
Liebe LeserInnen!
Wie erklärt man Menschen, dass Zuwanderung in Österreich auch eine Erfolgsgeschichte ist und dass sie uns geholfen hat, unsere Wirtschaft zu einer der erfolgreichsten in ganz Europa zu machen? Wie macht man deutlich, dass der Großteil der zugewanderten Menschen und ihrer Nachkommen ganz selbstverständliche Integrationsbemühungen unternimmt, zu einem guten Teil mit Erfolg? Viele Zugewanderte haben ihren Platz in unserer Gesellschaft bereits gefunden: sie sprechen Deutsch, arbeiten, erziehen Kinder und ermöglichen ihnen ein positives Fortkommen – und sie identifizieren sich mit Tirol, ihrer neuen Heimat. Und trotzdem stoßen sie immer wieder auf unsichtbare Grenzen, die das „Wir“ und „die Anderen“ definieren. „Wir“, die wir ein selbstverständliches Recht haben, hier zu leben, und „die Anderen“, die dankbar sein müssen, hier sein zu dürfen.
Die Ausstellung „VIELFALT daheim IN TIROL“, deren Dokumentation Sie hier sehen, wollte dazu beitragen, dass sich das ändert. In künstlerischen, emotionalen und sachlichen Auseinandersetzungen mit dem Thema Zuwanderung und Integration präsentierte die Ausstellung Positionen zu Heimat, Identität und Integration. Sie gab den Stimmen der Zugewanderten Raum und brachte sie damit im Dialog stärker zum Klingen. Sie warf einen Blick auf die positiven Seiten der Zuwanderung und ergänzte das überwiegend negativ geprägte öffentliche Erscheinungsbild. Damit förderte sie eine differenziertere und sachliche Diskussion dieses für die Zukunft unserer Gesellschaft so wichtigen Themas.
Ich freue mich, dass wir „VIELFALT daheim IN TIROL“ mit der Unterstützung der Europäischen Union und unserer Sponsoren umsetzen und tirolweit zeigen konnten. Voraussetzung dafür war aber auch die aktive Mitarbeit von weit über 100 Menschen – OrganisatorInnen, KünstlerInnen, Workshop-TeilnehmerInnen, AufbauhelferInnen, Träger und Partnerorganisationen vor Ort und in den Gemeinden – alte und neue TirolerInnen. Bei Ihnen allen möchte ich mich für ihr Engagement herzlich bedanken. Sie haben einen wichtigen Beitrag zu einem besseren Umgang zwischen Menschen in Tirol geleistet. Die vielen BesucherInnen der Ausstellung, die TeilnehmerInnen an Workshops und Führungen und auch die öffentliche Wahrnehmung zeigen, dass dieser Beitrag nicht umsonst war.
Gerhard Reheis
Landesrat für Soziales und Integration
Fakten - Kunst - Positionen zu Migration und Integration in Tirol
"VIELFALT daheim IN TIROL"
Zum Aufbau der Ausstellungsdokumentation
IDEE UND ENTSTEHUNG
Fakten, Kunst und Positionen - Warum eine Ausstellung zu Migration und Integration in Tirol? (Hannes Gstir, Fachbereich Integration)
"VIELFALT daheim IN TIROL" Von der Idee zur Ausstellung (Andrea Moser, Projektkoordination)
Andere zu Wort kommen lassen? Eine widersprüchliche, aber notwendige Praxis (Oscar Thomas-Olalde, wissenschaftliche Begleitung)
Vielfältige Räume - Die Ausstellung als Begegnungsort (Katherina Haller, Kuratierung und Ausstellungsszenografie)
WIRKUNGSWEISEN
VIELFALT hinterlässt SPUREN
"Erzähl mir deine Geschichte..." Schlaglichter auf neun intensive Kommunikationsprozesse (Oscar Thomas-Olalde)
Spannungsfeld Vermittlung. Mit alten Meinungen kommen, mit neuen Fragen gehen (Joanna Maria Egger)
Gespräche über Integration Gespräche über uns. (Verena Schlichtmeier, Oscar Thomas-Olalde)
Eine Ausstellung über Tirol und das Fremde? (Bianca Sieberer)
EXPONATE
DATEN & FAKTEN
Begriffe und Denkanstöße
Information kompakt
Bilder zur Ausstellung
Literatur
MitarbeiterInnen und beteiligte Personen
Partner - Sponsoren - Impressum


