In Tirol wurden in letzen Jahren immer wieder Überschreitungen der Grenzwerte von PM 10 (Staubpartikel die kleiner als 10 Mikrometer sind) gemessen. Die Grenzwerte für diesen Luftschadstoff wurden zum Schutz der menschlichen Gesundheit festgelegt, daher wurde nach den Verursachern dieser Luftschadstoffe gesucht.
Bei einer Untersuchung des Umweltbundesamtes für das Tiroler Inntal im Jahr 2002 wurde festgestellt dass Hausbrand neben anderen Sektoren (Verkehr, Gewerbe und Industrie) einer der Hauptverursacher von PM 10 ist.
Vor allem die Verbrennung von nicht geeigneten Brennstoffen führt zur Entstehung von Luftschadstoffen die über die Kamine in die Luft geblasen werden.
In Tirol bestehen bereits gesetzliche Regelungen mit denen die Heizungsanlagen bzw. Feuerungsanlagen auf deren Funktion regelmäßig durch die Rauchfangkehrer überprüft werden müssen. Auch die Brennstoffe die zur Verbrennung in Heizungsöfen zugelassen sind, sind genau festgelegt.
Über die gesetzlichen Regelungen hinaus ist hier jedoch die Vernunft jedes Einzelnen gefragt. Die Verwendung von Heizöfen als Müllentsorger bringt hohe Schadstoffbelastungen mit sich, die sich über das Einatmen der Außenluft in unseren Lungen wieder finden. Jeder, der glaubt seine Abfall über seine Heizungsanlage günstig entsorgen zu können schadet damit nur sich selbst und den Anderen.
Doch auch beim Verbrennen von zugelassenen Festbrennstoffen wie Holz und Kohle gibt einige einfache Tricks, mit denen der Verbrennungsvorgang optimiert und damit die Schadstoffbelastung so gering wie möglich gehalten werden kann.
Daher hat das Land Tirol eine Kampagne zum Thema „Richtig Heizen“ gestartet, mit dieser sollen der Bevölkerung einige Tipps zum besseren Heizen nahegebracht werden.
Die Befolgung dieser Ratschläge liegt auch im Interesse jedes Einzelnen Betreibers eines Festbrennstoffofens, da diese helfen Geld zu sparen, die Umwelt zu schützen und die Sicherheit in den eigenen vier Wänden zu erhöhen.
Hier ein kurzer Überblick über die Möglichkeiten das Heizen zu verbessern:
Was darf in den Ofen?
Trockenes unbehandeltes Holz, das mindestens 2 Jahre gelagert sein muss, Holzbriketts.
Wie macht man richtig Feuer?
Holzspäne oder Zündhilfen sind ideal. Papier sollte vermieden werden: Durch die Drucker-Schwärze entstehen Verschmutzungen im Kamin, zudem bildet sich Flugasche.
„Richtiges“ Feuer beim Anzünd-Vorgang erkennt man am schnellen Verbrennungsvorgang mit hellen Flamme und wenig Rauch.
Eine Anleitung zum richtigen Heizen mit Holz finden Sie hier (
316 KB).
Was muss während des Heizvorganges beachtet werden?
Ausreichende Luftzufuhr ist wichtig. Ein Kilogramm Holz benötigt für eine gute Verbrennung zwischen 12 und 20 m³ Luft.
Die Luftzufuhr bei Festbrennstoffen erst drosseln, wenn nur mehr ein Glutstock vorhanden ist.
Bei optimaler Verbrennung ist die Flamme sehr hell, es bildet sich kaum Ruß im Brennraum. Aus dem Kamin sollte heller Rauch steigen.
Wer informiert über richtiges Heizen?
Erster Ansprechpartner ist der Kaminkehrer, auch Ofensetzer oder Energieberater sind meist bestens informiert.
Verheizen Sie nicht Ihr Geld!
Weitere Informationen zum Thema "Verheizen Sie nicht Ihr Geld" können Sie einem weiteren Folder entnehmen, welchen Sie hier (
804 KB) herunterladen können.




