Ausgesprochen!

Trocken am Gardasee

Ahh, gut dass ich vor unserem Pfingsturlaub noch die Blitzidee habe: Ich werde mich über die Verkehrs-Webcams des Landes Tirol informieren, wie es verkehrsmäßig auf unserem Landesstraßennetz gerade ausschaut. Diese Webcams zeigen mir an ausgewählten Verkehrspunkten im ganzen Land, wo gerade ein Stau droht oder wo ich freie Fahrt... [mehr...]
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Die Ausstellung

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Projekt: Vielfalt daheim in Tirol

Hier finden Sie Unterlagen, Informationen und Bilder zum Projekt und der Ausstellung.

  • Kunst (Kurze Erläuterung zu den Exponaten)
  • Fakten (Informationen zum Thema Migration und Integration in Tirol, Erläuterungen zu den Fachbegriffen)
  • Positionen (Interviews, Hörbeispiele)
  • Begleitheft der Ausstellung (pdf 2.9 MB)
    Das Begleitheft gibt eine Übersicht über die Grundidee und die Entstehung der Ausstellung und Statements von den Personen des Organisationsteams. Weiters finden sich darin Beschreibungen zu den einzelnen Kunstwerken und ein Erläuterungen zu den Fachbegriffen, die in der Ausstellung behandelt werden.

Szenografische Überlegungen

Die Ausstellung „Vielfalt daheim in Tirol“ macht auf ihrer Wanderung in acht Tiroler Gemeinden halt. Die unterschiedlichen räumlichen Situationen bedingen ein Reagieren auf den jeweiligen Ort und gestalten die Ausstellung spezifisch. Zentrale Überlegungen bei der Konzipierung der Gestaltung befassten sich mit der Verfahrensweise des Ausstellens, konzentrierten sich auf die Praktiken, wie Exponate, Informationstexte und Gestaltungselemente in einem Raum verknüpft werden, um Deutungsangebote zu machen. Wie werden die Exponate gezeigt, was kann mit der Art der Präsentation erzählt werden? Die Kontextualisierung des Exponats im Raum ist neben seiner inhaltlichen Ebene für die Lesbarkeit bedeutend. Die Auseinandersetzung mit den ausgewählten Inhalten korrespondiert mit der Anordnung und mit der Verfahrensweise des Mediums Ausstellung: welche Botschaften können transportiert werden, welche Beziehungen gehen räumliche Gegebenheiten, wie beispielsweise eine Fensterfassade, eine Lifttür oder eine Säule, mit dem nahestehenden Kunstwerk ein? Die Lach-Installation mit Fahrrad von Angela Zwettler bildet den Auftakt der Ausstellung und verbindet den Außen- mit dem Innenraum, verweist auf Mobilität und begleitet mit einem Lachen als Reflexionsangebot die BesucherIn. Entlang von naturweißen Bahnen kann die Besucherin/der Besucher die Ausstellung erfahren. – Aus den Bahnen erheben sich Sockel mit Vitrinen, Monitoren und Fotografien, um die Kunstwerke zu präsentieren. Weiß steht als Farbe, die alle Farben in selber Intensität beinhaltet, eine Farbe, auf der Spuren gut sichtbar werden.

Die Bahnen sind Netzwerke, Lebenslinien, Anknüpfungen, die auch abrupt enden, unterbrochen werden, sich überlappen oder Leerstellen aufzeigen, um an einer anderen Stelle ihre Fortsetzungen zu finden. Aus Vielfältigem entsteht Verbindendes bei gleichzeitigem Respekt vor dem Differenten. Im Ausstellungsplakat von Birgit Raitmayr werden die Bahnen der Ausstellung zu einem Labyrinth und „...stehen für die verschlungenen Wege, über die Menschen zu einander finden, aus Ländern fliehen, ihr Weltbild erweitern, Erkenntnisse gewinnen – die direkten Wege führen sehr oft nicht zum gewünschten Ziel, zur Heimat. Und manchmal ist auch nur der Weg das Ziel und die Heimat...

Oft erschließt sich uns erst bei genauerem Hinsehen, oder indem wir einige Schritte zurück machen, der Sinn einer Sache. Aus der Nähe ist nur das Labyrinth am Plakat zu sehen, aus der Entfernung werden die Gesichter immer deutlicher. Beides gehört zusammen – das Gesicht und sein Hintergrund, das Labyrinth eines Lebensweges, aus dem sich eine Welt zusammensetzt.“ (B. Raitmayr)

 Katerina Haller (Kuratorin)