19.08.2012 - Tiroltag 2012 beim 68. Europäische Forum Alpbach stand im Zeichen des Sports
Tirols Landeshauptmann Günther Platter eröffnete heute, Sonntag, den Tiroltag 2012 beim Europäischen Forum Alpbach gemeinsam mit seinem Südtiroler Amtskollegen Luis Durnwalder (Südtirol) sowie mit dem Präsidenten des Forums Alpbach Franz Fischler und dem Alpbacher Bürgermeister Markus Bischofer. Bereits zum 68. Mal lockt die interdisziplinären Fachtagung ExpertInnen und EntscheidungsträgerInnen aus Wirtschaft, Politik und Forschung in das 2.600-Seelen-Dorf in den Kitzbüheler Alpen.
„Wir müssen gemeinsam eine moderne Infrastruktur erarbeiten, in die Erhaltung und Weiterentwicklung unseres Natur- und Kulturraumes sowie in Forschung und Innovation investieren. Gerade in einer Zeit, in der in Europa viel im Umbruch ist, muss die Europaregion auf einem starken Fundament stehen“, betonte LH Platter in seiner Eröffnungsrede und meinte abschließend: „In Alpbach gestalten wir im engen Austausch von Wissenschaft, Politik und Forschung eine gemeinsame Zukunft.“
In neuem Gewand
Den diesjährigen Tiroltag richtete heuer erstmals die gesamte Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino unter Einbindung aller Hochschulen gemeinsam aus. Mit der Verleihung des ersten Euregio-JungforscherInnen-Preis 2012 der Handels- und Wirtschaftskammern der Europaregion wurden heuer außerdem JungwissenschaftlicherInnen der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino aktiv in das wissenschaftliche Programm des Tiroltags eingebunden. Im Zentrum der Fachvorträge und Diskussionen stand die Zukunft des Sports im alpinen Raum aus rechtlicher, medizinischer, wirtschaftlicher und naturwissenschaftlicher Sicht.
Erster Euregio-JungforscherInnenpreis 2012 verliehen
Karen Putzer wurde heute im Beisein von Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle und den drei Landeshauptleuten für ihre Arbeit zum Thema „Die strafrechtliche Haftung von Schifahrern bei Lawinen“ mit dem mit 2.000 Euro dotierten Euregio-JungforscherInnen-Preis 2012 ausgezeichnet.
Die ehemalige Schirennläuferin aus Welschnofen im Südtiroler Eggental vergleicht in ihrer Forschungsarbeit anhand von verschiedenen Lawinenunglücken in Tirol und Südtirol die unterschiedlichen Haftungsregelungen bei der Auslösung von Lawinen. Für Putzer wäre es besonders für die Tourismushochburgen Tirol und Südtirol wünschenswert, wenn sich alpenweit Rechtsexperten mit diesen Haftungsfragen befassen und einen einheitlichen Standard empfehlen würden.
Die Olympiadritte von Salt Lake City 2002 und zweifache Medaillengewinnerin der Weltmeisterschaften in St. Anton hat in ihrer sportlichen Karriere insgesamt acht Einzelrennen im Riesentorlauf, Super-G und in der alpinen Kombination gewonnen. Nach Beendigung ihrer aktiven Sportlaufbahn im Jahr 2009 begann Putzer an der Universität Trient das Studium der Rechtswissenschaften, dem Sport ist sie nicht nur wissenschaftlich, sondern auch als Co-Kommentatorin der FIS-Weltcuprennen im Schweizer italienischen Fernsehen verbunden.
Den sieben weiteren FinalistInnen - Hannes Gatterer, Hansjörg Ragg, Karin Teichmann, Christoph Hechenblaickner, Günther Aigner und Tomáš Holien?ík von der Universität Innsbruck sowie Cornelia Blank von der UMIT in Hall - winkt je ein Gutschein für die Teilnahme an der Seminarwoche des Europäischen Forums Alpbach 2013. Die Präsentation der wissenschaftlichen Arbeiten in den vier Kategorien Sport und Gesundheit, Sport und Klimawandel, Sport und Recht sowie Sport und Technik/Wirtschaft fand bereits gestern, Samstag, statt.




