ALLGEMEINES:
Das Gfäll am Eingang ins Paznaun ist schon über Jahrzehnte als extrem steinschlaggefährdeter Straßenabschnitt bekannt. Nach Fertigstellung der Umgehung Gfäll im Jahr 2006 mit dem Tunnel Gfäll und der neuen Gfällbrücke stellt die Verlängerung der bestehenden Galerie um rund 400 Meter den Abschluss zur Herstellung einer sicheren Zufahrt ins Paznaun dar.
Neben den geologisch schwierigen Verhältnissen stellten die Anbindung an die bestehende Galerie, die Einbindung der Zufahrt zum Wehr des Kraftwerkes der Donauchemie und insbesondere die Überbaung der bestehenden Hangbrücke eine Herausforderung an das Planungsbüro Dipl.-Ing. Georg Pfenniger, Landeck, und an die Bauausführenden dar. Im Bereich der Hangbrücke waren talseitig Bohrpfähle bis in eine Tiefe von rund 15 Meter abzuteufen. Bergseitig wurden über die gesamte Bauloslänge Spritzbetonsicherungen und Ankerungen mit einer Böschungshöhe von bis zu 14 Meter hergestellt. Die Bauausführung wurde durch die Steilheit des Geländes, die beengten Platzverhältnisse und durch den Umstand erschwert, dass sämtliche Arbeiten unter Aufrechterhaltung des gesamten Verkehrs vom und ins Paznaun abzuwickeln waren.
Nach Abschluss der erforderlichen Behördenverfahren wurden die Arbeiten im Winter 2008/09 ausgeschrieben und im Frühjahr 2009 vergeben.
PROJEKTIERUNG, BAUAUSFÜHRUNG UND KOSTEN:
Die Planung der Galerieverlängerung mit dem dazugehörigen Straßenbaulos wurde von DI Georg Pfenniger ausgearbeitet.
Das Bauvorhaben wurde vom Amt der Tiroler Landesregierung, Abteilung Brücken- und Tunnelbau, ausgeschrieben und mit einer Auftragssumme von ca. € 5,2 Mio. an die Held & Francke BauGmbH vergeben.
Im Jahr 2009 wurde die gesamte bergseitig Sicherung und ein Großteil der Galerie hergestellt.
Im Jahr 2010 wurde die Lücke zur bestehenden Galerie geschlossen und die Verlängerung einschließlich der elektrotechnischen Ausrüstung fertiggestellt. Im Frühjahr 2011 wurden die Restarbeiten abgeschlossen.
Am 23.9.2011 fand die feierliche Eröffnung im Beisein von Landeshauptmann Stv. Anton Steixner statt.
ZUSTÄNDIGKEITEN:
Auftraggeber:
Land Tirol, Landesstraßenverwaltung, Gruppe Bau und Technik, Abteilung Brücken- und Tunnelbau
Planung Galerie und Straßenplanung:
Ingenieurbüro DI Georg Pfenniger, Landeck
Geotechnische Betreuung:
Grund & Boden Geotechnik GmbH, Innsbruck
Planung elektrotechnische Ausrüstung:
DI Klaus Unterkircher, Innsbruck
Bauausführung:
Held & Francke BauGmbH, Innsbruck
Bauüberwachung:
Land Tirol, Landesstraßenverwaltung, Baubezirksamt Imst

































