Zusatzstoffe

Immer wieder stellt sich die Frage, was die auf den Verpackungen angegebenen E-Nummern eigentlich bedeuten.Diese Information der Lebensmittelaufsicht für Tirol, die ein Referat der Landessanitätsdirektion ist, verschafft Ihnen Klarheit.

In zahlreichen E-Nummern-Listen mit Erklärungen zu den einzelnen Stoffen finden sich stark verkürzte, teilweise unrichtige Angaben über eventuelle "Nebenwirkungen" von Zusatzstoffen, im Speziellen auch Farbstoffen (wie z.B. "E 124 - allergische Reaktionen", "E 127 - Allergien, Verdacht auf Schilddrüsentumore bei Tieren, Verdacht auf Hyperaktivität bei Kindern" usw.). Solche Angaben sind manchmal eher irreführend als hilfreich für den Konsumenten und können nur in einem allgemeinen Zusammenhang gesehen und bewertet werden.

Was sind Zusatzstoffe?

Als Zusatzstoffe werden all jene Stoffe definiert, die Lebensmitteln meist aus technologischen Gründen zugesetzt werden, ohne selbst Lebensmittel zu sein. In den meisten Fällen sind es synthetische Stoffe, es können aber auch natürliche Stoffe sein.

Zu den Lebensmittel-Zusatzstoffen gehören z.B.

  • Farbstoffe: Dienen zum Färben und Verschönern von Lebensmitteln.
  • Konservierungsmittel: Verlängern die Haltbarkeit von Lebensmitteln.
  • Antioxydantien und Synergisten: Behindern die Reaktion von Sauerstoff mit Lebensmittelinhaltsstoffen und damit Hintanhalten des Verderbs.
  • Emulgatoren: Durch Emulgatoren lassen sich nicht mischbare Flüssigkeiten, etwa Wasser und Öl, mischen
  • Zuckeraustauschstoffe: Werden als Zuckerersatz verwendet.
  • Süßstoffe: Werden als Ersatz für Zucker eingesetzt, beispielsweise in Limonaden.
  • Stabilisatoren, Verdickungsmittel und Geliermittel: Erleichtern die technische Verarbeitung und ermöglichen eine größere Stabilität und Formgebung der Lebensmittel und werden zum Verdicken von Flüssigkeiten verwendet. Andere Stoffe, wie Geschmacksverstärker, steigern den Eigengeschmack von Lebensmitteln. Schaumverhüter verhindern bei der Lebensmittelherstellung störende Schaumbildung und Antiklumpmittel machen rieselfähig und verhindern das Zusammenklumpen von Lebensmitteln, wie etwa Salz oder Staubzucker.

Grundlage für die E-Nummern ist die Lebensmittelfarbstoffverordnung, BGBl. Nr. 541/1996.

Die Verordnung enthält eine Liste mit allgemein zugelassenen Lebensmittelfarbstoffen, sowie zahlreiche Anwendungsbeschränkungen. Gewisse Lebensmittel dürfen nur mit bestimmten Stoffen gefärbt werden. Bestimmte Farbstoffe sind nur beschränkt zugelassen.

Die Farbstoffverordnung enthält auch einen umfangreichen Anhang über die erforderlichen Reinheitskriterien für die zugelassenen Farbstoffe.