Ausgesprochen!

Trocken am Gardasee

Ahh, gut dass ich vor unserem Pfingsturlaub noch die Blitzidee habe: Ich werde mich über die Verkehrs-Webcams des Landes Tirol informieren, wie es verkehrsmäßig auf unserem Landesstraßennetz gerade ausschaut. Diese Webcams zeigen mir an ausgewählten Verkehrspunkten im ganzen Land, wo gerade ein Stau droht oder wo ich freie Fahrt... [mehr...]
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Der "richtige" Zeitpunkt für das zweite Kind

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Abgesehen von den medizinischen Gründen ist grundsätzlich zu sagen, dass die Planung eines zweiten Kindes immer eine Sache der persönlichen Bedürfnisse der Eltern ist.

 Einen „Solltermin“ sollte man sich nicht setzen.

Das wichtigste ist, dass Eltern bereit sind für ein zweites Kind, egal ob es 15 Monate oder 10 Jahre jünger ist als das erste. Viele Eltern haben den Wunsch nach zwei oder mehreren Kindern und viele machen sich nicht nur über den richtigen Zeitpunkt Gedanken, sondern auch darüber, wie es ihnen als Eltern dabei geht und darüber wie das Erstgeborene auf die neue Situation reagieren wird.

Für das Leben eines Kindes kann es auf Dauer eine Bereicherung sein, wenn es Geschwister bekommt. Mit Geschwistern kann man spielen, Geheimnisse teilen. Geschwister können sich gegenseitig helfen und unterstützen. Doch auf der anderen Seite ist es auch eine Tatsache: Kinder, die mit einem neuen Geschwisterchen konfrontiert werden, leiden manchmal auch unter Rivalitätsgefühlen. Außerdem ist es auch für die Eltern sowohl eine Herausforderung als auch eine Bereicherung ihrer Lebenssituation.

Ein geringerer Abstand bedeutet für Eltern auch oft, dass nun 2 kleine Kinder in der Wohnung herumtoben versorgt und beschäftigt werden müssen und alle Aufmerksamkeit fordern. Bei einem Abstand von 3-5 Jahren erleben Eltern den positiven Fall, dass das erste Kind schon alt genug ist und sowohl den wachsenden Bauch der Mama als auch die Ankunft des Geschwisterchens bewusster miterleben kann.

Wenn die Kinder älter werden übernimmt das ältere Kind auch oftmals die Rolle des Aufpassers. Mit zunehmenden Altersunterschied jedoch treten die Interessen der Kinder auseinander, da das Erstgeborene in seiner Entwicklung schon viel weiter ist.

 Was bringt ein geringerer Altersunterschied für die Eltern mit?

  •     die anstrengenden ersten Jahre werden schneller hinter sich gebracht
  •     Auf lange Sicht wird es vermutlich leichter sein, gemeinsame Freizeit- und Familienaktivitäten  und Ferien zu planen, da Kinder im fast gleichen Alter auch ähnliche Dinge und Unternehmungen spannend finden
  •     Auch ist bei geringem Altersunterschied der Berufseinstieg für Frauen leichter
  •      Die Betreuungssituation für berufstätige Eltern ist möglicherweise leichter, da 2-3 Kinder gleichzeitig leichter zu organisieren sind, als über Jahre verschiedene Betreuungsangebote zu koordinieren.

Andererseits finden auch viele Eltern einen Altersunterschied von 3 und mehr Jahren als angenehm, weil das ältere Kind selbstständiger ist und auch schon langsam verstehen kann, dass das Baby besondere Aufmerksamkeit braucht.

Womit man immer rechnen muss, wenn ein 2. Kind kommt ist die Tatsache, dass Kinder, die mit einem Geschwisterchen konfrontiert werden auch teils unter heftigen Rivalitätsgefühlen leiden können. Die ungeteilte Liebe der Eltern aufzugeben fällt jedem Kind schwer.

