Energiesparende und umweltfreundliche Maßnahmen (z.B. Solaranlage)

Das Land gewährt in Verbindung mit geförderten Neubauvorhaben Zusatzförderungen in Form eines nicht rückzahlbaren Zuschusses.

Höhe des Zuschusses

Die Höhe des Zuschusses ergibt sich aus der Gesamtzahl der Punkte multipliziert mit der förderbaren Nutzfläche und multipliziert mit dem Punktewert von:

  • 12,— für Gebäude ≤ 300 m2 Nutzfläche
  • 10,— für Gebäude > 300 m2 Nutzfläche

Bei der Zusatzförderung sind höchstens 19 Punkte möglich. Somit ergibt sich eine Fördersumme von
25.080,— (19 Punkte x 12,— x 110 m²). Wird zusätzlich eine thermische Solaranlage (max. 20 m² pro Wohnung förderbar) installiert, ergibt sich eine Fördersumme von 29.280,—.

Förderbare Maßnahmen auf einen Blick

Zuschuss förderbare Maßnahmen

Verbesserung der Energieeffizienz

  • Verbesserung ≥ 16,67 % (10er Linie; max. 34 kWh/m²a)
    zur Grundanforderung HWBRef,RK oder .......................................................................... 3 Punkte *
  • HWBRef,RK [kWh/m²a] ≤ 23 mit Komfortlüftungsanlage ................................................... 7 Punkte

* Bei Energieträger Erdgas gibt es für diese Verbesserung keine Zusatzförderung!

TIPP: Passivhäuser erreichen in der Regel die Stufe mit 7 Punkten. Weiters sind Zusatzpunkte für z.B. Heizungsanlage, Komfortlüftungsanlage und Luftdichtheitstest möglich.

Hocheffiziente alternative Energiesysteme

  • Biomasseheizung (z.B. Pellets, Hackgut, Stückholz) oder .............................................. 3 Punkte
  • Wärmepumpen (Wärmequelle: Grundwasser, Erdreich, Luft) oder ................................ 3 Punkte
  • Fern-/Nahwärme (aus mindestens 80% erneuerbarer Energie, Abwärme) .................... 1 Punkt
  • Thermische Solaranlage je m² Kollektor-Aperturfläche * ................................................. 210,-

Eine Liste der förderbaren Haustechniksysteme finden Sie in der GET-Datenbank.

Die fachgerechte Ausführung der Anlage ist mittels Abnahmeformulare (Herunterladen F97 - Abnahmebestätigung Haustechnik) zu bestätigten.

* Solaranlagen

  • Produktzertifizierung nach "Solar-Keymark"-Richtlinie oder "Austria Solar" Gütesiegel erforderlich
  • Kollektor-Aperturfläche pro Wohnung:
    für Gebäude ≤ 300 m² Wohnnutzfläche mindestens 4 m²
    für Gebäude > 300 m² Wohnnutzfläche mindestens 2 m²
  • maximal 20 m² pro Wohnung
  • mindestens 50 Liter Speicherinhalt pro m² Kollektor-Aperturfläche
  • Wärmemengenzähler erforderlich
Wärmepumpe

Energie und Energieversorgung

Thermischer Komfort im Sommer

  • Sonnenschutzeinrichtungen (z.B. Außenraffstore, Rollläden) ................................................. 1 Punkt
    Passive Maßnahmen zur Vermeidung sommerlicher Überwärmung der Räume an Ost-, Süd- und West-Fassaden sowie Räume mit Dachfenstern (außenliegende, elektrisch betriebene, bewegliche Sonnenschutzeinrichtungen) werden im Rahmen der Zusatzförderung gefördert. Diese Sonnenschutzeinrichtungen, wie z.B. Außenraffstore und Außenjalousien, Rollläden und Senkrechtmarkisen müssen einen Abminderungsfaktor Fc-Wert ≤ 0,23 aufweisen, unabhängig von der Anwesenheit von Personen verwendbar sein (z.B. Zeitsteuerung) sowie eine für die Windverhältnisse am Standort geeignete Gebrauchstauglichkeit aufweisen.

Raumluftqualität

  • Komfortlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ............................................................. 3 Punkte
    Eine Komfortlüftung mit Wärmerückgewinnung ist im Rahmen der Zusatzförderung förderbar, wenn eine Zu- und Abluftanlage mit einem zentralen, dezentralen oder wohnungsbezogenen Lüftungsgerät (keine Einzellüfter) mit Wärmerückgewinnung installiert wird und bestimmte Effizienz- und Komfortkriterien erfüllt werden (Herunterladen Wohnbauförderungsrichtlinie). Die fachgerechte Ausführung der Anlage ist mittels Abnahmeformular (Herunterladen F97 - Abnahmebestätigung Haustechnik) zu bestätigen.

Eine Liste der förderbaren Haustechniksysteme finden Sie in der GET-Datenbank.

TIPP: Eine Komfortlüftungsanlage sorgt kontinuierlich für frische Raumluft, auch bei geschlossenen Fenstern. Außerdem bleiben Lärm, Pollen und lästige Insekten draußen. Zudem wird überflüssige Feuchtigkeit permanent abgeführt, damit Schimmel keine Chance hat. Wer die Fenster dennoch öffnen will, kann dies natürlich jederzeit tun.

Baustoffe und Konstruktion

ökologisch vorteilhafte Baustoffe (Ökoindex 3)

  • OI3TGH,BGF- Kennzahl ≤ 110 oder........................................................................................... 2 Punkte
  • OI3TGH,BGF- Kennzahl ≤ 70 .................................................................................................... 3 Punkte

Planung und Qualitätssicherung

Qualitätsnachweise für Planung und Ausführung

  • klimaaktiv Haus Silber oder Bronze Deklaration .................................................................. ½ Punkt
  • Passivhauszertifizierung nach PHI, klimaaktiv Haus Gold .....................................................1 Punkt

Qualitätsnachweis luftdichte Gebäudehülle

  • Luftwechsel Gebäude n50 ≤ 1,0 [1/h] oder ............................................................................... ½ Punkt
  • Luftwechsel Gebäude n50 ≤ 0,6 [1/h] .......................................................................................1 Punkt

TIPP: Risse und Fugen in einem Gebäude führen zu hohen Wärmeverlusten, mindern den Komfort und können zu Bauschäden führen. Diese entstehen meist innerhalb der Konstruktion und werden daher oft später erkannt. Mit dem Luftdichtheitstest kann während des Bauablaufes die Qualität der Gebäudehülle bestimmt und damit späteren Schäden vorgebeugt werden.

Beispiel Zusatzförderungen