Ausgesprochen!

Grüner Daumen

Mei toll, es schneit schon wieder... Schnell, ab zur Bushaltestelle. Ich muss um Punkt Acht Uhr im Büro sein. Mein Daumen angelt nach der Buskarte in der Geldtasche. Glitsch – fast wär’ ich am Boden gesessen. Jetzt reicht’s. Heut’ ist es aber rutschig. Nichts wie rein in den Bus und die warme Heizung genießen. Kein nervenaufreibendes... [mehr...]

Holzmarktbericht Jänner 2012

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Holzmarktbericht Jänner 2012

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Holzmarkt im Tiroler Nichtstaatswald

  • Grafik Holzpreisentwicklung

Winterruhe:

Derzeit sind kaum Verkaufsaktivitäten am Holzmarkt in Tirol feststellbar. Die ungewöhnlich hohe Schneedecke, die in Nordtirol bis in die Tallagen herunterreicht, behindert Holznutzung und Bringung. Während in der Vergangenheit oft bereits im Jänner Vertragsabschlüsse bei den Agrargemeinschaften für das kommende Jahr getätigt wurden, sind bislang nur vereinzelt Verkaufsaktivitäten feststellbar. Aus diesem Grund ist die Basis für den Preisbericht mit 10.050 fm relativ schmal, die Preisbewegungen sollten daher nicht überinterpretiert werden. Auffällig ist, dass der  Preis für das Hauptsortiment Fi B/C erstmalig seit 5/2011 wieder deutlich gefallen ist

Schneebruchschäden

Grafik Schadholzmenge
Schadholzmenge in Prozent vom Jahreseinschlag

Das Sturmtief Andrea sorgte in ganz Nordtirol für Schneebrüche. Für die Erfassung der Sturmschäden wurde erstmals in Tirol ein neues IT-System eingesetzt, das im Zuge des Katastrophenplans für den Tiroler Wald eigens entwickelt wurde. Die 250 Waldaufseher wurden noch während des Ereignisses am 9.1.2012 von der Landeswarnzentrale per SMS aufgefordert, die Schäden sofort nach Nachlassen der Schneefälle im Gelände zu erfassen und via Internet zu dokumentieren. Dadurch war es möglich bereits am 13.1. eine erste räumlich detaillierte Schadensbilanz für Tirol zu erstellen. Insgesamt sind ca. 95.000 fm Schadholz angefallen. Besonders betroffen waren Kiefernbestände  bis 1.200 m Seehöhe. Die Schäden, die hauptsächlich einzeln und nesterweise angefallen sind, verteilen sich auf große Flächen, was die Aufarbeitung im Frühjahr erschweren wird. (siehe Karte der Schadensverteilung).
Es ist damit zu rechnen, dass die angefallenen Menge leicht im lokalen Markt aufgenommen werden kann, mit größeren Auswirkungen auf den Holzpreis ist aus heutiger Sicht nicht zu rechnen. Zudem ist der Großteil des Schadholzes von geringer Dimension und nur als Brenn- oder Schleifholz verwertbar.

  • Fichten - Blochholz B/C Mischpreis Stärkeklasse 2a-3b (93,67 €/fm, -2,9%): Der Preis für das Hauptsortiment ist im Jänner deutlich gefallen. Auswertungsbasis 5.708 fm
  • Übrige Sortimente: Die notwendige Mindestmenge von 1.000 fm und die Anzahl von mindestens 5 Verkaufspartien wurden bei den übrigen Sortimenten nicht erreicht.

Alle angegebenen Preise verstehen sich frei Waldstraße exkl. USt. 

Quartals-Rückblick

Um einen Überblick zum Preisniveau der übrigen Sortimente zu geben, haben wir für diesen Monatsbericht eine Auswertung über drei Monate (von 1.11.2011 – 31.01.2012) gemacht.

