Waldzustandsinventur (WZI)
Beobachtungen seit den 80er-Jahren
![]() | Seit den frühen 80er Jahren kontrollieren Fachleute routinemäßig den Gesundheitszustand des Waldes in Mitteleuropa und in Tirol. Diese Waldzustandsinventuren sind ins Leben gerufen worden, weil Wälder im Erzgebirge großflächig abgestorben und starke Schäden im Umkreis von heimischen Industriestandorten aufgetreten sind. Waldsterben im Sinne von flächenhaftem Absterben von Wäldern gibt es in Tirol nicht. |
Fallende Nadeln - der Schmerzensschrei der Bäume
Der Gesundheitszustand der Bäume wird anhand des Blatt- bzw. Nadelverlustes in den Baumkronen beurteilt. Denn Bäume haben nur eine Möglichkeit mitzuteilen, wenn es ihnen nicht gut geht: Je schlechter die Umweltbedingungen wie Bodenqualität, Wasserversorgung, Trockenheit, Luftschadstoffe ect., umso mehr Blätter oder Nadeln wirft ein Baum ab. Nach internationalen Kriterien gelten Bäume ab 25 % Blatt-/Nadelverlust als geschädigt. Bei der Beurteilung des Waldzustandes werden fünf Beurteilungsstufen unterschieden (UN/ECE und EU Klassifizierung).
| Schadstufe | Nadel -/ Blattverlust | Gesundheitszustand |
| 0 | nicht verlichtet (bis 10 % Nadelverlust) | gesund |
| 1 | leicht verlichtet (>10 % bis 25 % Nadel-/Blattverlust) | Warnstufe |
| 2 | mittelstark verlichtet (>25 % bis 60 % Nadel-/Blattverlust) | geschädigt |
| 3 | stark verlichtet (über 60 % Nadel-/Blattverlust) | stark geschädigt |
| 4 | tot (100 % Nadel-/Blattverlust) | tot |

- gesund

- Warnstufe

- geschädigt

- stark geschädigt
Inhaltliche Rückfragen zum Thema Wald richten Sie an:
waldschutz@tirol.gv.at



