Holzmarkt im Tiroler Nichtstaatswald
RUPI Tirol I. Quartal 2012: 142,236 %; MonatsRUPI März 2012: 143,358 %
Brennholzpreisindex Tirol
Markteinschätzung des Fachverbandes der Tiroler Sägeindustrie
Plattform Forst – Holz Tirol ist online
Medienspiegel Österreich und Tirol
Holzmarkt in Süddeutschland
Holzmarkt in Südtirol
Holzmarkt im Tiroler Nichtstaatswald
Stabile Preise im Tiroler Wald: Im Tiroler Wald herrscht schon guter Frühlingsbetrieb. Obwohl die Schneemengen ab mittleren Lagen noch keine große Nutzungen zulassen, ist in den niederen Gebieten schon einiges los. Die ungewöhnlich hohe Meldemenge von Kiefernholz zeigt, dass das Schadholz des Winters zu einem großen Teil schon aufgearbeitet wird.
Es werden auch die ersten größeren Preisabschlüsse zu durchaus guten Preisen gemeldet.
- Fichten - Blochholz B/C Mischpreis Stärkeklasse 2a-3b (93,60 €/fm, +0,1%): Der Preis für das Hauptsortiment ist im April stabil geblieben. Auswertungsbasis 12.394 fm
- Kiefer Blochholz B/C Mischpreis (71,15 €/fm, +2,7%): Nach dem Einbruch im letzten Monat ist dieses Sortiment im April wieder deutlich gestiegen. Auswertungsmenge 5.780 fm.
- Fichten - Schwachbloche Güteklasse B/C (75,18 €/fm): Auswertungsmenge 1.315 fm
- Brennholz weich (34,61 €/fm, +9,3%).Auch das Brennholzsortiment hat das Minus vom Vormonat mehr als wettgemacht und ist stark gestiegen. Der Preis ist damit so hoch wie schon seit vielen Jahren nicht mehr. Auswertungsbasis 3.690 fm
Weiterhin aktuelle Borkenkäfergefahr: Das weitverstreute und eher kleinflächig angefallene Schadholz des Winters könnte in diesem Jahr bei entsprechender Witterung zu einer gefährlichen Borkenkäfervermehrung führen.
Daher ist es wichtig, das Schadholz in den niederen Lagen bis Mitte Mai, und in höheren Lagen bis Mitte Juni aufzuarbeiten!
Übrige Sortimente: Die notwendige Mindestmenge von 1.000 fm und die Anzahl von mindestens 5 Verkaufspartien wurden bei den übrigen Sortimenten nicht erreicht.
Alle angegebenen Preise verstehen sich frei Waldstraße exkl. USt.
Quartals-Rückblick
Um einen Überblick zum Preisniveau der übrigen Sortimente zu geben, haben wir für diesen Monatsbericht eine Auswertung über drei Monate (von 1.01.2012 – 31.3.2012) gemacht.
- Tanne Blochholz B/C Mischpreis (82,13 €/fm, -2,0%): Der Tannenpreis ist damit gegenüber dem letzten Quartal wieder geringfügig gefallen. Auswertungsbasis 1.165 fm.
- Fichten - Schwachbloche Güteklasse B/C (73,70 €/fm, +1,6%): Das Sortiment ist im Vergleich zum vorigen Quartal geringfügig gestiegen. Auswertungsmenge 2.788 fm.
- Industrieholz Fi (IS, IF, I2, ID, IM, IP) (38,18 €/fm, +3,6%): Der Preis für Industrieholz ist im Vergleichzeitraum stark gestiegen. Auswertungsbasis 1.720 fm.
Alle angegebenen Preise verstehen sich frei Waldstraße exkl. USt.
Jahres-Rückblick
Für Sortimente die auch im Quartal zu wenig Meldungen haben, geben wir hier einen Überblick über den Jahrespreis (1.3.2011-30.04.2012):
- Zirbe Blochholz B/C Mischpreis (184,62 €/fm): Der Preis für die Zirbe ist gegenüber dem letzten Jahrespreis bisher stabil geblieben. Die Preise einzelner Partien dieser Holzart sind allerdings stärker als bei den Massensortimenten von Menge und Qualität abhängig. Es wurden 2.453 fm ausgewertet.
- Lärche Blochholz B/C Mischpreis (107,64 €/fm): Der Jahresdurchschnittspreis liegt damit immer noch fast gleich wie bei der letzten Jahresauswertung, Auswertungsmenge 7.724 fm.
Alle angegebenen Preise verstehen sich frei Waldstraße exkl. USt.
Rundholzpreisindex Tirol I. Quartal 2011 (RUPI): 142,485%; April 2012: 143,358%
Monatsindex April 2012 143,358%: Der Monatsindex ist im April stabil geblieben (+0,086%) bei einem Preis von 93,60 €/fm.
