Gemeindeübergreifende Zusammenarbeit am Seefelder Plateau

Umfahrung Scharnitz, Sanierung Volks- und Musikschule Seefeld

Kategorien: LR Tratter, Bezirke & Gemeinden, Bauen & Wohnen AutorIn: Alexander Erhart
Bei der Baustellenbesichtigung "Umfahrung Scharnitz" v. li. Friedrich Berger, Alexander Gaugg (Vize-Bgm Scharnitz), Isabella Blaha (Bgm Scharnitz) und LR Johannes Tratter.
Bei der Baustellenbesichtigung "Umfahrung Scharnitz" v. li. Friedrich Berger, Alexander Gaugg (Vize-Bgm Scharnitz), Isabella Blaha (Bgm Scharnitz) und LR Johannes Tratter.
Volks- und Musikschulausbau in Seefeld: V. li. Alexander Gaugg (Vize-Bgm Scharnitz), Isabella Blaha (Bgmin Scharnitz), LR Johannes Tratter, Josef Kneissl (Vize-Bgm Seefeld) und Bernd Gatz (Bauamtsleiter Seefeld).
Volks- und Musikschulausbau in Seefeld: V. li. Alexander Gaugg (Vize-Bgm Scharnitz), Isabella Blaha (Bgmin Scharnitz), LR Johannes Tratter, Josef Kneissl (Vize-Bgm Seefeld) und Bernd Gatz (Bauamtsleiter Seefeld).

Zum Austausch über aktuelle Projekte traf LR Johannes Tratter heute, Freitag, mit der Scharnitzer Bürgermeisterin Isabella Blaha, Obfrau des Planungsverbandes Seefelder Plateau, zusammen.

Das aktuell größte Projekt am Seefelder Plateau ist die Umfahrung Scharnitz. LR Tratter überzeugte sich gemeinsam mit BGMin Blaha an der Tunnelbaustelle von den Fortschritten. Die Fertigstellung des rund 34 Millionen Euro teuren Großprojekts, das im Auftrag des Landes Tirol realisiert wird, erfolgt im Jahr 2018. „Für die Bevölkerung hat die zügige Realisierung dieses Großprojekts absolute Priorität. Die Umfahrung Scharnitz ist zudem ein gutes Beispiel für die Bedeutung regionaler Schwerpunktsetzung und Zusammenarbeit. Hier sind die Planungsverbände immer stärker einbezogen und gefordert. Das Land Tirol begrüßt entsprechende Kooperationen und fördert Vorhaben, die einen Mehrwert für die gesamte Region bringen, künftig noch stärker als bislang“, hält LR Tratter fest und verweist auf einen aktuellen Beschluss der Landesregierung.

Die Umfahrung Scharnitz beginnt südlich der Ortseinfahrt von Scharnitz an der bestehenden B177. Von dort schwenkt die neue Trasse nach links in Richtung Norden über den Talboden, überquert den Gießenbach (Brücke Gießenbach) und führt am nördlichen Ende des Sportplatzes in den 959 m langen Tunnel Porta Claudia. Der Tunnel endet unmittelbar nördlich der Porta Claudia Straße. Nach rund 100 Metern überquert die Umfahrungsstraße die Isar (Isarbrücke) und mündet unmittelbar vor der Staatsgrenze in die bestehende B177 ein. Die neue Trasse ist 2.180 m lang.

Bildungsschwerpunkt: Volks- und Musikschule

Seefeld Ein weiteres gemeindeübergreifendes Vorhaben wurde erfolgreich am Standort Seefeld umgesetzt. Die Sanierung und zeitgemäße Weiterentwicklung der Volks- und Musikschule ist ein wichtiger Beitrag zum Ausbau der Bildungsinfrastruktur am Seefelder Plateau. Das Land Tirol hat dieses Vorhaben mit einem Gesamtbetrag von 1.250.000 Euro aus dem Gemeindeausgleichsfonds (GAF) unterstützt und darüberhinaus eine Sonderförderung für digitale Tafeln (Smart Boards) zur Nutzung in der Musikschule und NMS gewährt, informiert Gemeindelandesrat Johannes Tratter.

Für Bürgermeisterin und PV-Obfrau Isabella Blaha bringt die Zusammenarbeit über die Gemeindegrenzen hinaus einen Mehrwert für alle: „Gerade die Musikschule, deren Angebote von Schülerinnen und Schülern unterschiedlicher Gemeinden genutzt werden, ist hier ein gutes Beispiel. Die Zusammenarbeit am Seefelder Plateau läuft insgesamt gut und zeigt noch viel Potenzial für die weitere Zukunft!“

Neue GAF-Richtlinien zugunsten stärkerer interkommunale Zusammenarbeit

Die Kooperation von Gemeinden wird seitens des Landes künftig noch stärker als bislang forciert, um größere Vorhaben von regionaler Bedeutung wirtschaftlich und gut abgestimmt umzusetzen, erklärt LR Tratter entsprechende Zielsetzungen: „Auf koordinierte Weise ist ein sehr effizienter Mitteleinsatz möglich, die finanziellen Ressourcen der Gemeinden sowie des Landes werden optimal genutzt. Zudem garantiert diese Form der Kooperation die geordnete Weiterentwicklung der Infrastruktur – ein wichtiges Argument, wenn wir der Bevölkerung trotz notwendiger Sparsamkeit auch künftig eine möglichst hohe Lebensqualität garantieren wollen.“