Der aktuelle Bestand der Ahornbäume am Ahornboden wurde in einem Baumkataster dargestellt. Aus diesem Kataster entwickelte sich nach quantitativen, räumlichen und zeitlichen Kriterien ein Verjüngungsplan.
Ursprünglich stand zur Diskussion, den Standort und die Anzahl der Bäume mittels GPS zu eruieren. Diese Methode erwies sich jedoch aufgrund des geringen Abstandes der Bäume zueinander und der Messungenauigkeit des zur Verfügung stehenden GPS auf 10 Meter als ungeeignet. Daher kam man überein, mittels graphischer Datenverarbeitungssysteme (Arc View – GIS) eine Kartengrundlage zu erstellen. Dies wurde von der Umweltschutzabteilung des Landes Tirol übernommen, da dort noch Lizenz-Kapazitäten frei waren und die entsprechenden Geräte zur Verfügung standen.
Ausgangsmaterial dafür waren Luftbilder aus dem Jahre 1953 und Infrarotluftbilder aus dem Jahr 2000, die zuerst entzerrt und dann passgenau digital übereinander gelegt wurden. Alsdann wurden die Bilder transparent geschaltet und die Einzelbäume miteinander verglichen. So konnte festgestellt werden, ob ein Baum „verschwunden“ (d.h. abgestorben bzw. entfernt) oder neu gepflanzt war. Teilweise konnte aufgrund der unterschiedlichen Schattenlängen und –formen auf den allgemeinen Zustand und auf das ungefähre Alter geschlossen werden
Diese mittels „Arc View“ eruierten Daten wurden im LSG stichprobenartig auf ihre Richtigkeit überprüft. Teilbereiche, die am Luftbild im Schatten liegen, mussten zusätzlich terrestrisch kartiert werden.
Auf Basis der Luftbilder und der stichprobenartigen Überprüfung im Gelände wurde eine Übersichtskarte angefertigt. Mittels Farbcode wurde das Baumalter und die Mortalität dargestellt. Gelb ist den Neupflanzungen, Grün den Jungbäumen, Blau den Altbeständen und Rot den abgestorbenen Bäumen (Mortalität) zugeordnet. Es erfolgte eine Einteilung in drei Maßnahmenflächen und Ausschlussbereiche. Den Maßnahmenflächen wurden unterschiedliche Prioritätsstufen zugeordnet.
In den zwei Abbildungen sieht man beispielsweise, dass die Bäume 345, 351, 352 im Jahr 1953 noch einen Schattenwurf hatten (graugrundierte Abbildung) und heute ausgefallen sind (kein Schatten mehr vorhanden).
[Die angesprochenen Bäume befinden sich links unten und sind mit rotem Innenpunkt gekennzeichnet. Die Farbe des Außenringes beschreibt die Einstufung aus dem Jahr 1953.]