Quartalsindex (I/12) 142,485%: Der Tiroler Rundholzpreisindex ist im ersten Quartal des Jahres mit -3,914 % gegenüber dem IV. Quartal 2011 deutlich gefallen. Der aktuelle Wert liegt damit aber immer noch über dem langjährigen Durchschnitt. Die der Berechnung zu Grunde liegenden Durchschnittspreise für das Fi-Standardsortiment (Güteklasse B/C; Stärkeklasse 2a-3b) lagen im I. Quartal 2012 bei 93,03 €/fm, im IV. Quartal 2011 bei 96,82 €/fm.
Nähere Informationen, Zeitreihen und Berechnungsdetails zum Tiroler Rundholzpreisindex finden Sie hier.
Brennholzpreisindex Tirol 2011 (BHI): BHI I. Quartal 2012 193,301%
Aufgrund einiger Anfragen berechnen wir ab sofort auch einen Brennholzpreisindex (BHI). Der BHI wird quartals- und jahresweise berechnet.
Für das Quartal I. 2012 beträgt der Brennholzpreisindex 193,301%. Damit ist der BHI gegenüber dem IV. Quartal 2011 stark gefallen (-4,992%). Bezugsbasis ist der Wert des Jahres 2005 (100%).
Details zur Berechnung finden sie hier. ![]()
Brennholzpreis umgerechnet in Atrogewichtspreis
Da es im Brennholzpreisbereich teilweise üblich ist, statt Raum- oder Festmeter die Abrechung nach Atrogewicht zu machen, haben wir ab diesen Monat einen errechneten Trockengewichtspreis eingeführt.
| Holzart | Atrogewicht | 1000/Atrogewicht | Preis |
|
| [kg/FMO] |
| [€/Atrotonne] |
| Brennholz - weich | |||
| Fichte/Tanne | 475 | 2,11 | 73,03 |
| Kiefer | 570 | 1,75 | 60,57 |
| Lärche | 625 | 1,60 | 55,38 |
Dieser Preis wird aus den eingegangen Bennholzmeldungen errechnet. Die Umrechnung erfolgt wie in den Österr. Holzhandelsusancen angegeben, dabei ist der Rindenabzug berücksichtigt.
Stellungnahme des Fachverbandes der Tiroler Sägeindustrie zur aktuellen Holzmarktlage
Die Absatzmarktsituation ist nach wie vor unbefriedigend.
Die Einbrüche der ersten Monate 2012 im Vergleich zu 2011 waren gravierend. Von Italien wird nach wie vor über eine äußerst flaue Nachfrageentwicklung berichtet.
Etwas besser stellt sich die Situation auf den Levante Märkten dar.
Dementsprechend wurden auch die Einschnittkapazitäten bei den Sägebetrieben zurück gefahren. Wenn sich die Entwicklung weiterhin so fortsetzt, ist mit einer weiteren Einschnittrücknahme zu rechnen, um die Absatzmärkte nicht zu überfordern.
Die derzeitige Ertragslage ist für die Unternehmen unbefriedigend. Weiter verschlechtert wird diese durch die langen Zahlungsziele. Abgesehen vom erhöhten Lieferrisiko ist der Zeitraum zwischen der Bezahlung des Rohholzes und dem Zahlungseingang vom Italienischen Kunden mehrere Wochen. Die Zwischenfinanzierung belastet die Ertragslage zusätzlich.
Die im März noch vorherrschende Hoffnung, dass sich die Nachfrage nach den Ostertagen bessert und Preisanhebungen möglich werden, hat sich bisher nicht erfüllt.
Der Inlandsmarkt zeigt von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedliche Entwicklungen. Aber auch dort herrscht eine angespannte Ertragslage.
Die Rundholzversorgung ist unterschiedlich gut. Die Einschnittrücknahme wirkte etwas ausgleichend. Rundholz wird aber benötigt und jederzeit aufgenommen. Das derzeitige Verhältnis zwischen Rundholz- und Schnittholzpreisen wird weitere Rundholz-Preissteigerungen nicht mehr zu lassen bzw. müssen sich den Schnittholzabsatzpreisen anpassen.
Plattform Forst – Holz Tirol
Im Jahr 2010 wurden insgesamt mehr als 167 Holzverkäufe und Nutzungen über die Plattform Forst-Holz Tirol angebahnt.
Alle Partnerfirmen der Plattform Forst-Holz Tirol erhalten detaillierte Informationen zu allen geplanten Holznutzungen im Tiroler Nichtstaatswald, die von den Waldbesitzern zur Veröffentlichung freigegeben wurden.