Hier ist es wichtig, dass das Kind weiß, dass es noch genauso geliebt und geschätzt wird wie vorher. Es ist dabei nicht wichtig, dass beide Kinder gleich behandelt werden, sondern dass sie das Gefühl der gerechten Behandlung haben.

Die Rivalität unter Geschwistern ist normal und natürlich. Sie befinden sich häufig in einem Wettbewerb um Raum, Besitz, Erfolg individuelle Identität, elterliche Liebe und Aufmerksamkeit. Diese Gefühlen von Neid, Besitzgier, Angst und Wut verwandeln sich jedoch in den meisten Geschwisterbeziehungen mit der Zeit, die oft viel Anstrengung und Verständnis von Seiten der Eltern verlangt, zu Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft und Liebe.

Den Grundstein können Eltern schon dadurch legen, indem sie ihr Kind auf die Geburt eines Geschwisterchen vorbereiten. Und je sicherer sich ein Kind der Liebe der Eltern und seines besonderen Platzes in der Familie ist, desto leichter wird es für das Kind sein, Konflikte mit den Geschwistern zu lösen und sich weniger bedroht fühlen durch Bruder oder Schwester.

Experten gehen davon aus, dass einen Lebensabschnitt gibt, wo Kinder intensiver miteinander rivalisieren – und zwar bei einem Altersabstand von 2 Jahren. Geschwister desselben Geschlechts neigen auch zu mehr Wettbewerb und rivalisieren daher intensiver.

Ein Altersabstand von mindestens 3 Jahren bietet in dieser Hinsicht die günstigste Situation. Das ältere Kind hatte bereits seinen Anteil an der ungeteilten Aufmerksamkeit der Eltern und versucht schon eine größere Selbstständigkeit zu erreichen. Dabei spielen Freunde, Kindergarten und Schule bereits eine wichtige Rolle in ihrem Leben.

Wenn der Altersunterschied größer ist bieten die Alters- und Entwicklungsstufen, die das Kind durchläuft nicht genug Gelegenheit zum Vergleich mit dem Kleinen, da die eigenen schon zu weit zurückliegen.

Wenn Eltern zB nach 3 Jahren ein Kind planen besteht immer noch die Möglichkeit dass die Kinder miteinander spielen können, Eltern auch wieder belastbarer sind, zumal der Kindergarten für das 1. Kind bevorsteht.

Bei einem größeren Altersunterschied von mehr als 3-4 Jahren sind Eltern vielleicht ruhiger und gelassener, doch besteht die Gefahr, dass die Kinder nichts miteinander anzufangen wissen.

Eltern empfinden es aber trotzdem oft als Vorteil, da sie die Kleinkindphase jedes ihrer Kinder intensiver genießen können mit weniger Druck.

Einige finden es einfacher, einem schon älteren Kind zu erklären, dass bald eine Schwester oder ein Bruder kommt. so kann es sich auf die Veränderung vorbereiten. Andere Familien finden es besser, wenn das ältere Geschwisterchen noch so klein ist, dass es sich später an die Zeit vor dem neuen Baby gar nicht erinnern wird.

Was ist also der beste Rat?

 Dazu kommt noch ein ganz wichtiger Punkt:

Viele Paare müssen auf den Luxus der Wahlfreiheit verzichten. Gründe dafür sind Probleme mit der Fruchtbarkeit, der Gesundheitszustand oder unerwartete Schwangerschaften.

Wir können nur raten, wenn Eltern die Wahl haben, dann sollten sie solange warten, bis sie das Gefühl haben, ihren derzeitigen Alltag und alles was damit zusammenhängt, gut meistern zu können.

Ein Baby ist vor allem kein Ausweg aus Ehekrisen und Partnerschaftskonflikten!

Außerdem können sich Eltern jederzeit für Fragen aber auch bei bereits bestehenden Konflikten an die Erziehungsberatung wenden. Wir sind auch aufgrund unseres Schwerpunktes „Frühe Hilfen“ in einigen Mutter-Elternberatungsstellen bei den Beratungen anwesend, wo diese Thematik sehr häufig vorkommt.