
SIE SIND UNSER 1000. BESUCHER! HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! SIE SIND NUN STOLZER BESITZER EINES LUXUSAUTOS! Wer? Ich? Wie kommt denn das? Da hab ich schon recht verdutzt aus der Wäsche geschaut, als mein PC mich kürzlich zur Ferrari-Besitzerin erklärt hat. Schräg ist das doch, hab ich mir gedacht, aber warum soll ich nicht auch einmal was gewinnen. Also hab ich auf den blinkenden Button geklickt und da nahm das Unheil seinen Lauf. Meine Bankdaten wollten die. Sozialversicherungsnummer, persönliche Informationen. Eigentlich hätte ich da schon ins Grübeln kommen müssen. Aber wie mein Klaus immer sagt: „Von nichts kommt nichts.“ Frei nach diesem Motto hab ich trotz meiner braunen Augen äußerst blauäugig sämtliche Daten übermittelt, stets in der Hoffnung endlich zu erfahren, wann ich wo und wie mein Auto entgegen nehmen kann. Als ich den Fragenparcours hinter mich gebracht hatte, klingelte mein Telefon. „Frau Tirol, herzlichen Glückwunsch“, schrillte es aus dem Hörer. „Ich rufe an, um die Details zu klären. Bitte überweisen Sie für den Transfer des Fahrzeugs 7.500 Euro binnen zehn Tagen auf unser Konto.“ STOPP! Die Masche kenn ich doch! Da warnen sie doch immer davor! Ich hab sofort aufgelegt und den Klaus angerufen. „Bist du denn des Wahnsinns! Barbara! Ausgerechnet du! Auf solche Trickbetrüger darfst du nicht hereinfallen!“, hat er mich, zu Recht leicht verärgert, angeraunzt. Wir haben dann bei der AK angerufen und den Vorfall geschildert. Gott sei Dank ist nichts Schlimmeres passiert. Eins steht fest: Scheingewinne stinken zum Himmel! Darum niemals blind dem Duft des Geldes folgen.
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