Quellschutzmaßnahmen

Da die Trinkwasserknappheit weltweit zunimmt, sollten die derzeit bestehenden Reserven möglichst geschützt und unbeeinträchtigt bleiben. Dies kann durch Festlegen entsprechender Schutz- und Schongebiete erreicht werden.

Ein Schutzgebiet wird durch Bescheid der Wasserrechtsbehörde festgelegt und bindet den Adressaten, ein Schongebiet wird mit Verordnung des Landeshauptmannes festgelegt und richtet sich an einen unbestimmten Personenkreis. In diesen Gebieten sind zukünftige Maßnahmen wasserrechtlich anzeige- und bewilligungspflichtig, es können Nutzungsbeschränkungen und Verbote, die die Wasserqualität negativ beeinträchtigen können, ausgesprochen werden.

Diese werden durch die zuständige Behörde unter Beiziehung von Sachverständigen festgelegt.

Hier einige Beispiele:

  • Ausbringung, Lagerung und Ablagerung von Jauche, Gülle, Kläranlagenräumgut oder Klärschlamm.
  • Ausbringung von Düngern zur vegetationslosen Zeit
  • Intensivweide bzw. Massentierhaltung
  • Anwendung persistenter Pflanzenbehandlungs- und Schädlingsbekämpfungsmittel
  • Versickerung und Verrieselung von Abwässern
  • Lagerung, Leitung und Umschlag sowie Anwendung wassergefährdender Stoffe
  • Durchörterung bzw. Abtragung des Bodens bzw. Entnahme von Bodenmaterialien
  • Lagerung bzw. Ablagerung von Abfällen sowie die Errichtung von Abfallbehandlungsanlagen und Deponien
  • Untertägiger Abbau von mineralischen Rohstoffen
  • Vergraben von Tierkadavern