Dienstnehmerwohnungen

2.1. Wer kann Förderungswerber sein?

Der Förderungswerber muss Eigentümer (Wohnungseigentümer) oder Bauberechtigter der betreffenden Liegenschaft sein bzw. werden.

Das Land gewährt Förderungskredite an:

  • eigenberechtigte natürliche Personen,
  • juristische Personen oder eingetragene Personengesellschaften,
  • Gemeinnützige Bauvereinigungen, welche mit Zustimmung des Landes Dienstnehmerwohnungen errichten und diese an Unternehmen mit Bedarf an Dienstnehmerwohnungen übertragen (verkaufen, vermieten)
  • Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermögensmassen

Eine Förderung kann nur dann erfolgen, wenn ein konkreter Bedarf an Wohnungen für familienfremde Dienstnehmer gegeben ist. Ein Bedarf an Dienstnehmerwohnungen ist insbesondere dann nicht gegeben, wenn bestehende Personalunterkünfte oder Personalwohnungen in Gästezimmer umgewandelt und dafür Ersatz geschaffen werden soll.

Über das Vorliegen des Bedarfes an Dienstnehmerwohnungen kann vom Land eine Stellungnahme z.B. der Kammer der gewerblichen Wirtschaft, der betreffenden Gemeinde usw. verlangt werden.

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2.2. Wer darf geförderte Dienstnehmerwohnungen bewohnen?

Geförderte Wohnungen für Dienstnehmer dürfen höchstens zu einem kostendeckenden Betrag an familienfremde Dienstnehmer überlassen werden.

Zur Vermeidung des Leerstehens von geförderten Dienstnehmerwohnungen können diese mit Zustimmung des Landes auch Dienstnehmern anderer Unternehmen überlassen werden. Die Verantwortung für die ordnungsgemäße Vergabe und Nutzung der Wohnung(en) liegt beim Förderungswerber. Für den Fall der zweckwidrigen Nutzung der Wohnung(en) wird die Förderung gekündigt und zusätzlich zum aushaftenden Kreditrest noch ein Betrag in der halben Höhe der ursprünglichen Förderung zurückgefordert.

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2.3. Wer zählt zu den familienfremden Dienstnehmern?

Familienfremd sind Dienstnehmer, die dem Förderungswerber nicht nahe stehen. Als nahe stehende Personen gelten der Ehegatte oder die Ehegattin, Kinder, Wahlkinder, Enkel, Urenkel, Eltern, Großeltern, Urgroßeltern, Geschwister, Neffen, Nichten, Stiefeltern und Stiefkinder, Pflegekinder, Schwiegereltern und Schwiegerkinder sowie jene Person mit ihren (Wahl-, Pflege-) Kindern, die mit dem Förderungswerber in einer Haushaltsgemeinschaft lebt, die in wirtschaftlicher Hinsicht mit einer Ehe vergleichbar ist.

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