Ausgesprochen!

Grüner Daumen

Mei toll, es schneit schon wieder... Schnell, ab zur Bushaltestelle. Ich muss um Punkt Acht Uhr im Büro sein. Mein Daumen angelt nach der Buskarte in der Geldtasche. Glitsch – fast wär’ ich am Boden gesessen. Jetzt reicht’s. Heut’ ist es aber rutschig. Nichts wie rein in den Bus und die warme Heizung genießen. Kein nervenaufreibendes... [mehr...]

Bioindikation

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Bioindikation

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Abgase aus Industrie, Verkehr und Hausbrand können unsere Wälder schädigen. Schwefeldioxid, Stickoxide, Kohlenwasserstoffe und das Ozon sind nur einige Schadstoffe, die sich negativ auf die Vitalität der Bäume auswirken und den Waldzustand beeinträchtigen. Seit den frühen 80iger Jahren wird daher der Schadstoffgehalt in den Blättern und Nadeln der Waldbäume kontrolliert.

Was ist Bioindikation?

Österreichisches Bioindikatornetz 2010

Pflanzen nehmen Schadstoffe aus der Luft und dem Boden auf. Die in den Blättern/Nadeln gespeicherten Schadstoffmengen lassen Rückschlüsse auf die Luftqualität zu. Insbesondere dort, wo keine apparativen Messungen von Luftschadstoffen gemacht werden, ist die Bioindikation eine kostengünstige Kontrollmethode zur Überwachung der Luftqualität. In der Umgebung von Ballungsräumen zeigen sich anhand der Bioindikation teilweise noch immer erhöhte Schwefelbelastungen die an oder über den forstgesetzlichen Grenzwerten liegen (Hier Gesamtklassifikation 3).

Schwefelgehalte der Fichtennadeln in Tirol

Schwefelgehalte der Fichtennadeln in Tirol

Lokal hohe Schwefelbelastungen sind in den letzten Jahren kaum mehr aufgetreten. Die maximale jährliche Schwefelbelastung auf den Probepunkten des Bioindikatornetzes sind demnach laufend gesunken. Der forstgesetzliche Grenzwert von 0,11 % Gesamtschwefel im 1. Nadeljahrgang bzw. 0,14 % Gesamtschwefel im 2. Nadeljahrgang wurde in den letzten Jahren nur mehr an einzelnen Punkten erreicht bzw. überschritten.

Link zur Online-Datenbank des Bundesforschungs- und ausbildungszentrums für Wald in Wien, wo alle Daten der Länder zusammengefasst dargestellt sind. http://bfw.ac.at/ws/bin_online.auswahl Externer Link

Flechtenkartierungen

Schädigungsgrad der Flechten in Abhängigkeit von der Seehöhe

Eine weitere Methode der Bioindikation stellt die Untersuchung der Flechtengesundheit dar. Flechten werden seit mehr als 100 Jahre zur Erkennung von Luftbelastungen verwendet. Die Erhebung zeigt eine höhenabhängige Verteilung der Belastungszonen. In Tallagen und unteren Taleinhängen treten z.T. deutliche Beeinträchtigungen bei den Flechten auf. Über 1.500 m Seehöhe gibt es fast durchwegs ungestörtes Flechtenwachstum. Laut den Erhebungen aus den Jahren 1998 und 1999 waren auf den Probeflächen der Waldzustandsinventur die Flechten auf 55 % aller Probeflächen ungeschädigt, 35 % wiesen leichte Schäden auf und in 10 % aller Probeflächen waren mittlere bis starke Schäden vorhanden. Sehr starke Schäden (Flechtenwüsten) gibt es im Tiroler Wald nicht.