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Staatspreis 2006

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Staatspreis 2006

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Familie Metzler aus der Wildschönau erhält Staatspreis 2006 für vorbildliche Waldwirtschaft

Familie Metzler bei der Staatspreisverleihung durch Bundesminister Josef Pröll. (Foto P. Kar)

Peter und Lucia Metzler aus der Wildschönau haben von Bundesminister Josef Pröll den Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft erhalten. Die intensive Nutzung des Waldes, die Liebe zum Baustoff Holz und das persönliche Engagement in der überbetrieblichen Zusammenarbeit haben die Jury überzeugt.

Der Wald spielt im Betrieb der Familie Metzler eine wichtige Rolle: 64% der Fläche, 45% der Arbeitszeit, 60% des Einkommens. „Unsere Waldbewirtschaftung folgt einem Waldwirtschaftsplan, den wir gemeinsam mit dem Forstdienst ausgearbeitet haben.“ betont Peter Metzler. „So können wir auf Dauer jährlich 550 fm Holz nutzen, ein Drittel stammt aus der Waldpflege.“ Bei der Waldarbeit hilft ihm sein Sohn. „Er ist Forstfacharbeiter und wird demnächst Forstwirtschaftsmeister sein. Ich selbst bin zusätzlich als Bioenergieberater ausgebildet.

Leuchtendes Beispiel für die Waldwirtschaft

„Tirol braucht solche Leute, die in der Waldbewirtschaftung beispielgebend sind. Fachgerechte Waldwirtschaft erhöht den lebenswichtigen Schutz vor Naturgefahren für die Gesellschaft, forstliche Kooperationen bieten Arbeitsplätze, und nicht zuletzt bleibt die Wertschöpfung im Lande.“ betont Agrarlandesrat Toni Steixner.

„Mit dieser Auszeichnung sollen der Einsatz, die Kreativkraft und die vielen guten Ideen der prämierten Waldbauern belohnt werden.“, betont ÖR Josef Heim, Obmann des Tiroler Waldverbandes. „Die Staatspreisträger sollen uns als leuchtende Beispiele und als Vorbilder dienen und uns zum Nachahmen bringen“.

Arbeit für die Gemeinschaft

Von Peter Metzlers großem Engagement für die Gemeinschaft ist Heim besonders angetan: „Er zeigt, dass sich der Blick über die eigenen Betriebsgrenzen hinaus lohnt, denn gemeinsam kann man viel mehr erreichen.“ An allen Kooperationen, die in den letzten Jahren in der Wildschönau mit Wald und Bioenergie zu tun hatten, ist Peter Metzler in verschiedenen Funktionen aktiv beteiligt:

  • Gründungsmitglied und langjähriger Obmannstellvertreter der Waldbauerngemeinschaft Wildschönau
  • Gründungsmitglied des Waldverbands Tirol und der Waldwirtschaftsgemeinschaft Tiroler Unterland
  • Obmann und Geschäftsführer der „Bäuerlichen Heizgenossenschaft Wildschönau“

Besonders in letzterer Funktion hat er sich für die Verwirklichung der Fernwärmeanlage eingesetzt. Sie wird ständig erweitert, der Holzverbrauch liegt derzeit bei jährlich 1.000 fm.

Auch bei der Waldarbeit ist Peter Metzler überbetrieblich tätig, so wird der Krananhänger auch bei anderen Waldbesitzern eingesetzt. Bei einer lokalen Gemeinschaft von drei Waldbauern, der „Arbeitsgemeinschaft Hohlriederberg“ ist er ebenfalls beteiligt, eine Funkseilwinde und ein Holzspalter werden gemeinschaftlich eingesetzt.

Vom Gastwirt zum Forstwirt

Staatspreisträger Peter Metzler: „Im Wald arbeiten wir ausschließlich mit der Persönliche Schutzausrüstung (PSA).“ (Foto P. Kar)

Für den aus einer Försterfamilie stammenden Peter Metzler war der Berufsweg zum Land- und Forstwirt eigentlich nicht vorgezeichnet. Nach der Matura in Innsbruck und einem Abiturientenlehrgang für Fremdenverkehrsberufe in Salzburg führte der ausgebildete Tourismuskaufmann in seiner Heimatgemeinde 13 Jahre lang einen sehr schön gelegenen Berggasthof. Letztlich hat aber doch die Liebe zur Land- und vor allem zur Forstwirtschaft gesiegt: Seit 1988 führt er den land- und forstwirtschaftlichen Familienbetrieb mit einer Gesamtfläche von 115 ha, davon 73 ha Wald, die Landwirtschaft mit Schwerpunkt Mutterkuh- und Schafhaltung ist seit 1993 ein Biobetrieb.

Nähere Informationen bei:
Dr. Hans-Peter Schroll, Leiter der Bezirksforstinspektion Kufstein, Bozner Platz 1 – 2, 6330 Kufstein, Tel.: 05372/606/6270, E-Mail: E-Mailhans-peter.schroll@tirol.gv.at