„Gute Vorsätze“ in der Erziehungsarbeit
„ Tu, was ich dir sage, oder...“. Wer hat diese Sätze nicht aus seiner eigenen Kindheit in Erinnerung. Es hat uns verletzt, als unsere Eltern ihre Überlegenheit und unsere Angst ausgenutzt haben, um bestimmte Dinge gegen unseren Willen durchzusetzen.
Die meisten Eltern wollen ihre Kinder zu Selbstständigkeit erziehen und das geschieht vielfach nach den Vorstellungen der Eltern. Das Kind soll zu einem Denken und Handeln erzogen werden, das Erwachsene als vernünftig und sinnvoll ansehen.
Eltern setzen dafür in der Regel Belohnung und Bestrafung ein. Je älter das Kind, desto mehr verlieren vor allem Bestrafungen ihre Wirkung. Eine Erziehung, die auf Strafen verzichtet und auf gegenseitigen Respekt setzt, kann ein Weg zu mehr Zufriedenheit für die ganze Familie sein.
Respekt heißt die Bedürfnisse seiner Kinder zu achten. Eltern, die diesen Wert vermitteln wollen, müssen ihren Kindern das Recht auf eigene Bedürfnisse und eine eigene Meinung zugestehen. Regeln sollten daher nicht ausschließlich angeordnet, sondern in der Familie ausgehandelt werden. Sie werden eher befolgt, wenn gemeinsame Abmachungen getroffen werden. Respektvolles Handeln erfordert , dem Kind zuhören zu können und ihm Interesse und Akzeptanz zu signalisieren. Ein Erwachsener, der auf Äußerungen eines Kindes mit Kritik, Verständnislosigkeit, Moralpredigten oder Schimpfen reagiert, bringt es zum Schweigen. Du-Botschaften wie „Du spinnst ja...“ machen Kinder trotzig. Ich-Botschaften wie „es ärgert mich dass du das gemacht hast...“, teilen dem Kind mit, -du bist in Ordnung, aber dein Verhalten nicht.


