Schulische Tagesbetreuung

BMB

Mit der schulischen Tagesbetreuung leisten Bund und Länder einen wichtigen Beitrag für mehr Bildungsqualität und Chancengerechtigkeit und erleichtern Eltern mit schulpflichtigen Kindern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Um den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen für Schülerinnen und Schüler zu decken, wurde zwischen dem Bund und den Ländern eine Vereinbarung gemäß Art. 15a B-VG über den weiteren Ausbau der ganztägigen Schulformen beschlossen.

Informationen zur schulischen Tagesbetreuung finden Sie auch auf der  Homepage des Bundes.

SchülerInnen

Elternbefragung 2017 - Bedarfserhebung für das Schuljahr 2017/18


Ganztagesschulen

Eine ganztägige Schulform (schulische Tagesbetreuung) im Sinne der schulrechtlichen Bestimmungen kennzeichnet sich dadurch, dass zusätzlich zum Unterricht ein Betreuungsteil geführt wird. Der Betreuungsteil besteht für die dort angemeldeten Schüler/innen aus Lernzeiten und Freizeitbetreuung, einschließlich der Mittagsverpflegung. Das tägliche Ende (von Montag bis Freitag) des Betreuungsteils wird innerhalb eines Rahmens von frühestens 16:00 Uhr und spätestens 18:00 festgelegt.

Mit Verordnung im BGBl. II Nr. 174/2015 wurden nun  neue Betreuungspläne für ganztägige Schulformen kundgemacht. Mit den Betreuungsplänen wird das Angebot im Freizeitteil und in der Lernzeit an Ganztagesschulen konkretisiert und eine klare Vorgabe für die Standorte erstellt.

Weitere Information dazu finden Sie  hier.

  • Hier finden Sie den  Leitfaden - Grundlagen zur Errichtung einer Tagesbetreuung in der Pflichtschule und eine  Checkliste.
  • Hier finden Sie die Informationen rund um den " Tiroler Bildungspool".
  • Fragen und Antworten rund um die schulische Tagesbetreuung  finden Sie hier.

Zahlen / Daten / Fakten

Standorte mit schulischer Tagesbetreuung / Ganztagesschulen in Tirol im Schuljahr 2016/17  finden Sie hier.

Und eine Übersicht zur Entwicklung der schulischen Tagesbetreuung in Tirol  finden Sie hier.


Antragsformulare

Für jeden Standort und jedes Schuljahr muss ein eigenes Ansuchen gestellt werden!
Bei schulübergreifendem Angebot der schulischen Tagesbetreuung ist der Standort anzugeben, an dem die Tagesbetreuung geführt wird.

Infrastrukturelle Maßnahmen umfassen die Einrichtung neuer Tagesbetreuungen sowie Qualitätsverbesserungen in der Infrastruktur für bereits bestehende schulische Tagesbetreuungen (max. 55.000,- Euro pro Gruppe ab 2015).

Jede Gruppe wird nur einmal gefördert.

Die Richtlinien zur Förderung finden Sie hier:


Organisation

  • Der Schulerhalter kann eine Schule (freiwillig) als ganztägige Schule bestimmen, wenn insgesamt sieben (an Sonderschulen drei) Schüler/innen eine Tagesbetreuung in Anspruch nehmen.
  • Der Schulerhalter hat eine Schule (verpflichtend) als ganztägige Schule zu bestimmen, wenn zu erwarten ist, dass mindestens 15 (an Sonderschulen mindestens sieben) Schüler/innen eine Tagesbetreuung in Anspruch nehmen werden.

Für wie viele Tage/Woche eine Tagesbetreuung erwünscht ist, ist sowohl bei freiwilliger als auch bei verpflichtender Einrichtung einer Tagesbetreuung nicht relevant.

Was ist zu tun?

  • Verantwortlich für die Umsetzung der schulischen Tagesbetreuung ist die Leiterin bzw. der Leiter der jeweiligen Pflichtschule (z. B. für Elternbefragung, Organisation und Qualitätssicherung, Erstellung des pädagogischen Gesamtkonzeptes);
  • Für die Freizeitbetreuung können entweder Lehrer/innen, Erzieher/innen oder Freizeitpädagogen bzw. Freizeitpädagoginnen eingesetzt werden;
  • Das Antragsformular für die Förderung des Personalaufwands ist vor Ende des jeweiligen Schuljahres an die Abteilung Bildung zu schicken;
  • Das Antragsformular für Infrastrukturförderung für das entsprechende Schuljahr kann jederzeit im Laufe des Schuljahres eingebracht werden;

Mehr Schule. Mehr Chancen – Die ganztägige Schule

Mehr Schule. Mehr Chancen – unter diesem Motto informiert das Bildungsministerium über die Vorteile und Möglichkeiten rund um die ganztägige Schule. Denn eines ist klar: Die beste Bildung für unsere Kinder gibt es dann, wenn genug Zeit dafür da ist. Für Lernen, für Spaß, für Bewegung, für Kunst, für Hausübungen, für Förderung.

Die ganztägige Schule bietet all das. Bis 2018 werden österreichweit daher über 400 Millionen Euro in ihren Ausbau investiert. Die Kampagne des Bundesministeriums für Bildung und Frauen informiert begleitend zu diesem Reformprojekt und bietet Aufklärung – für Eltern, für Lehrer/innen, für Schüler/innen, aber auch für Bürgermeister/innen und andere politische Entscheidungsträger/innen.

Unter  www.mehrschule-mehrchancen.at finden Sie alle wichtigen Fakten rund um die ganztägige Schule. Sollten Sie weiterführende Informationen benötigen, schreiben Sie einfach an  buergerservice@bmbf.gv.at oder wenden Sie sich an die Hotline des BMBF unter 01 / 53120 4405 (von Montag bis Donnerstag, 9-13 Uhr besetzt).

LRin Dr. Palfrader

Gesundheitsfolgenabschätzung Ganztagesschule

Die Lebenswelt Schule beeinflusst mit ihren Rahmenbedingungen (z.B. Schulklima, zeitliche Strukturierung des Unterrichtsalltags, Möglichkeiten, sich ausreichend zu bewegen, gesund zu essen) die Gesundheit von SchülerInnen und LehrerInnen. Der Aspekt, dass die Organisationsform der Ganztagsschule auch einen Einfluss auf die Gesundheit von Kindern nehmen könnte, ist bis dato wenig untersucht worden und sollte auch Gegenstand der laufenden politischen Diskussionen zum Ausbau der schulischen Tagesbetreuung sein. Die vorliegende Gesundheitsfolgenabschätzung möchte dahingehend einen Beitrag leisten.

Hier finden Sie den  finalen Bericht des Projektes Gesundheitsfolgenabschätzung Ganztagsschule und ein  Fact Sheet mit den zentralen Ergebnissen der Gesundheitsfolgenabschätzung.