Ausgesprochen!

Trocken am Gardasee

Ahh, gut dass ich vor unserem Pfingsturlaub noch die Blitzidee habe: Ich werde mich über die Verkehrs-Webcams des Landes Tirol informieren, wie es verkehrsmäßig auf unserem Landesstraßennetz gerade ausschaut. Diese Webcams zeigen mir an ausgewählten Verkehrspunkten im ganzen Land, wo gerade ein Stau droht oder wo ich freie Fahrt... [mehr...]

Wald und Natur

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Wald und Natur

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Pilz

Das Land Tirol bemüht sich aktiv um die Erhaltung des Waldes als Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Als Beispiel sind drei konkrete Projekte angeführt, die vom Land Tirol unterstützt werden. Juwelen des Waldes : Das Waldrandprogramm das von der Landesforstdirektion gemeinsam mit dem WWF, dem Waldbesitzerverband und dem Tiroler Forstverein im Sommer 99 gestartet wurde, bemüht sich um die Schaffung von gestuften Waldrändern mit seltenen Baumarten. Naturwaldreservate : rd. 3.000 ha Wald in Tirol wurden bei diesem Förderungsprogramm des Bundes in Zusammenarbeit mit den Waldbesitzern vertraglich außer Nutzung gestellt. Habitatverbesserung von Raufußhühnern: Externer Link 3 Arten von Raufußhühnern sind in Tirols Wald beheimatet. Dem Land Tirol sind diese trotz derzeit noch guter Bestände äußerst wichtig. Maßnahmen sollen die Lebensräume dieser Raufußhühner verbessern. Im Zuge der Beratung der Waldeigentümer bemüht sich der Tiroler Forstdienst seit Jahrzehnten um eine naturnahe Waldbewirtschaftung, auch die forstliche Förderung bemüht sich immer stärker um die Förderung des naturnahen Waldbaus. Den Erfolg dieser Bemühungen zeigt eine Studie des Instituts f. Vegetationsökologie der Universität Wien. 

Forstwirtschaft und Nachhaltigkeit

Die Forstwirtschaft im Alpenraum ist im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen und im internationalen Vergleich naturschonend. Waldwirtschaft in diesem Raum ist geprägt vom Nachhaltigkeitsgedanken. Wald wird von der Bevölkerung durchwegs als sehr naturnah gesehen. Tatsächlich gehören Wälder neben den Pflanzengesellschaften der alpinen Stufe zu den am wenigsten vom Menschen beeinflussten Ökosystemen. Selbst in intensiv bewirtschafteten Wäldern finden sich hohe Anteile der natürlichen Artengarnitur . Tirols Wälder weisen eine weitgehend natürliche Artenzusammensetzung auf. Selbst Reinbestände mit Fichte, Zirbe oder Kiefer sind bei uns oft natürlich. Die bäuerlichen Tiroler Waldbesitzer, in deren Eigentum drei Viertel des Tiroler Waldes ist, wirtschaften seit jeher im Bewusstsein, daß der Wald auch für kommende Generationen Schutz und Einkommen liefern muss. Im Bauernwald werden nicht einmal 2/3 des jährlichen Holzzuwachses durch Nutzungen abgeschöpft. Eine Steigerung des Holzeinschlages wäre vor allem im Schutzwald für die rechtzeitige Verjüngung und damit die langfristige Erhaltung seiner Stabilität notwendig. Das Forstgesetz und die noch strengere Tiroler Waldordnung sind Garantien für eine umfassend nachhaltige Waldbewirtschaftung auch bei steigenden Nutzungsmengen.

Naturschutz im Wald Konservierender Naturschutz kommt in Tirol auf größerer Fläche nicht in Frage. Unverzichtbare Anforderungen an den Wald, wie die Nutz- und Schutzfunktion, teilweise aber auch die Wohlfahrtsfunktion, können am besten durch einen naturnahen Waldbau nachhaltig sichergestellt werden. Durch das Außernutzungstellen von Naturwaldzellen und Naturwaldreservaten leistet der Waldbesitzer darüberhinaus seinen Beitrag zum Naturschutz. Die überdurchschnittlich große Naturnähe des Tiroler Waldes im Österreich-Vergleich ist durch die Hemerobiestudie des Institutes für Pflanzenphysiologie, Abt. Vegetationsökologie und Naturschutzforschung der Universität Wien unter Leitung von Professor Dr. Georg Grabherr belegt. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass speziell durch den Ausfall der notwendigen Mischbaumarten in der Verjüngung zukünftige Waldgenerationen baumartenärmer und unnatürlicher sein werden. Unser ganzer Einsatz muss deshalb darauf gerichtet sein, die natürlichen Waldgesellschaften zu erhalten bzw. den Wald dorthin rückzuführen. So muß alles unternommen werden, um einer Entmischung durch Wildverbiß und Fegeschäden, durch schädigende Wald-Weide oder durch ungeeignete waldbauliche Verfahren entgegenzuwirken. Insbesondere die Tanne verdient in "ihren" Waldgesellschaften besondere Aufmerksamkeit. In Abhängigkeit von der natürlichen Waldgesellschaft sind naturnahe Nutzungs und Verjüngungsverfahren anzuwenden. Waldgesellschaftstypische Bestandesstrukturen sollten gefördert werden. Nach Möglichkeit sollte die natürliche Entwicklungsdynamik im Wald zugelassen werden. Beim Planen und Bauen der Forstwege ist zu berücksichtigen, daß Störungen des Landschaftsbildes weitgehend vermieden werden. Schützenswerte Biotope sollten nicht berührt werden. Übererschließungen sind auch aus rein forstlicher Sicht unsinnig. Lineare Schlag- und Bestandesstrukturen oder zu große Schlagflächen wirken nicht nur störend, sie bringen auch forstlich gesehen Nachteile mit sich.

Waldeigentümer und Forstmann als Naturschützer

Überalte naturnahe Bestandesteile könnten bevorzugt außer Nutzung gestellt werden, da diese die höchste Artenvielfalt aufweisen. Totholz sollte vermehrt im Wald belassen werden. Bachbegleitende Waldstreifen verdienen besonderen Schutz. Trockenrasen und Feuchtgebiete sollten nicht aufgeforstet werden, es sei denn, eine Verbesserung der Schutzwirksamkeit ist notwendig. Ehemals bewirtschaftete Kulturflächen von besonderem landschaftlichen Reiz oder besonderer Bedeutung für die Arterhaltung sollten bewahrt werden. Nicht oder nicht mehr funktionstüchtige Waldränder könnten durch eine naturnahe Waldrandgestaltung und das Einbringen seltener Bäume und Sträucher verbessert werden. Im Falle eines nicht standortgerechten Altbestandes sind Aufforstungen mit entsprechendem Pflanzmaterial zweckmäßig.

Inhaltliche Rückfragen zum Thema Wald richten Sie an: E-Mailforstplanung@tirol.gv.at