Waldbericht 2011: Holzeinschlag auf konstant hohem Niveau, Waldschäden gravierend

[ Kontakt ]

AdresseEduard-Wallnöfer-Platz 3
A-6020 Innsbruck
Telefon+43 (0)512 508 2242
Fax+43 (0)512 508 742245

[ Weitere Informationen ]

Behördenwegweiser

[ ]

[ ]

[ ]

[ 

Waldbericht 2011: Holzeinschlag auf konstant hohem Niveau, Waldschäden gravierend

  ]

13.06.2012 - Die Holznutzung liegt mit rund 1,5 Millionen Festmeter auf einem konstant hohen Niveau, die Maßnahmen zur Verjüngung und Verbesserung des Schutzwaldes laufen dank dem Engagement der WaldbesitzerInnen und den Förderungen der öffentlichen Hand vorbildlich. Das sind die positiven Ergebnisse des Tiroler Waldberichtes über das Jahr 2011.

Mit 1,5 Millionen Festmeter lag die Holznutzung auch 2011 auf hohem Niveau. Foto: Land Tirol/Schreder

Mit 1,5 Millionen Festmeter lag die Holznutzung auch 2011 auf hohem Niveau. Foto: Land Tirol/Schreder

Nimmt man alle Schäden zusammen, so betrug die Schadenssumme im Tiroler Wald 2011 rund 15 Millionen Euro. Die Schäden sind zum einen auf Naturgewalten wie Windwurf, Schneebruch und Steinschlag, zum anderen auch auf Wildschäden und Insekten- oder Pilzbefall zurückzuführen. „Nur wenn die Katastrophenschäden im Wald schnell aufgearbeitet werden, können wir weitere Schäden etwa den Borkenkäfer verhindern. Die Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer leisten hier gerade im Schutzwald Großartiges“, bedankt sich LHStv Anton Steixner für die teils gefährliche Arbeit.

Zukunftsinvestition Schutzwald
Mehr als 70 Prozent des Tiroler Waldes sind Schutzwald. Über 90 Prozent der Förderungen fließen in die Verjüngung und Verbesserung der Schutzwälder.  Im Rahmen von Förderprojekten wurde 2011 rund eine Million Bäume gepflanzt. Insgesamt wurden 15 Millionen Euro in den Tiroler Schutzwald investiert, davon sieben Millionen durch die öffentliche Hand. „Die Investitionen, die wir heute im Schutzwald tätigen, macht sich in 100 Jahren bezahlt“, bedankt sich Steixner für den Weitblick der WaldbesitzerInnen.

Naturgefahrenmanagement
Bewährt hat sich der Einsatz der Waldaufseher im Naturgefahrenmanagement. 2.500 km Wildbäche werden jährlich begangen. Dabei stießen die Waldaufseher auf 2.000 Abflusshindernisse, von denen 1.500 durch die Gemeinden beseitigt wurden. Künftig übernehmen die Waldaufseher auch die Überwachung der Lawinen- und Steinschlagschutzbauten sowie der Hangentwässerungen.

 

Wald in Tirol - Zahlen, Daten, Fakten 2011

Waldfläche                            524.269 ha
Anteil Wirtschaftswald         28,7 %
Anteil Schutzwald                 71,3 %

Holzeinschlag 2011             1.464.742 m³
Nachhaltiges Potenzial        1.700.000 m³

Investitionen in den Wald                17,6 Millionen Euro
davon Förderungen             9,1 Millionen Euro

Waldschäden gesamt                15 Millionen Euro
davon Wildschäden             6,6 Millionen Euro
davon Frost, Hitze, Insekten 1,1 Millionen Euro
davon Weidetiere                480.000 Euro
davon Windwurf                    4 Millionen Euro
Schneebruch                        1 Million Euro
Steinschlag                           1,6 Millionen Euro
sonstige Naturgewalten       400.000 Euro

www.tirol.gv.at/themen/umwelt/wald/zustand/waldzustandsbericht/ Externer Link

Autor/in: Christa Entstrasser-Müller