Sägewerke, Holzhändler, Vermarktungsorganisationen und Schlägerungsunternehmen können sich für diesen neuen kostenlosen Service jederzeit anmelden und erhalten dann detailliert folgende Informationen per e-mail:
- Name + Adressdaten des Waldbesitzers
- Holzmenge, Baumarten, Güte- und Stärkeklassen (geschätzt)
- Lage der Nutzung (Karte + Koordinaten)
- Bereitstellung, Holzabfuhr
Mit der Einladung zur Anbotstellung wird auch bereits ein vorbereiteter Schlussbrief versandt. Sägewerke, Holzhändler, Vermarktungsorganisationen und Schlägerungsunternehmen können sich mit der Unterzeichnung eines Datennutzungsvertrages (
15 KB) für diesen Service anmelden. Nach Unterzeichnung dieses einfachen Datennutzungsvertrages und des Versandes an die Abt. Forstorganisation , z.Hd. Dr. Dieter Stöhr, Bürgerstraße 36, 6020 Innsbruck, erfolgt die Freischaltung dieses neuen Dienstes.
Weitere Informationen und ein Liste der bisher registrierten Partnerbetriebe finden sie unter Plattform Forst-Holz Tirol
Tiroler Holzmarktbericht Newsletter
Seit dem zweiten Halbjahr 2007 senden wir den "Tiroler Holzmarktbericht" auch direkt per e-mail an alle Interessierten. Sie erhalten damit zu Beginn jedes Monats als Erste alle Informationen zu den aktuellen Entwicklungen am Tiroler Holzmarkt. Den "Tiroler Holzmarktbericht" können sie hier www.tirol.gv.at/newsletter
bestellen und ebenso einfach wieder abbestellen.
Medienspiegel Österreich
Holzmarktbericht der Landwirtschaftskammer Österreich (Stand Mitte April):
Nach einer leichten Wachstumsdelle Ende 2011 – es fehlten vor allem Impulse aus dem Außenhandel - hat sich die Konjunktur im ersten Quartal 2012 wieder stabilisiert. Trotz Aufhellung entwickelt sich die Wirtschaft aber anhaltend schwach. Die Bauwirtschaft erwartet keine so deutliche Belebung im Frühjahr als noch vor einem Jahr.
Absatzbedingt läuft die Produktion der Sägeindustrie gedrosselt, teilweise nur im Einschichtbetrieb. Der Schnittholzabsatz hat sich Ende 2011 auf dem Hauptmarkt Italien aber auch in Japan deutlich abgeschwächt und ist bislang noch nicht in Schwung gekommen. Die aktuelle Versorgung mit Nadelsägerundholz ist werksindividuell unterschiedlich, allgemein wird volle Aufnahmefähigkeit signalisiert. Die Rundholzpreise haben wieder das Niveau vom vergangenen November erreicht, die Bandbreite zwischen Höchst- und Tiefstpreis hat sich aber vergrößert. Teilweise werden Prämien für größere Mengen und prompte Lieferung gewährt.
Die anhaltend attraktiven Holzpreise und steigende Nachfrage sollten genutzt werden, um auch die im vergangenen Winter geworfenen oder gebrochenen Bäume großzügig aufzuarbeiten und rasch abzutransportieren.
Die Einschlagsaison für Laubsägerundholz ist weitgehend abgeschlossen. Wie erwartet hat sich der Rotbuchenmarkt nicht mehr belebt, die Nachfrage nach Ahorn ist erstmals seit vielen Jahren praktisch zum Erliegen gekommen. Die Vermarktungsmöglichkeiten für Eiche waren bis zuletzt anhaltend gut.
Die Industrierundholz-Lager der Papier- und Zellstoffindustrie sind gut gefüllt. Die Zufuhr ist kontingentiert, insbesondere bei Faserholz aber problemlos möglich. Die Preise sind stabil. In Niederösterreich wurden die Preise bei den Plattenholzsortimenten konjunkturbedingt leicht reduziert. Die Abnahme ist streng kontingentiert, wodurch es bei der Holzabfuhr zu Verzögerungen kommen kann.
Nach Ende des milden Winters mit nur durchschnittlichem Energieholzverbrauch werden die Brennholzlager wieder gefüllt. Der Marktverlauf ist bei stabilen Preisen ruhig. Die Nachfrage nach hochqualitativem Scheit- und Stückholz ist anhaltend hoch. Den Produzenten wird empfohlen vor allem auch in diesem Bereich umfangreichere Lager aufzubauen.
Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang April 2012. Alle Preise sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10% bzw. 12% zuzurechnen ist.
Holzmarkt in Süddeutschland
Vom Holzmarkt in Süddeutschland sind keine aktuellen Änderungen gemeldet worden.
Quelle: Holzkurier
, timber - online
, Bayerische Forstverwaltung ![]()
Holzmarkt in Südtirol
Informationen zum aktuellen Holzmarkt in Südtirol finden sie auf der Homepage des Landesbetrieb für Forst- und Domänenverwaltung
Kontakt
Autor:
Ing. Roland Noichl,
Dr. Dieter Stöhr
Inhaltliche Rückfragen zum Thema richten Sie an:
Abt. Forstorganisation