  • Tanne Blochholz B/C Mischpreis (85,61 €/fm, -1,0%): Der Tannenpreis ist damit gegenüber dem letzten Quartal stabil geblieben. Auswertungsbasis 2.757 fm.
  • Lärche Blochholz B/C Mischpreis (107,63 €/fm, -0,7%): Der Preis für die Lärche ist gegenüber dem dreimonatigen Vergleichszeitraum weiter stabil geblieben, Auswertungsbasis 1.202 fm.
  • Kiefer Blochholz B/C Mischpreis (69,62 €/fm, -0,5%): Der Preis für die Kiefer ist damit gegenüber dem letzten Quartal stabil geblieben. Auswertungsmenge 2.449 fm.
  • Fichten - Schwachbloche Güteklasse B/C (77,11 €/fm, -1,5%): Das Sortiment ist im Vergleich zum vorigen Quartal geringfügig gefallen. Auswertungsbasis 3.576 fm
  • Industrieholz Fi (IS, IF, I2, ID, IM, IP) (37,16 €/fm, -0,6%): Der Preis für Industrieholz ist im Vergleichzeitraum gleich geblieben. Auswertungsbasis 1.884 fm.
  • Brennholz weich (33,95 €/fm).Der Preis für Brennholz ist somit immer noch auf sehr hohem Niveau. Auswertungsbasis 3.285 fm.

Alle angegebenen Preise verstehen sich frei Waldstraße exkl. USt. 

Jahres-Rückblick

Für Sortimente die auch im Quartal zu wenig Meldungen haben, geben wir hier einen Überblick über den Jahrespreis (1.2.2011-31.01.2012):

  • Zirbe Blochholz B/C Mischpreis (183,60 €/fm, +20%):  Der Preis für die Zirbe ist gegenüber dem letzten Jahrespreis sehr stark gestiegen. Die Preise einzelner Partien dieser Holzart sind allerdings stärker als bei den Massensortimenten von Menge und Qualität abhängig. Es wurden 2.600 fm ausgewertet.

Alle angegebenen Preise verstehen sich frei Waldstraße exkl. USt. 

Rundholzpreisindex Tirol IV. Quartal 2011 (RUPI): 148,290%; Jänner 2012: 143,465%

Monatsindex Jänner 2012 143,465%: Der Monatsindex ist im Jänner erstmalig seit längerer Zeit deutlich gefallen (-2,943%) bei einem Preis von 93,67 €/fm.

Quartalsindex (IV/11) 148,290%: Der Tiroler Rundholzpreisindex ist im vierten Quartal des Jahres mit +2,228 % gegenüber dem III. Quartal 2011 weiter geringfügig gestiegen. Der aktuelle Wert liegt damit wieder weit über dem langjährigen Durchschnitt. Die der Berechnung zu Grunde liegenden Durchschnittspreise für das Fi-Standardsortiment (Güteklasse B/C; Stärkeklasse 2a-3b) lagen im IV. Quartal 2011 bei 96,82 €/fm, im III. Quartal 2011 bei 94,71 €/fm.

Nähere Informationen, Zeitreihen und Berechnungsdetails zum Tiroler Rundholzpreisindex finden Sie hier. 

Brennholzpreisindex Tirol 2011 (BHI): BHI IV. Quartal 2011 203,458%

Aufgrund einiger Anfragen berechnen wir ab sofort auch einen Brennholzpreisindex (BHI). Der BHI wird quartals- und jahresweise berechnet.
Für das Quartal IV. 2011 beträgt der Brennholzpreisindex 203,458%. Damit ist der BHI gegenüber dem III.Quartal 2011 stark gestiegen (+18,130%). Bezugsbasis ist der Wert des Jahres 2005 (100%)
.
Details zur Berechnung finden sie 
hier. Externer Link

Brennholzpreis umgerechnet in Atrogewichtspreis

Entfällt diesen Monat aufgrund der zu geringen Meldemenge für dieses Sortiment.

Stellungnahme des Fachverbandes der Tiroler Sägeindustrie zur aktuellen Holzmarktlage

Alles beim Alten!

So  oder ähnlich kann die derzeitige  Holzmarktsituation  beurteilt werden. Die in den letzten Monaten  stark zurückgegangene Nachfrage auf dem für Tirol wichtigsten  Absatzmarkt Italien  hält nach wie vor an. Sparpakete und die daraus resultierende  wirtschaftlichen Unsicherheiten wirken sich negativ auf die  Liquidität der Betriebe aus  und verstärken die unbefriedigende Absatzsituation.

