Um die geschlechtssensible Arbeit im Klassenverband mit Schülern zu unterstützen, wurde von der BO-Koordinatorin des LSR für Tirol, Dipl.-Päd. Anita Marksteiner, und Mag.a Ursula Rieder-Feldner (amg-tirol) ein umfangreiches Methodenset entwickelt.
Methodenset mit Stundenbildern und Arbeitsblättern (pdf (
789 KB))
Geschlechterrollen sind im Wandel
Mädchen und Frauen wünschen sich mehr Karrierechancen im Einklang mit der Familienarbeit. Sie wünschen sich auch, dass in der Familienarbeit der Partner präsenter ist. Es gibt nicht mehr nur ein Modell von Erwerbsarbeit und Familie, weder für Frauen noch für Männer – die Grenzen haben sich verschoben.
Der gesellschaftliche Umbruch wirkt auf männliche und weibliche Rollenbilder
Männliche Identität wurde und wird durch Arbeit gestiftet. Jedoch nur noch jeder dritte erwerbsfähige Mann ist in das Normalerwerbsmodell (Vollzeit, kontinuierlicher Berufsverlauf, Ernährer) einzureihen. Auch Männer wünschen sich vermehrt Arbeitszeitmodelle, die ihnen die Möglichkeit bieten, zumindest teilweise das traditionelle Arbeitssystem zu verlassen. Nur langsam verändern sich männliche und weibliche Rollenbilder, denn männliche und weibliche Zuschreibungen sind noch sehr traditionell in unseren Köpfen verankert.
Geschlechtssensible Arbeit beschränkt sich nicht nur auf die Arbeit mit Mädchen und Frauen
Es wurden in den letzten Jahren viele Schritte gesetzt, um das Bewusstsein von Mädchen und Frauen hinsichtlich neuer Lebens- und Arbeitsmodelle zu erweitern und sie beruflich in neue Richtungen zu ermutigen. Geschlechtssensible Arbeit kann sich aber nicht nur auf die Arbeit mit Mädchen und Frauen beschränken. Auch Burschen und Männer benötigen Role Models, die ihnen vorleben, dass auch andere Rollenbilder erstrebenswert sind.
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