Ferrarischule mit neuem Schwerpunkt Gesundheit und Pflege

Pflegeassistenzausbildung bereits ab 15 Jahren möglich

Kategorien:  LR TilgLRin PalfraderBildungPflege AutorIn: Elisabeth Huldschiner
Beate Palfrader und Bernhard Tilg stellten gemeinsam mit Schuldirektor Manfred Jordan, Bildungsdirektor Paul Gappmaier und AZW-Direktorin Waltraud Buchberger die neue Fachschule für Sozialberufe mit Schwerpunkt Gesundheit und Pflege vor.
LRin Beate Palfrader und LR Bernhard Tilg (beide Mitte) stellten gemeinsam mit v.li. Schuldirektor Manfred Jordan, Bildungsdirektor Paul Gappmaier und AZW-Direktorin Waltraud Buchberger die neue Fachschule für Sozialberufe mit Schwerpunkt Gesundheit und Pflege vor.

Am Standort der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe in der Weinhartstraße in Innsbruck, auch Ferrarischule genannt, wird in Kooperation mit dem Ausbildungszentrum West für Gesundheitsberufe AZW eine dreijährige Fachschule für Sozialberufe mit dem Schwerpunkt Gesundheit und Pflege eingerichtet, die im Herbst 2020 als Schulversuch starten soll.

„Wir bieten mit dieser Ausbildung ein innovatives, bedarfsorientiertes Bildungsangebot in den Bereichen Gesundheit und Pflege. An einem Gesundheitsberuf interessierte Jugendliche können bereits im Alter von 15 Jahren und nicht erst ab 17 Jahren die Schule besuchen – damit ergeben sich keine Wartezeiten“, informieren Bildungslandesrätin Beate Palfrader und Pflegelandesrat Bernhard Tilg. „Auf diese Weise wird ein weiterer Schritt gesetzt, um die Zahl dringend notwendiger Fachkräfte in der Pflege erhöhen zu können. Durch die Kooperation mit dem AZW für Gesundheits-, Krankheits- und Pflegeberufe in Innsbruck werden vorhandenes Know-how und Ressourcen gebündelt“, so die beiden LandesrätInnen unisono.

„Die Bundesregierung hat das Thema Pflege zu ihrem ersten Schwerpunkt gemacht. Das ist wichtig, denn die Zahl der Pflegebedürftigen in Österreich steigt“, betont auch Bildungsminister Heinz Fassmann „Deshalb stellen wir die Weichen für Gesundheits- und Krankenpflegeausbildungsangebote auch im Rahmen des berufsbildenden Schulwesens. Mit der Etablierung einer dreijährigen Fachschule für Sozialbetreuung und Pflege sowie einer 5-jährigen HLA für Sozialbetreuung und Pflege zielen wir auf die Bekämpfung des Fachkräftemangels im Pflegebereich ab.“

Pflegeassistenz in Lehrinhalte integriert

An der Schule werden die jungen Menschen zu PflegeassistentInnen ausgebildet und erhalten dadurch einen schnellen Zugang zu ambulanten und stationären Pflege- und Betreuungseinrichtungen. So sind Lehrinhalte aus der Pflegeassistenzausbildung in den Lehrplan der dreijährigen Fachschule für Sozialberufe integriert, sodass die AbsolventInnen nach Abschluss der Fachschule nur mehr die notwendigen Praktika durchlaufen müssen. „Die Jugendlichen schließen mit der Abschlussprüfung als Bürokauffrau bzw. -kaufmann und nach einem zusätzlichen halben Jahr in der Praxis als Pflegeassistentinnen und –assistenten ab“, erläutert LRin Palfrader das zukunftsweisende Konzept.

„Darüber hinaus bestehen für die jungen Menschen nach Abschluss der dreijährigen Fachschule vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten bis hin zum Diplomstudium Gesundheits- und Krankenpflege“, betont LR Tilg. „Dieser Bildungsweg führt nicht nur in eine Richtung, denn wer sich letztendlich nach den drei Jahren nicht für einen Pflegeberuf entscheidet, hat dennoch durch die breitgefächerten Lehrinhalte zahlreiche Berufschancen im medizinischen und privatwirtschaftlichen Bereich oder in der Verwaltung.“

Die Fachschule für Sozialberufe am Standort der Ferrarischule ist kostenneutral. Für den Betrieb der neuen Schule stehen ausreichend Lehrpersonal und Räumlichkeiten zur Verfügung.