Sorgen bereiten den Sägewerken und Holzlieferanten die zunehmende  Verlängerung der Zahlungsziele in Italien, welche teilweise weit über akzeptierbare Zeiträume  hinaus gehen.

In anderen Ländern  wie  beispielhaft Ägypten, Lybien, Algerien usw. fehlt noch die politische Stabilität damit sich der Markt  wieder  zufriedenstellend entwickeln kann. Der Export in diese Länder  ist nach wie vor sehr schwierig.

Weiters ist zu erwarten, dass sich die Marktsituation durch Finnland und Schweden noch verschärfen wird. Dort stehen nämlich der Sägeindustrie für die kommenden Wochen und Monate eine Menge von mehreren Millionen Festmeter an relativ günstigem Schneebruchholz zur Verfügung.

Alles in Allem sind die Aufnahmekapazitäten in den verschiedenen Märkten nicht gegeben. Damit ist auch der Druck auf die Preise nach wie vor vorhanden.

Besonders hart trifft es dabei die Verpackungsware und den Schnittholzbereich.

Weiterverarbeitete Holzprodukte stehen ebenfalls unter Preisdruck.

Die Absatzentwicklungen strahlen natürlich auch auf die Rohstoffversorgungsseite aus. Um in Richtung einer ausgeglichenen bzw. akzeptablen Ertragslage bei den Sägewerken zu kommen, wird  eine Anpassung der Rundholzpreise an die gegebene Absatzmarktsituation in den kommenden Wochen unausweichlich notwendig werden.

Zudem werden die Betriebe ihre Einschnittkapazitäten entsprechend der Nachfrage zurück fahren müssen.

Plattform Forst – Holz Tirol

Im Jahr 2010 wurden insgesamt mehr als 167 Holzverkäufe und Nutzungen über die Plattform Forst-Holz Tirol angebahnt.
Alle Partnerfirmen der Plattform Forst-Holz Tirol erhalten detaillierte Informationen zu allen geplanten Holznutzungen im Tiroler Nichtstaatswald, die von den Waldbesitzern zur Veröffentlichung freigegeben wurden.

Sägewerke, Holzhändler, Vermarktungsorganisationen und Schlägerungsunternehmen können sich für diesen neuen kostenlosen Service jederzeit anmelden und erhalten dann detailliert folgende Informationen per e-mail:

  • Name + Adressdaten des Waldbesitzers
  • Holzmenge, Baumarten, Güte- und Stärkeklassen (geschätzt)
  • Lage der Nutzung (Karte + Koordinaten)
  • Bereitstellung, Holzabfuhr

Mit der Einladung zur Anbotstellung wird auch bereits ein vorbereiteter Schlussbrief versandt. Sägewerke, Holzhändler, Vermarktungsorganisationen und Schlägerungsunternehmen können sich mit der Unterzeichnung eines Datennutzungsvertrages (pdf 15 KB) für diesen Service anmelden. Nach Unterzeichnung dieses einfachen Datennutzungsvertrages und des Versandes an die Abt. Forstorganisation , z.Hd. Dr. Dieter Stöhr, Bürgerstraße 36, 6020 Innsbruck, erfolgt die Freischaltung dieses neuen Dienstes.

Weitere Informationen und ein Liste der bisher registrierten Partnerbetriebe finden sie unter Plattform Forst-Holz Tirol

Tiroler Holzmarktbericht Newsletter

Seit dem zweiten Halbjahr 2007 senden wir den "Tiroler Holzmarktbericht" auch direkt per e-mail an alle Interessierten. Sie erhalten damit zu Beginn jedes Monats als Erste alle Informationen zu den aktuellen Entwicklungen am Tiroler Holzmarkt. Den "Tiroler Holzmarktbericht" können sie hier www.tirol.gv.at/newsletter Externer Link bestellen und ebenso einfach wieder abbestellen.

