Was ist Trinkwasser-woher kommt es?

Trinkwasser ist Wasser, das in natürlichem Zustand oder nach Aufbereitung geeignet ist, vom Menschen ohne Gefährdung seiner Gesundheit ein Leben lang genossen zu werden, und das geruchlich, geschmacklich und dem Aussehen nach einwandfrei ist.

Diese Anforderungen werden erreicht, wenn insbesondere folgende Merkmale gegeben sind: Es soll klar und farblos sein, vor allem keine Trübungen oder Bodensätze aufweisen. Der Geruch soll neutral und keinesfalls unangenehm sein, wie zB. faul oder modrig. Der pH Wert (ist das Maß für den Säuregrad einer Lösung und beschreibt den Gehalt an Wasserstoff-Ionen im Wasser) sollte nicht unter 6,5 und nicht über 8,5 liegen. Fäkalkeime dürfen in 100 ml Trinkwasser nicht nachweisbar sein. Fäkalkeime sind Indikatoren für das Vorhandensein von Mikroorganismen aus dem Darmtrakt von Warmblütlern. Sie sind ein Hinweis auf die Möglichkeit des Vorhandenseins von Krankheitserregern. Eisen und Mangan sollen im Trinkwasser nur in geringsten Spuren enthalten sein, da sonst Trübungen, Färbungen oder unangenehmer Geschmack auftreten können. Ammonium sollte im Allgemeinen nicht enthalten sein, ansonsten ist es ein Hinweis auf eine Verunureinigung durch Jauche oder Abwasser. Des Weiteren sind Grenzwerte für Nitrat, Nitrit, Blei, chlorierte Wasserstoffe, Pestizide usw. festgelegt.

Wenn nun ein solcher Grenzwert (BGBl Nr. 304 vom 21 August 2001 Teil II) überschritten wird, müssen vom Wasserversorgungsunternehmer unverzüglich alle Maßnahmen gesetzt werden, um die einwandfreie Beschaffenheit des Trinkwassers bis zum Hausanschluss zu gewährleisten. Ist jedoch eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit gegeben, so sind die Abnehmer/Innen vom Betreiber unverzüglich in geeigneter Weise darüber zu informieren, dass das Wasser nicht mehr als Trinkwasser verwendet werden darf.

Das Trinkwasser der Österreicher wird zur Hälfte aus Grundwasser gewonnen, ca. 49% aus Quellwasser und nur 1% aus Oberflächenwasser. 85% der Österreicher sind Kunden eines öffentlichen Wasserversorgers. Diese fassen das Wasser von Quellen bzw. entnehmen es über Brunnen aus den Grundwasserfeldern und fördern es über Rohrleitungen zum Konsumenten. Das Wasser muss entsprechend den Vorschriften der Verordnung Trinkwasserverordnung - TWV auf seine Qualität überprüft und nötigenfalls entsprechend aufbereitet und/oder entkeimt werden.

Ca. 15% der österreichischen Bevölkerung beziehen ihr Wasser aus privaten Hausbrunnen, und sie müssen sich selbst um die Qualität ihres Trinkwassers kümmern. Auf Grund von oft mangelnder Quellschutzmaßnahmen und Quellschutzgrößen können sie besonders von Beeinträchtigungen unmittelbar betroffen sein.