Baugrundstücke

Baugrundstücke sind vor allem Grundstücke, die mit Gebäuden, mit Ausnahme von land- oder forstwirtschaftlichen Wohn- oder Wirtschaftsgebäuden, bebaut sind, und unbebaute Grundstücke, die im Flächenwidmungsplan als Bauland, als Vorbehaltsfläche oder als Sonderfläche (nicht Sonderflächen für Schipisten, für Hofstellen, für landwirtschaftliche Intensivtierhaltung, für Austraghäuser und für sonstige land- und forstwirtschaftliche Gebäude) gewidmet sind. Beim Erwerb z.B. des Eigentums, eines Baurechtes, Fruchtnießungsrechtes, Gebrauchsrechtes, u.a. an einem Baugrundstück bedarf es einer persönlichen Erklärung des Erwerbers, dass kein Freizeitwohnsitz geschaffen werden soll.

Ein unbebautes Grundstück ist grundsätzlich innerhalb von 5 Jahren zu bebauen.

Auf Antragdes Rechtserwerbers kann diese Frist, bei besonders berücksichtigungswürdigen Gründen einmalig verlängert werden. Dabei ist wesentlich, dass der Antrag auf Baufristverlängerung vor dem Ablauf dieser Frist bei der Bezirksverwaltungsbehörde zu stellen ist. Eine nicht fristgerechte Bebauung ist von der Grundverkehrsbehörde mit Bescheid festzustellen. Nach Rechtskraft dieses Bescheides, stellt dieser Bescheid einen Exekutionstitel gem. § 352 der Exekutionsordnung dar. Das unbebaut gebliebene Grundstück kann in der Folge gerichtlich versteigert werden.

Es bestehen Ausnahmen von der Erklärungspflicht u.a. für bestimmte Erben und Vermächtnisnehmer (gesetzliche Erben), nahe Familienangehörige, Rechtserwerbe im Zuge eines Aufteilungsverfahrens nach Auflösung einer Ehe und bei Aufhebung einer Miteigentümergemeinschaft sowie bei Rechtserwerben von bestimmten "genehmigten Freizeitwohnsitzen".