Tipps für einen erfolgreichen Girls` Day
- Erwartungshaltung
Seien Sie sich bewusst, dass viele der Mädchen sich am Girls' Day erstmals mit Berufsfelder der Technik, Handwerk und/oder Naturwissenschaft auseinandersetzen. Manche der Teilnehmerinnen fühlen sich in den vorgestellten Bereichen sofort zu Hause, andere wiederum nicht. Deshalb messen Sie den Erfolg des Girls' Day in Ihrem Unternehmen nicht an der Nachfrage nach Praktikums- oder Ausbildungsplätzen seitens der Mädchen. Ihr Ziel sollte vielmehr sein, Berufsoptionen aufzuzeigen und neue Wege sichtbar zu machen. - Vorbereitung
Bereiten Sie sich gut auf den Girls` Day vor und entwickeln Sie mit Ihren MitarbeiterInnen ein konkretes, besonderes Programm für die Mädchen, die Ihren Betrieb am Girls` Day besuchen. - Begrüßung
Nehmen Sie sich Zeit für eine herzliche Begrüßung der Mädchen und stellen Sie ihnen ihre AnsprechpartnerInnen am Girls` Day in Ihrem Betrieb vor. - Vorbilder
Achten Sie darauf, bei Möglichkeit auch weibliche Vorbilder (role models) und Lehrlinge in die Girls` Day-Aktivitäten miteinzubinden: Gespräche mit weiblichen Fachkräften oder (fast) Gleichaltrigen (peer group) bestärken Mädchen.
- Sprache
Verwenden Sie auch die weibliche Form der Berufsbezeichnungen! Das verdeutlicht den Mädchen, dass das vorgestellte Berufsfeld auch Frauen offen steht.
- Gruppen
Wenn mehr als 10 Mädchen Ihren Betrieb suchen, ist es sinnvoll, Gruppen zu bilden. Jede Gruppe sollte von einer / einem benannten Ansprechpartner/in des Betriebs begleitet werden.
- Programmvielfalt
Nutzen Sie vielfältige Methoden wie Workshops, Gruppenarbeit, Führungen, kurze (!) Vorträge oder Diskussionsrunden und versuchen Sie, die Mädchen dabei stets aktiv einzubinden. Sie erhöhen damit die Aufmerksamkeit Ihrer Besucherinnen. - Zeitlicher Rahmen
Begrenzen Sie die einzelnen Aktionen auf maximal 45 Minuten. Längere Einheiten sind nur dann sinnvoll, wenn die Mädchen tatsächlich eine aktive Rolle dabei haben, d.h. sich bewegen, diskutieren oder selber etwas ausprobieren können.
Alles in allem sollte das gesamte Programm in Ihrem Unternehmen nicht länger als sieben Stunden dauern. - Werkstück
Geben Sie den Mädchen die Möglichkeit, eigenhändig ein Werkstück herzustellen, das sie mit nach Hause nehmen können. Dadurch werden die Mädchen (und ihr soziales Umfeld) noch lange an ihre handwerkliche, technische Fähigkeiten und an den Tag in Ihrem Betrieb erinnert. - Arbeitsbekleidung
Stellen Sie gegebenenfalls Arbeitsschutzkleidung wie Brillen, Kopfbedeckungen, Handschuhe, Kittel und festes Schuhwerk zur Verfügung und erklären Sie den Mädchen, warum es wichtig ist, die Arbeitskleidung zu tragen. - Gemeinsame Mittagspause
Gemeinsame Pausen verbinden und stärken das Teamgefühl. Organisieren Sie daher ein gemeinsames Mittagessen oder eine gemeinsame Vormittagsjause. - Teilnahmebestätigung
Bereiten Sie für die Abschluss-/Feedbackrunde Teilnahmebestätigungen für die Mädchen vor. Sie können diese selber gestalten oder eine Vorlage von der Girls` Day Homepage runterladen.
Möglicher Ablauf
Beginn
- Gemeinsamer Treffpunkt – möglicherweise Girls’ Day Plakate als Wegweiser verwenden
- Begrüßung und Registrierung der Mädchen. Bei Abwesenheit eines Mädchen bitte Magª Pia Fellner-Bloder, amg-tirol, benachrichtigen. Tel. +43 664 85 89 724, E-mail:
girlsday@amg-tirol.at - Vorstellung des Programms, gegenseitiges Kennenlernen
- Präsentation und Besichtigung des Unternehmens
- Vorstellung der einzelnen Berufsfelder und konkrete Hinweise auf die dafür notwendige Ausbildung
Schwerpunkt "Mitmachaktionen"
- Aktive Mitarbeit der Mädchen in Ihrem Unternehmen (s.unten)
Ende
- Zusammenfassung und Bewertung des Tages:
Die Mädchen füllen den Feedbackbogen aus – diesen senden wir Ihnen rechtzeitig zu.
Ideen für Aktionen
Es gibt viele Möglichkeiten, den Mädchen Lust auf technische Bereiche zu machen und ihnen somit die Arbeitswelt anschaulich näher zu bringen. Wie Sie sich entscheiden werden, hängt natürlich von Ihren Gegebenheiten vor Ort ab. Um Sie bei der Planung des Girls’ Days zu inspirieren, haben wir einige Ideen zusammengetragen.
- Besichtigungen
- von Fertigungshallen, von Testlaboren, von Forschungsabteilungen, von Baustellen - Mitmachaktionen
- Herstellung von kleinen Werkstücken
- Bedienung von Maschinen, Erläuterung von Funktion und Zweck
- Planung und Kalkulation von Projekten
- Versuche aus Chemie, Physik und Biotechnologie mit nachvollziehbaren Ergebnissen
- Erstellen einer Homepage
- Konzipieren und Gestalten einer Broschüre oder einer Zeitung, Verfassen einer Presseaussendung - Tests
- Bewerbungssituationen durchspielen und reflektieren - Informationen über
- Wege der Studien- und Berufsausbildung
- Vorträge zu den Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten in bestimmten Berufen - Diskussionen mit
- Auszubildenden/ Ausbildungsleitung
- TechnikerInnen
- Personalverantwortlichen
- ManagerInnen


