Tiroler erhält Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft 2004.
Am 12. Mai überreichte Bundesminister Dipl. Ing. Josef Pröll in Gunskirchen bei Wels in Oberösterreich dem Tiroler Waldbesitzer Wolfgang Enzenberg aus Pill bei Schwaz den begehrten Staatspreis für vorbildliche Waldwirtschaft. Die vielfältige Nutzung des Wertstoffes Holz unter seiner Betriebsführung und sein Engagement für Biomasse haben die Jury überzeugt.

V.l.n.r.: Vater Alfred Enzenberg, Preisträger Wolfgang Enzenberg, Minister Josef Pröll, Josef Nothegger (Foto Zwettler)
Seine 42 Hektar Wald bewirtschaftet Wolfgang Enzenberg fast zur Gänze selbst, nur in besonderen Fällen greift er auf die Leistungen des Maschinenringes zurück. Dabei hält er sich an einen Wirtschaftsplan, der sich an der Natur orientiert und die nachhaltige Bewirtschaftung seiner Wälder auf Dauer gewährleistet.
„Neben der Biokompost-Anlage ist die Waldwirtschaft für unsere Familie ein wichtiges Standbein. Die landwirtschaftlichen Flächen haben wir verpachtet, weil uns die Arbeit im Wald wesentlich mehr bringt.“, erklärt der stolze Staatspreisträger Wolfgang Enzenberg. „Aus dem Wald erwirtschaften wir etwa 25% unseres Einkommens“.

Familie Enzenberg (Foto Zwettler)
Enzenberg ist Bezirksobmann des Tiroler Waldbesitzerverbandes, Vorstandsmitglied beim Maschinenring Schwaz und Mitglied der Vermarktungsinitiative Ofenholz. Waldhackgut vermarktet er in Kooperation mit einem anderen Landwirt. Neben der Hauptstraße macht ein Schild neugierig: „Ökologisch heizen mit BP – Brennholz vom Plankenhof“<ins cite="mailto:U0092355" datetime="2004-05-13T10:30">.</ins> Dünne Stämme werden zu Hackgut, Zaunholz oder Schneestangen weiterverarbeitet. „Für Partyzwecke bieten wir finnische Öfen an, Buchensägemehl kommt als Brennmaterial für Räucherschränke auf den Markt.“, erklärt Enzenberg
weiter.
Enzenberg ist Landwirtschaftsmeister und hat sich sein forstliches Wissen in zahlreichen Weiterbildungen angeeignet. Mit seinem Allradtraktor mit Seilwinde, der Motorsäge und der persönlichen Schutzausrüstung trifft man ihn häufig bei der Waldarbeit. „Die Pflege seiner Jungwälder ist ihm ein besonderes Anliegen, damit die verschiedenen Baumarten optimal aufwachsen können. Neben Nadelbäumen wie Fichten, Lärchen und Tannen bieten Kirsche, Esche, Ahorn und Eiche ein buntes Bild“, freut sich der zuständige Bezirksforstinspektor Dipl. Ing. Michael Moling.
Der Plankenhof gilt überregional als Paradebetrieb für den Einsatz von Holz aus eigener Produktion: Das Holz für die Produktions- und Lagerhalle, den Bürotrakt samt Einrichtung, für das neue Hackschnitzellager und die Lagerbühnen der angrenzenden Schnapsbrennerei stammt aus dem eigenen Wald. Das Privathaus der Familie ist mit einer Stückgutheizung ausgestattet. Der Hof selbst, jetzt Zimmerei, ist an eine Biomasseheizung angeschlossen.
Nähere Informationen bei
DI Gerhard Müller, Gruppe Forst, 0512/508 4503,
g.mueller@tirol.gv.at


