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Das Landschaftsschutzgebiet „Großer Ahornboden“ befindet sich im größten Naturschutzgebiet Tirols – dem Alpenpark Karwendel. Es liegt am Talschluss des Rißtales – dem Engertal. Das Rißtal ist ein sehr ursprüngliches Hochgebirgstal und liegt auf 800 bis 1300 m Seehöhe. Es ist ein Seitental der Isar, das einerseits die schroffsten Talflanken und andererseits den flachsten und breitesten Talboden – den „Großen Ahornboden“ im Alpenpark Karwendel aufweist.


Auf diesem Talboden, der seit Jahrhunderten als Alm genutzt wird, befindet sich der Große Ahornboden mit 300 – 600 Jahre alten Ahornbäumen. Diese Bäume haben zum Teil ihre natürliche Altersgrenze erreicht– manche sind am Rande zur Mortalität. Da diese Baumart jedoch landschaftsprägend und namensgebend für diesen Talraum ist, wird der Fortbestand angestrebt. Verschiedene Umweltbedingungen, wie sich wiederholende Vermurungen und Überschotterungen und dadurch veränderte Grundwasserbedingungen sorgen jedoch für ungünstige Bodenbedingungen. Ein natürliches Aufkommen der angestrebten Baumart ist nur unter entsprechenden gezielten Auflagen, wie ein Ausgrenzen der Weide oder Verbesserung der hydrologischen Verhältnisse in gewissen Abschnitten möglich. Dies ist jedoch ohnehin nicht gewünscht, da gezielt abgestorbene Bäume nachgepflanzt werden sollen, um das Landschaftsbild in der heutigen Form beizubehalten.

Daher wird nach Lösungen gesucht, die einen Fortbestand des Ahornbodens gewährleisten. Die unterschiedlichen Interessen in den Bereichen Agrar, Naturschutz, Tourismus sollen dabei gewahrt werden.