Ausgesprochen!

Trocken am Gardasee

Ahh, gut dass ich vor unserem Pfingsturlaub noch die Blitzidee habe: Ich werde mich über die Verkehrs-Webcams des Landes Tirol informieren, wie es verkehrsmäßig auf unserem Landesstraßennetz gerade ausschaut. Diese Webcams zeigen mir an ausgewählten Verkehrspunkten im ganzen Land, wo gerade ein Stau droht oder wo ich freie Fahrt... [mehr...]
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Schule

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Gewalt in der Schule

Seit Jahren wird behauptet, dass es immer mehr Gewalt an Österreichs Schulen gibt und dass die Kinder immer brutaler werden. Empirische Studien können diese Behauptung jedoch nicht bestätigen. Der Eindruck, dass Gewalt an Schulen zunimmt, entsteht einerseits dadurch, dass die Gesellschaft heute sensibler auf das Thema Gewalt reagiert. Andererseits sind drastische Einzelfälle von gewalttätigen Schülern tagelang das beherrschende Thema in Zeitungen und Fernsehen, wobei die Berichterstattung manchmal in unseriöser Weise den Eindruck vermittelt, dass die „Jugend von heute“ immer gewalttätiger wird.

 Wenn man von Gewalt spricht, wird häufig damit körperliche Gewalt wie z.B. Verprügeln gemeint. Aber auch Verspotten oder jemanden mit Verachtung strafen beispielsweise sind Formen von Gewalt.

Sowohl LehrerInnen als auch Eltern sollten Kinder dazu ermutigen, bei beobachteter Gewalt zu handeln, indem sie mit einem Erwachsenen ihres Vertrauens darüber sprechen. Keinesfalls sollte das Kind selbst eingreifen. Ferner sollte mit Kindern besprochen werden, dass es nichts mit Feigheit zu tun hat, wenn man sich Hilfe bei einem Erwachsenen holt, wenn man selbst von Gewalt betroffen ist. Wird das eigene Kind von den MitschülerInnen geschlagen, gehänselt, aus der Klassengemeinschaft ausgeschlossen o.ä., sollte man unbedingt die Schule davon informieren und gemeinsam nach Lösungen suchen. Dabei sollten die Opfer ernst genommen, geschützt und unterstützt werden. Die Täter wiederum sollten in die Verantwortung genommen werden und aktiv in eine konstruktive Lösung miteinbezogen werden.

Auf den Punkt gebracht:

  • Vermitteln Sie Ihrem Kind, welche Verhaltensweisen (schlagen, verspotten, erpressen, bedrohen etc.) gewalttätig sind
  • Ermuntern Sie Ihr Kind, sich Hilfe zu holen, wenn es selbst oder Andere von Gewalt betroffen sind!
  • Besonders Buben fällt es schwer, Hilfe von außen zu holen. Sie befürchten noch stärker als Mädchen, als schwach und feig zu gelten.
  • Informieren Sie die Schule, wenn Ihr Kind von Gewalt in der Schule betroffen ist. Überlegen Sie gemeinsam, was zu tun ist. 

Mehr zum Thema:

Information und persönliche Beratung zu diesem Thema finden Sie bei uns in allen Erziehungsberatungsstellen Tirols. Eine Beratungsstelle ist auch in Ihrer Nähe!

Bücher, die weiterhelfen:

K. Holighaus "Zoff in der Schule, Tipps gegen Mobbing"

 

Hilfe, für mein Kind beginnt die Schule

Hilfe, für mein Kind beginnt die Schule!            

 

Jedes Kind möchte erwachsen werden, wie seine vertrauten Vorbilder: Mutter, Vater, Großeltern, Freunde der Familie, und andere wichtige Menschen. In der Freude der Schulanfänger zeigt sich dieser Wunsch.

 

Die Schule soll diesen Prozess erleichtern, und bietet eine Lernwelt mit anderen Kindern und Wissensstoff, der von Fachleuten als gute Vorbereitung für später angesehen wird.

 

 

Eine klare Positionierung der Eltern als Erziehungsberechtigte hilft jetzt dem Kind während der Schulzeit.

 

1.      Schule ist die Aufgabe des Kindes. Es sind seine Leistungen im Lernen als auch seine sozialen Beziehungen in der Klasse. Nicht „Wir haben Schularbeit!“ sondern „MEIN KIND HAT SCHULARBEIT!“ Nicht „Wir haben die 2. Klasse geschafft!“ sondern“ MEIN KIND HAT DIE 2. KLASSE GESCHAFFT!“. Diese Sprachregelung zeigt den Respekt vor der Leistung Ihres Kindes. Sie ist gut für das Selbstbewusstsein und für die Eigenverantwortung des Kindes.

 

2.      Die Lehrperson ist verantwortlich für einen begrenzten Zeitraum. Werktags für die Unterrichtszeit, insgesamt nur bis zum Übertritt in die nächste Schule. Auch Lehrpersonen können die Zukunft des Kindes nicht vorhersehen. Immer sind überraschende Wendungen möglich. Erlauben sie sich, eigene Gedanken bezüglich der weiteren Entwicklung zum Wohl ihres Kindes zu machen. 

 

3.       Eltern haben als Erziehungsberechtigte Verantwortung für alle Lebensbereiche des Kindes von der Geburt bis zum Erwachsensein. Die Gesundheit und das Wohlergehen des Kindes stehen sinnvoller Weise an erster Stelle. Eltern sind nicht Anwalt der Schule zuhause. Ihre Verantwortung als Erziehungsberechtigte ist real und gesetzlich viel umfangreicher als der Auftrag der Schule.

 

4.      Wenn ein Kind durch körperliche Beschwerden (Bauchschmerzen, Erbrechen, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Nervosität,..) signalisiert, dass sein seelisches Gleichgewicht verletzt wurde, ist es Zeit genau hinzuhören und nach zu spüren, was dem Kind Probleme macht. Welcher Lebensbereich ist Auslöser? (Familie, Schule, soziales Umfeld?). Versuchen sie in diesem Lebensbereich Verbesserungen zu schaffen. Körperliche und seelische Leidenszustände verhindern das effektive Lernen und gute Leistungen des Kindes in der Schule.

 

5.      In der Familie, in der Schule, im sozialen Umfeld sind Menschen mit Stärken und Schwächen die handelnden Personen. Dies bietet Gelegenheit, Ursachen für kindliche Überforderung und Leid dem jeweils anderen Lebensbereich oder der Unzulänglichkeit des Kindes anzukreiden. Eltern sein bedeutet also auch, den Schutz der Familie und des Kindes vor vorschnellen Zuschreibungen dieser Art.

 

Mutter und Vater von Schulkindern sind gefordert,, eine eigenständige dritte Position im Bezug auf die Schule und dem eigenen Kind ein zu nehmen. Sich als Erziehungsberechtigte eine eigene Meinung zu bilden über das Geschehen in der Schule bringt Klarheit und Sicherheit für das Kind.

 

 

Gerne unterstütze ich Sie, eine gute und förderliche Position Ihrem Schulkind und den Lehrpersonen gegenüber zu finden.

 

Marwin Dürrer-Klien