
Bei dem kalten, grausigen Wetter gibt’s für mich nichts Schöneres als zeitig ins warme Bett zu kuscheln und ein gutes Buch in die Hand zu nehmen. Gestern hab ich mit einem Roman von Walter Klier angefangen. Er hat am Mittwoch den Otto-Grünmandl-Literaturpreis des Landes bekommen. Toll find ich das! „Jetzt muss ich mich selbst von seinem literarischen Können überzeugen“, sag ich zu Klaus und wickle mich noch fester in die warme Decke ein. „Ich hab schon viel von ihm gelesen“, gibt Klaus an. „Was denn bitte“, frag ich ungläubig. „Hauptsächlich Wanderführer. Bärig schreibt er“, gibt er nüchtern zurück. Was auch sonst, denk ich mir und rück mir die Lesebrille auf der Nase zurecht. „Wenn du mit dem Buch fertig bist, nehm ich es mir vor“, wirft er am Weg ins Bad noch schnell in den Raum. „Ja na eh“, ruf ich ihm grinsend hinterher. Dass er einen Roman lesen will, ist ja mal ganz was Neues. Schräg. Klaus liest jeden Tag beim Frühstück die Zeitung und ist bei Sport- und Politikthemen unser wandelndes Lexikon, aber Romane? Hoffentlich färbt sein Interesse am Lesen auch irgendwann auf Lukas ab. Er ist der Lesemuffel unter uns Leseratten.




