Fachbereich Plangrundlagen
Der Fachbereich Plangrundlagen (siehe MitarbeiterInnen) in der Abteilung Geoinformation ist für die großräumige Erfassung der Oberfläche Tirols aus der Luft mittels verschiedener Sensoren verantwortlich, diese Erfassung mündet in folgende Produkte:
- Orthophotos und Luftbilder (Basis für die Orthophotos),
- historische Luftbilder,
- Produkte aus dem Laserscanning (digitales Geländemodell, digitales Oberflächenmodell, Schummerungskarten und Höhenlinien).
Die Oberfläche Tirols ist aufgrund von Baumaßnahmen, Nutzungen in der Land- und Forstwirtschaft und durch Naturkatastrophen einer ständigen Veränderung unterworfen. Es ist daher notwendig in regelmäßigen Abständen oder im Anlassfall die Oberfläche neu zu erfassen.
Laserscanning
Laserscanning ist eine verhältnismäßig junge Technologie, die in Tirol seit dem Jahr 2005 im Einsatz ist. Dabei werden vom Flugzeug oder Helikopter aus fächerartig Lichtimpulse ausgesandt. Die Richtung der einzelnen Lichtimpulse wird erfasst und die Entfernung zur nächsten reflektierenden Fläche (Erdoberfläche und darauf befindliche Objekte, wie Hausdächer, Vegetation, Autos, Menschen, Tiere...) anhand des Echos gemessen. Durch die Verknüpfung mit der Lage und Orientierung des Flugzeugs entsteht eine 3D-Punktwolke mit einer Punktdichte von – je nach Vorgabe – meist 1 Punkt/m².
Trifft der Lichtimpuls auf sehr kleinen oder linienartigen Objekten, wie Blätter, Äste, Hochspannungsleitungen oder am äußersten Rand von Objekten auf, wird zunächst nur ein Teil reflektiert. Der andere Teil pflanzt sich in der ursprünglichen Richtung fort und kann Echos von unterhalb gelegenen Objekten hervorrufen. Standardmäßig werden das erste und das letzte Echo aufgezeichnet. Der wesentliche Vorteil ist die dadurch mögliche Erfassung des durch Vegetation bedeckten Bodens (Waldbodens).
Laserpunkte, die aus dem letzten Echo entstehen, können anhand von Algorithmen automatisch in Bodenpunkte und Nichtbodenpunkte klassifiziert werden. Aus den Bodenpunkten wird das digitale Geländemodell (DGM), ein regelmäßiger Raster, berechnet. Das digitale Oberflächenmodell (DOM) wird aus allen Laserpunkten erzeugt.
Über den tiris Kartendienst "Laserscanning Tirol" können Informationen über die blattschnittorientierten Laserscan-Auswertungen abgefragt und die verfügbaren Produkte (DGM, DOM, Höhenlinien) eingesehen werden.
Laserscanning Tirol » Kartendienst
Über den TIRIS-Kartendienst "Laserscanning Tirol" können Sie für das Projekt Laserscanning Tirol Auswertungen des digtalen Geländemodells (DGM) und des digitalen Oberflächenmodells einsehen.
Aufruf im rechten Rahmen unter [ weitere Informationen ]. ![]()
Downloadbereich Laserscanning
Laserscanning-Daten und Informationen darüber, für welche Flächen in Tirol bereits Laserscanningdaten vorhanden sind, erhalten Sie HIER.
Frei verfügbarer Schummerungs-WMS von Tirol

Die Schummerungskarte von Tirol basiert auf den landesweiten Laserscanningdaten. Dieser Dienst steht kostenfrei zur Verfügung. Die Schummerungskarten von Oberflächen- und Geländemodell (DOM und DGM) können in ein Geoinformationssystem (GIS) eingebunden und als Rasterkarten dargestellt werden oder direkt im Browser abgefragt werden.
Die Daten stammen aus dem Zeitraum von 2006-2010. Derzeit kann die Karte in den Projektionen WGS84 oder Gauß-Krüger M28 (MGI Austria GK West) angezeigt werden. Die Bodenauflösung (Cellsize) des Schummerungsrasters beträgt 1 Meter.
Die Schummerungskarte enthält keinerlei Höheninformationen!
Installationshinweise:
Beachten Sie bitte zur Einbindung der Schummerungskarte Tirol folgende Hinweise:
Ihre GIS-Software sollte mit der WMS-Server Version 1.3.0 kompatibel sein!
Einbindung in Ihr GIS unter Verwendung folgender Server-Adresse:
http://gis.tirol.gv.at/wms/hillshades_wms_tirol
Achtung: Die Adresse dient als Kopiervorlage, ein Direktklick erzeugt eine Fehlermeldung!
Einbindung mit ArcGIS (ab Version 10):
In ArcGIS kann der Service mit dem ArcCatalog eingebunden werden. Hierzu im Catalog unter GIS Server die Funktion Add WMS Server wählen (Doppelklick). In der ersten Leiste die Adresse / URL einfügen (http://gis.tirol.gv.at/wms/hillshades_wms_tirol) und Default version wählen. Anschliessend klicken Sie auf den Button: Get Layers. Im Fenster unterhalb erscheinen nun die wählbaren Layer (Geländemodell bzw. Oberflächenmodell).Klicken Sie unten auf den OK-Button. Die Angabe von User oder Passwort ist nicht notwendig.
Die Karten können nun per Drag and Drop ins ArcGIS gezogen werden, oder über Add Data über das Scroll-down Menü unter -> GIS Servers -> Hillshades_WMS_Tirol on gis.tirol.gv.at geladen werden.
Einbindung in QGIS:
In der Menüleiste die Funktion Add WMS Layer auswählen.
Anschleißend im Reiter Layers (default- Einstellung) auf den Button New klicken. Im geöffneten Fenster einen frei wählbaren Namen vergeben und in der darunterstehenden Zeile die WMS-URL einfügen
(http://gis.tirol.gv.at/wms/hillshades_wms_tirol). Anschließend mit OK bestätigen.
Die soeben angelegte Verbindung im Scroll-down Menü auswählen und anschließend auf Verbinden / Connect klicken. Die Layer können nun im Fenster darunter alle oder einzeln angewählt werden. Um einen schnellen Datentransfer zu gewährleisten wird empfohlen unter dem Menüpunkt Image encoding die Auswahl PNG bzw. JPEG zu treffen. Abschließend den Add-Button drücken um die ausgewählten Layer in QGIS zu laden und darzustellen.





