Verkehrskontrollen stellen grundsätzlich eine wichtige und unverzichtbare Maßnahme im Bereich der Verkehrssicherheit dar. Der Tiroler Landtag hat sich daher mit Beschluss im Herbst 2003 zur Umsetzung des Tiroler Kontrollstellenkonzeptes entschlossen.
Was geschieht auf den Kontrollstellen?
Folgende Kontrollstellen wurden bisher errichtet bzw. sind in Planung:
Hier erhalten Sie weitere Informationen:
| Kontrollstelle Radfeld |
| Kontrollstelle Kundl | |
| Kontrollstelle Brenner |
| Kontrollstelle Leisach |
| Kontrollstelle Loferer Straße |
| Kontrollstelle Musau |
| Kontrollstelle Nauders |
Kontakt:
Abteilung Verkehrsplanung
A-6020 Innsbruck, Eduard-Wallnöfer-Platz 3
++43(0)512/508-4081
++43(0)512/508-4085
verkehrsplanung@tirol.gv.at
Kontrollstelle Radfeld
Das Land Tirol und die ASFINAG schlossen im Juni 2004 einen Vertrag zur Errichtung der KOST Radfeld ab. Im August 2004 wurde mit den Bauarbeiten für das insgesamt 4,6 Mio. € teure Projekt begonnen. Die Eröffnung fand am 25.April 2005 statt. Mit den KOST Kundl und Radfeld ist es nun möglich, beide Fahrtrichtungen der A12 effektiv zu kontrollieren.
Neben dem Kontrollgebäude samt Flugdach (mit 1.700 m²) wurde insgesamt 16.000 m² Verkehrsfläche errichtet. Auf dem östlichen Parkplatz finden 35 Sattel- bzw. Lastzüge Platz, in Blockaufstellung sogar etwa 70 SLZ.
Für die Planung der KOST Radfeld wurden die Erfahrungen aus Kundl berücksichtigt. So wurden u.a. Rampen zwischen den Kontrollspuren errichtet, als auch eine halbautomatische Verkehrssteuerung innerhalb des Platzes installiert. Mittels Prismenwendern und LED-Anzeigen können für die verschiedenen Kontrollarten (Lkw-, Bus- oder Gesamtverkehr) unterschiedliche Spuren zugewiesen werden.
Im Rahmen der Vorselektion werden bestimmte Merkmale eines Schwerfahrzeuges automatisiert erfasst (Höhe, Gesamtgewicht, Achslasten und –abstände sowie Maut). Auf die Kontrollspur werden nur verdächtige Fahrzeuge ausgeleitet, alle übrigen können somit ohne Behinderung weiter fahren.
Die halbautomatische Spurzuweisung über dynamische Verkehrszeichen erleichtert den Beamten das Sortieren der Fahrzeuge auf 2 Kontrollspuren und eine Durchfahrtsspur.
Kontrollstelle Kundl
Als erste Kontrollstelle In Österreich wurde bereist im Jahr 2000 die Kontrollstelle in Kundl in Fahrtrichtung Kundl in Betrieb genommen. Vorerst als Provisorium geplant, wurde die Anlage bereist eine Jahr später großzügig erweitert und mit einem Flugdach versehen.
In Summe wurden in Kundl durch das Land Tirol und die ASFINAG ca. 2 Mio. EUR investiert. Im Jahr 2005 wurde die Ausleitung an den Standard der VBA (Verkehrsbeeinflussungsanlage) in Tirol angepasst.
Der Kontrollplatz hat eine Gesamtgröße von 9.600 m², das Dach umfasst 1.600 m². Als Büroräumlichkeiten dienen fest montierte, klimatisierte Container. Der Polizei steht als Dienststelle die Kontrolle Radfeld mit ihren Räumlichkeiten zur Verfügung. Personell bilden die Kontrollstelle Radfeld und Kundl eine Einheit, damit bestmöglich und flexibel auf die sich rasch ändernden Rahmenbedingungen reagiert werden kann.
Kontrollstelle Musau
In Musau im Bezirk Reutte wurde an der B179 Fernpassstraße die erste Kontrollstelle an einer Landesstraße in Österreich im Frühjahr 2005 in Betrieb genommen. Dieser Kontrollplatz weist rein technisch gesehen die gleichen Ausstattungen auf wie jene an der A12 Inntal Autobahn. Das Gesamtvolumen der Anlage betrug ca. 1,5 Mio. EUR. Die Anlage ist außerdem für eine Grenzkontrolle im Fall einer vorübergehenden Aufhebung des Schengener Abkommens geplant und ausgerüstet worden.
Neben dem Gesamtgewicht können ebenfalls automatisch die Achslasten und eine Höhenüberschreitung festgestellt werden.
Kontrollstelle Nauders
Am Grenzübergang der B180 Reschenstraße in Nauders ging im Jahr 2006 die nächste Kontrollstelle des Landes in Betrieb. Insgesamt wurden für dieses Projekt 1,6 Mio. EUR veranschlagt. Von den technischen Einrichtungen her orientierte sich Nauders an der Kontrollstelle Musau an der B179 Fernpassstraße.





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