Medienspiegel Österreich

Holzmarktbericht der Landwirtschaftskammer Österreich (Stand Mitte Jänner):

Aktuelle Wirtschaftsanalysen zeigen, dass die Dynamik der Realwirtschaft in Europa weiter nachlässt, jedoch kein Einbruch der Wirtschaftsleistung zu erkennen ist. Im dritten Quartal 2011 gingen die Bauinvestitionen im Vergleich zu leichten Steigerungen in den ersten beiden Quartalen zurück. In naher Zukunft kann aufgrund verstärkter Anstrengungen zur Konsolidierung der öffentlichen Haushalte nicht mit einem Anspringen der Baukonjunktur gerechnet werden.

Nach Weihnachtsurlauben und Revisionsstillständen, die auf bis zu drei Wochen ausgedehnt wurden, bewegen sich die Rundholzlagerstände der Sägewerke auf hohem Niveau, teilweise ist die Anlieferung kontingentiert. Die Preise für Nadelsägerundholz sind aufgrund der guten Versorgungslage und Absatz bedingten Produktionsanpassungen der Sägewerke für das Leitsortiment Fichte B, Media 2b Österreich weit um zwei bis fünf Euro gesunken. Die Orkane „Joachim“ und „Andrea“ haben nur geringe direkte Schäden angerichtet. Die intensiven Niederschläge haben aber vor allem in Westösterreich regional Schneedruckschäden verursacht, die aber kein marktrelevantes Ausmaß erreicht haben. Die Aufarbeitung der Hauptmengen wird aufgrund der Schneemengen erst im Laufe des Frühjahrs erfolgen, die Einschlagsaktivität ist generell gesunken.

Waldbesitzern wird empfohlen, kein Rundholz ohne vertragliche Vereinbarungen zu produzieren und für einen raschen Holzabtransport zu sorgen. Auf Zahlungssicherheit und usancenkonforme Übernahme am Sägewerk sollte besonders geachtet werden.

Der Absatz von Laubsägerundholz gestaltet sich bei Rotbuche zäh, eine deutliche Belebung für die laufende Einschlagsaison ist nicht zu erwarten. Im Gegensatz dazu ist der Bedarf nach Eiche und Buntlaubhölzern bei attraktiven Preisen hoch. Ahorn ist ebenfalls gut nachgefragt. Dies spiegelt sich auch beim Mengenangebot bei den Wertholzsubmissionen in Nieder- und Oberösterreich sowie der Steiermark wieder, wo Eiche und Ahorn die Hauptmengen stellen. Die Esche verzeichnet eine leichte Nachfragebelebung.

Die Zellstoffpreise sind im letzten Quartal 2011 von hohem Niveau ausgehend um gut 15 % gesunken. Die Papier- und Zellstoffindustrie erwartet für 2012 insgesamt aber einen stabilen Holzbedarf. Die Preise für Schleifholz sind bei allgemein hohen Lagerständen der Papier- und Zellstoffindustrie für Neuabschlüsse das erste Quartal betreffend leicht zurückgegangen, die Zufuhr erfolgt weiterhin teilweise kontingentiert. Faserholz aller Holzarten und alle Plattenholzsortimente werden bei stabilen Preisen laufend übernommen.

Der Verbrauch der großen Energieholzkunden liegt aufgrund des bis Mitte Jänner sehr milden Winters deutlich unter dem Vorjahr. Der Energieholzmarkt verläuft dementsprechend ruhig.

Alle angegebenen Preise beziehen sich auf den Zeitraum Anfang Jänner 2012. Alle Preise sind Nettopreise, welchen die gesetzlich vorgeschriebene Umsatzsteuer von 10% bzw. 12% zuzurechnen ist.

Quelle: timber-online Externer LinkLandwirtschaftskammer Österreich Externer Link 

Holzmarkt in Süddeutschland

Vom Holzmarkt in Süddeutschland sind keine aktuellen Änderungen gemeldet worden.

Quelle: Holzkurier Externer Linktimber - online Externer Link,  Bayerische Forstverwaltung Externer Link

Holzmarkt in Südtirol

Informationen zum aktuellen Holzmarkt in Südtirol finden sie auf der Homepage des Landesbetrieb für Forst- und Domänenverwaltung Externer Link  

Kontakt

Autor: eMailIng. Roland Noichl, eMailDr. Dieter Stöhr

Inhaltliche Rückfragen zum Thema richten Sie an: eMailAbt. Forstorganisation