Staatspreis für Waldbauer Andreas Weißbacher in Auffach
Am 09. Mai überreichte Bundesminister Dipl. Ing. Josef Pröll in Salzburg dem Tiroler Waldbesitzer Andreas Weißbacher aus Auffach den begehrten Staatspreis für vorbildliche Waldwirtschaft. Sein beispielhaftes Engagement im eigenen Wald und seine Kooperation mit anderen Betrieben haben die Jury überzeugt.
Schon der Hofname „Holz“ weist auf den Stellenwert hin, den der eigene Wald für den Betrieb des Andreas Weißbacher hat. „Waldwirtschaft wie wir sie betreiben, rechnet sich.", betont Weißbacher. „Etwa ein Drittel meiner Arbeitszeit stecke ich in die Waldwirtschaft. Damit erwirtschafte ich rund 60% meines Einkommens.“
Waldbauer Andreas Weißbacher, Auffach, hat den Staatspreis 2003 für vorbildliche Waldwirtschaft erhalten.
Betrieb „Holz“ als Paradebeispiel erfolgreicher Waldwirtschaft
„Andreas Weißbacher ist ein Paradewaldbauer in der Region.“, lobt Hans-Peter Schroll von der Bezirksforstinspektion Kufstein den Preisträger. Er hat ihn aus mehreren Gründen für den Staatspreis nominiert. „Weißbacher bewirtschaftet seinen Wald nach einem genauen Plan und pflegt mit Weitblick junge Bäume. Außerdem arbeitet er in Gemeinschaften von Waldbauern, die gemeinsam marktorientierter wirtschaften können.“
Ein Muss - Schutzausrüstung bei der Waldarbeit
Weißbacher setzt sich auch für die ständige Weiterbildung der Gemeinschaftsmitglieder ein. Er gehört auch zu jenen Bauern, die bei der gefährlichen Waldarbeit auf ihre Sicherheit besonders achten. „Wir verwenden die komplette Schutzausrüstung, damit wir Unfällen vorbeugen“, betont der erfahrene Waldbauer.
Waldwirtschaft von Jugend an
Bereits mit 14 Jahren hat Weißbacher von seinem Vater eine Motorsäge geschenkt bekommen. „Damit habe ich ein Waldstück selbst bewirtschaftet", erinnert sich Weißbacher. Dass Waldwirtschaft finanziell etwas bringt, ist ihm schon damals klar geworden. Daher besuchte er die landwirtschaftliche Fachschule Rotholz, die er als Facharbeiter und Forstwirtschaftsmeister abschloss. "Danach habe ich mich ständig weitergebildet und mein Gefühl für den Wald weiterentwickelt", erklärt Weißbacher.
Rückschläge überwunden - Zukunft gesichert
Im Vorjahr hat es den Betrieb schlimm erwischt. Schneedruck und Windböen haben fast 5 Hektar Jungwald zerstört. „Die ganze Arbeit war umsonst. Ich habe zwar einen Teil des Holzes verkaufen können, aber den Schaden hat später einmal mein Sohn zu tragen. Immerhin haben wir in diesem Waldstück 40 Jahre Investition verloren.“ Waldwirtschaft heißt nämlich auch, an die nächste Generation zu denken. „Viele Früchte unserer Arbeit wird erst mein Sohn ernten können.", blickt der Bauer in die Zukunft. Mit seiner Begeisterung für den Wald hat er seinen ältesten Sohn Michael anstecken können. Der ist jetzt schon mit der Handsäge im Wald unterwegs.
Gemeinsam mit anderen Landwirten betreibt Andreas Weißbacher eine Biomasseheizung und optimiert den Arbeitsaufwand im Wald ständig weiter. 1993 hat er seinen Waldbesitz um 7 Hektar vergrößert, indem er umliegende Waldflächen gekauft hat. Die technische Ausrüstung entspricht dem neuesten Stand und seine Forstwege hält er vorbildlich in Schuss.
Vorbild in der Region
Zahlreiche Exkursionen einheimischer Waldbesitzer führen in Weißbachers Betrieb, weil er in der Region als vorbildlich geführter land- und forstwirtschaftlicher Betrieb bekannt ist. Seine Erfahrung und auch betriebswirtschaftliche Daten stellt er auch anderen zur Verfügung. In der überbetrieblichen Zusammenarbeit von Waldbesitzern ist Herr Weißbacher Initiator mehrerer Projekte im Bereich der Waldbewirtschaftung und Weiterverarbeitung von Forstprodukten.
Nähere Informationen bei:
Dr. Hans-Peter Schroll, Leiter der Bezirksforstinspektion Kufstein, Mobil 0676/88508-6270



