen Tiere fressen oft ganze Wälder kahl.
Wie ich ausgerechnet im Spätherbst auf das Thema Maikäfer komme? Ganz einfach: das Land Tirol hat nun Bilanz gezogen über eine heuer erfolgreich eingesetzte Maikäferbekämpfung mittels eines biologischen Pflanzenschutzmittels, welches die Larven am Wachstum hindert und somit den Maikäferbestand auf ein erträgliches Maß reduzieren soll. Gute Nachrichten für unsere Wälder, unsere Hänge und Julias Haare!
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