Ausgesprochen!

Die Zukunft innovativ mitgestalten

Barbara Tirol Ach, wie vermisse ich doch die Zeiten, in denen mein kleiner Lukas unser Wohnzimmer in ein Labor umfunktioniert, Sonnencreme mit Kakaopulver gemischt und auf seine kindliche Art und Weise einen Selbstbräuner für mich kreiert hat, weil meine Beine nach dem Winter meist so weiß wie die Wand waren. Ein geschicktes Bürschchen ist er auch heute noch.... [mehr...]

Buntes Treiben der etwas anderen Art

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Buntes Treiben der etwas anderen Art

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Julia Tirol

Orangenschlacht in Italien, Stöckelschuhlauf für Männer auf Teneriffa, die Beerdigung der schlechten Laune in Mexico – ja, das gibt es wirklich. Jetzt fragt ihr euch sicherlich was wann wo wie und warum. Das sind Faschingsbräuche. Klingt komisch, ist aber so. Ich hab nämlich gerade eine Doku rund zu diesem Thema gesehen und war total beeindruckt, was da rund um den Globus so abgeht. Stellt euch mal vor: Papa mit Stilettos! Oder eine Obstschlacht im Schulhof, bei der – natürlich ganz unabsichtlich – der ungeliebte Klassenlehrer in die Schusslinie gerät! Und die schlechte Laune zu beerdigen hat ja auch was. Eventuell ließe sich das ja noch dahingehend erweitern, dass man gleich alles, was die schlechte Laune hervorgerufen hat, mit vergräbt. „So ein tiefes Loch kannst du doch gar nicht buddeln, damit alles reinpasst, was dir so den Tag vermiest“, gibt sich Lukas mal wieder megaschlau. „Du passt da gerade noch so rein!“ hab ich zurückgekeift. Aber solche Bräuche sind doch echt voll krass. Ich frage mich wirklich, warum es so was bei uns nicht gibt. „Wir haben auch unsere Gepflogenheiten in der Faschingszeit“, hat meine Mutter mir zu verklickern versucht. „Der Fasching läutet die Fastenzeit ein. Ab dem Aschermittwoch wird dann bis Ostern auf sämtliche Genüsse verzichtet.“ „Wie wäre es dann, wenn du heuer mal auf die Übermutter-Nummer, die du so beflissen abziehst, verzichtest?“ Wenn Blicke töten könnten! Ich mach‘ mich mal lieber auf den Weg in die City, Kostüme checken. Vielleicht find ich ja eines für die „perfekte Tochter“ – um die Zeit des Verzichts darauf für meine Mutter feierlich einzuläuten.