Bildungskarenz plus

Allgemeine Information

Ziel der Förderung ist, die berufliche Qualifikation von Arbeitskräften zu erhöhen, um damit den Bestand an Beschäftigten möglichst hoch zu halten sowie die Arbeitslosigkeit zu vermindern. Das Sonderprogramm „Bildungskarenz plus“ ist eine zeitlich begrenzte Spezialförderung, die darauf abzielt, Arbeitskräfte auch während wirtschaftlich schwieriger Zeiten infolge der der Covid-19-Pandemie im Unternehmen zu halten und unter attraktiven Konditionen weiterzubilden. Es werden die dem Unternehmen entstehenden Aus- bzw. Weiterbildungskosten für den/die sich in Bildungsteilzeit/-karenz befindende/n Arbeitnehmer/innen gefördert.

Voraussetzungen

  • Fördernehmer/innen können Unternehmen mit Unternehmenssitz oder Zweigniederlassung in Tirol sein, deren Arbeitnehmer/innen die Bildungsteilzeit/-karenz in Anspruch nimmt/nehmen.
  • Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer (verlorener) Einmalzuschuss gewährt und beträgt 50 % der förderbaren Aus- bzw. Weiterbildungskosten, höchstens 3.000,00 pro Arbeitnehmer/in, der/die eine förderbare Bildungsmaßnahme im Sinne des § 5 in Anspruch nimmt.
  • Die Zahl der geförderten Arbeitnehmer/innen ist auf die Hälfte der Belegschaft, höchstens auf 30 Personen pro Unternehmen im Förderzeitraum beschränkt.
  • Es werden Bildungsmaßnahmen gefördert, für die das Arbeitsmarktservice (AMS) Weiterbildungsgeld oder Bildungsteilzeitgeld aufgrund der entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen (insb. Arbeitslosenversicherungsgesetz 1977, §§ 11 und 11a Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz - AVRAG, BGBl. Nr. 459/1993, zuletzt geändert durch BGBl. I Nr. 23/2020) gewährt.
  • Bildungsmaßnahmen müssen bei einem anerkannten Bildungsträger gemäß § 3 Z 9 der Rahmenrichtlinie absolviert werden. Die Bildungsmaßnahme kann auch im Unternehmen selbst stattfinden, sofern ein anerkannter Bildungsträger mit der Durchführung betraut ist.
  • Die Bildungsmaßnahme muss bei Bildungskarenz mindestens 20 Wochenstunden, bei Bildungsteil-zeit mindestens 10 Wochenstunden betragen oder einer vergleichbaren zeitlichen Belastung gleichzusetzen sein.
  • Die Bildungsmaßnahme darf höchstens zwölf Monate dauern.
  • Es werden nur Bildungsmaßnahmen gefördert, die bis zum 30.11.2020 begonnen wurden.

Weitere Fördervoraussetzungen:

  • das Vorliegen eines Zusammenhangs zwischen den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das Unternehmen und der Inanspruchnahme der Bildungsteilzeit/-karenz durch den/die betroffene/n Arbeitnehmer/innen
  • mindestens 75%ige Anwesenheit des/der betroffenen Arbeitnehmer/innen bei der zu fördernden Bildungsmaßnahme
  • der erfolgreiche Abschluss der zu fördernden Bildungsmaßnahme durch den/die betroffenen Arbeitnehmer/innen.

Förderbar sind die reinen Schulungskosten einschließlich der Prüfungsgebühren, sofern diese vom Bildungsträger als Teil der Schulungskosten in Rechnung gestellt werden.

Nicht förderbar sind Reisekosten, Diäten und öffentliche Steuern, Abgaben und Gebühren.

Fristen

Förderanträge sind spätestens 2 Wochen nach Zuerkennung des Weiterbildungsgeldes oder des Bildungsteilzeitgeldes durch die zuständige regionale Geschäftsstelle des Arbeitsmarktservice (AMS) bei der Abteilung Gesellschaft und Arbeit des Amtes der Tiroler Landesregierung elektronisch mittels Online-Formular einzureichen.

Zuständige Stelle

Erforderliche Unterlagen

Dem Antrag ist anzuschließen

  • Nachweis/e über die Zuerkennung der Bildungsteilzeit/-karenz und des Weiterbildungsgeldes oder des Bildungsteilzeitgeldes durch das AMS für den/die betroffene/n Arbeitnehmer/innen
  • Anmeldebestätigung/en des Bildungsträgers und, sofern bereits vorhanden, Nachweis/e über die Bezahlung der Kosten der Bildungsmaßnahme, lautend auf den/die Fördernehmer/innen
  • Angaben betreffend den Zusammenhang zwischen den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das Unternehmen und der Inanspruchnahme der Bildungsteilzeit/-karenz durch den/die betroffene/n Arbeitnehmer/innen
  • Angaben über erhaltene De-minimis-Beihilfen in den vergangenen zwei Steuerjahren und im laufenden Steuerjahr

Die Förderstelle kann im Einzelfall zusätzliche erforderliche Unterlagen/Informationen anfordern oder auf für die Beurteilung nicht erforderliche Unterlagen verzichten. Unvollständige Förderanträge können abgelehnt werden.

Kosten

Für die Antragstellung entstehen keine Kosten.

Zum Formular

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