Vorhaben in verdichteter Bauweise

3.1. Förderungskredit

Das Land gewährt einen Förderungskredit in der Form eines Fixbetrages pro Quadratmeter förderbarer Nutzfläche je nach Größe des durchschnittlichen Grundstücksanteiles (Grundverbrauches) pro Wohnung, die zur Abdeckung eines regelmäßigen Wohnbedürfnisses bestimmt ist.

bei einem durchschnittlichen
Grundstücksanteil (Grundverbrauch)
pro m² förderbarer Nutzfläche
von mehr als und höchstens FIXBETRAG
350 m² 400 m² EUR 620,-
300 m² 350 m² EUR 730,-
250 m² 300 m² EUR 830,-
200 m² 250 m² EUR 950,-
200 m² EUR 1.050,-

Die für die Berechnung des Förderungskredits (Wohnbauschecks) maßgebende förderbare Nutzfläche richtet sich nach der Anzahl der Personen, die im geförderten Wohnhaus (in der Wohnung) leben.

Bei einer Haushaltsgröße
von (Personen)
beträgt die FÖRDERBARE
NUTZFLÄCHE höchstens
1 oder 2 85 m²
3 95 m²
4 oder mehr 110 m²

Als nahestehende Personen gelten der Ehegatte oder die Ehegattin, der eingetragene Partner oder die eingetra-gene Partnerin, die Kinder, die Wahlkinder, die Enkel, die Urenkel, die Eltern, die Großeltern, die Urgroßeltern, die Geschwister, Neffen und Nichten, Onkel und Tanten, die Stiefeltern, die Stiefkinder, die Pflegekinder, die Schwiegereltern, die Schwiegerkinder sowie jene Person mit ihren (Wahl-, Pflege-)Kindern, die mit dem Förde-rungswerber in einer Haushaltsgemeinschaft lebt, die in wirtschaftlicher Hinsicht mit einer Ehe vergleichbar ist.

Im Falle der Errichtung einer Wohnung ohne weiteren Grundverbrauch (z.B. durch Einbau einer Wohnung in einen Dachboden) wird - sofern im Rahmen der verdichteten Bauweise nicht eine höhere Förderung zu gewähren ist - ein Fixsatz von EUR 620,-/m² (förderbarer) Nutzfläche gewährt.

Ein nach dem Rückzahlungsbegünstigungsgesetz, BGBl.Nr 340/1987, der Rückzahlungsverordnung LGBl.Nr. 52/1985, oder ein nach dem Tiroler Wohnbauförderungsgesetz 1991 gewährter Nachlass wird bei der Berechnung des Förderungskredits abgezogen, wenn die Gewährung des Nachlasses zum Zeitpunkt der Einreichung des Ansuchens um die Gewährung des Förderungskredits weniger als 10 Jahre zurückliegt.

3.1.1. Wie wird der Förderungskredit sichergestellt?

Der Förderungskredit ist durch Eintragung eines Pfandrechtes im Grundbuch sicherzustellen. Darüber hinaus ist im Grundbuch ein Veräußerungsverbot zugunsten des Landes Tirol einzutragen.

3.1.2. Wie und ab wann erfolgt die Auszahlung des Förderungskredits?

Der Förderungskredit ist mit den dafür vorgesehenen Formblättern (Baufortschrittsmeldungen) bei der Einreichstelle abzurufen. Diese Formblätter werden gleichzeitig mit der Förderungszusicherung übermittelt.

Die Auszahlung des Förderungskredits erfolgt nach grundbücherlicher Sicherstellung. Die Auszahlung richtet sich nach dem Baufortschritt und der Terminisierung der Auszahlung in der Zusicherung und beträgt

- nach Ausführung des Rohbaues (Dachgleiche)60 %
- nach dem Einsetzen der Fenster 90 %
- nach Fertigstellung und Bezug des Vorhabens100 %
des Förderungskredits.

3.1.3. Wie und ab wann ist der Förderungskredit zurückzuzahlen?

Der Förderungskredit hat eine Laufzeit von maximal 35 Jahren und ist wie folgt zurückzuzahlen:

Kreditkonditionen

Die Verzinsung des Förderungskredits beginnt mit 1. Jänner, 1. April, 1. Juli oder 1. Oktober, der dem Bezug des Wohnhauses (der Wohnung) nachfolgt. Die Rückzahlung erfolgt in Vierteljahresraten. Die erste Rate ist zum Ende des 3. Monats nach dem Beginn der Verzinsung fällig.

Nach oben

3.2. Wohnbauscheck

An Stelle eines Förderungskredits gewährt das Land einer förderungswürdigen natürlichen Person (als Eigentümer, Bauberechtigten) eine Förderung in der Form eines Wohnbauschecks. Diese Förderung beträgt 35 % des fiktiv ermittelten Förderungskredits. Der Wohnbauscheck reduziert sich nach § 45 Abs. 10 TWFG 1991 um einen Nachlass aus einer begünstigten Rückzahlung.

Vorteile:
- keine Rückzahlungen
- keine Sicherstellung im Grundbuch
- freie Verfügbarkeit über das geförderte Objekt nach 10 Jahren

Ein Wohnbauscheck wird demselben Förderungswerber im Regelfall nur einmal und nur für ein Objekt gewährt, das im Sinne der förderungsrechtlichen Voraussetzungen errichtet bzw. erworben wird, zur Befriedigung seines (ihres) regelmäßigen Wohnbedürfnisses (als Hauptwohnsitz) bestimmt ist und auch zumindest 10 Jahre im Sinne der Bestimmungen des TWFG 1991 verwendet wird. Innerhalb dieser Frist ist eine allfällige Veräußerung des geförderten Objektes nur mit Zustimmung des Landes zulässig.
Bei Nichteinhaltung der angeführten Bedingungen bzw. bei der Erteilung nicht wahrheitsgemäßer Auskünfte bei der Einreichung des Ansuchens ist die Förderung unter Anwendung des § 24 TWFG 1991 zurückzuzahlen.

Die Auszahlung des Wohnbauschecks erfolgt in der Regel frühestens nach Eintragung des (Wohnungs)Eigentums im Grundbuch sowie nach Maßgabe des Bauortschrittes und der Terminisierung der Auszahlung  in der Zusicherung.
Bei Endabrechnung müssen die, der Zusicherung zugrunde gelegten, Förderungsvoraussetzungen vorliegen. Andernfalls wird der Wohnbauscheck entsprechend gekürzt.

Nach oben

Nach oben