Weiterbildungsbonus Tirol

Allgemeine Informationen

Ziel der Förderung ist, für Personen, die maximal über einen Pflichtschulabschluss ohne weiterführende Ausbildung verfügen, einen Anreiz zur beruflichen Höherqualifizierung zu schaffen und so die aktive Beteiligung am Arbeitsmarkt und die Beschäftigungsfähigkeit zu sichern. Im Sinn der Ziele des Europäischen Sozialfonds (ESF) und der ESF-Strategie Tirol 2020 wird diese Förderung gemeinsam mit dem ESF finanziert.

Die Förderung wird als nicht rückzahlbarer Einmalzuschuss gewährt. Die Förderung beträgt maximal 90% der nachgewiesenen Kosten der Bildungsmaßnahme (inklusive MwSt.) und/oder allfälliger Prüfungsgebühren. Die Förderhöhe der Bildungsmaßnahme richtet sich nach dem Ausmaß der Anwesenheit des Fördernehmers bei der Bildungsmaßnahme (maximal 90 % der nachgewiesenen Kosten bei mindestens 75%iger Anwesenheit, bei einer Anwesenheit von weniger als 75 % aliquot entsprechend der Anwesenheit).

Der Förderbetrag von maximal 3.000,00 pro Fördernehmer/in kann innerhalb der Geltungsdauer dieser Richtlinie bei Einhaltung der sonstigen Fördervoraussetzungen auf einmal oder in Teilen beantragt werden.

Die Auszahlung des Förderbetrages aufgrund der Förderentscheidung erfolgt nach Absolvierung der Bildungsmaßnahme direkt an den Bildungsträger.

Voraussetzungen

Fördernehmer/innen können sein
1. Arbeitnehmer/innen und freie Dienstnehmer/innen mit maximal Pflichtschulabschluss,
2. Arbeitnehmer/innen mit einem formal nicht anerkannten beruflichen Abschluss im Ausland, die als Hilfskräfte tätig sind,
3. selbstständige Unternehmer/innen mit maximal Pflichtschulabschluss oder formal nicht anerkanntem beruflichen Abschluss im Ausland, die seit mindestens einem Jahr als Ein-Personen-Unternehmen tätig sind.

Es werden Bildungsmaßnahmen und Prüfungen bei anerkannten Bildungsträgern gemäß § 2, die mit dem Land Tirol einen Vertrag über die direkte Abwicklung (Kooperationsvertrag) abgeschlossen haben, gefördert.

Für die Zuerkennung einer Förderung sind der Nachweis einer vorangegangenen Bildungsberatung und das Vorliegen eines Bildungsplanes erforderlich. Die Bildungsberatung hat bei einer anerkannten anbieterneutralen Einrichtung zu erfolgen. Dazu zählen die Bildungsberatungen der gesetzlichen Interessenvertretungen und der „Bildungsberatung Österreich – Netzwerk Tirol“ und alle IBOBB-zertifizierten Bildungsberatungen. Die Bildungsberatung erfolgt auf Basis der Vorgaben (Formulare) der Förderstelle.

Die vom Antragsteller/von der Antragstellerin beabsichtigte Bildungsmaßnahme muss der laut Bildungsplan vorgeschlagenen Bildungsmaßnahme entsprechen.

Fristen

Förderanträge sind frühestens 12 Wochen und spätestens 4 Wochen vor Beginn der zu fördernden Bildungsmaßnahme sowohl elektronisch mittels Online-Formular (einschließlich der Anweisungserklärung) als auch ausgedruckt und unterschrieben inklusive aller Unterlagen im Original einzureichen. Maßgeblich für die fristgerechte Einbringung des Antrages ist das rechtzeitige Einlangen des Antrages im Original.

Erforderliche Unterlagen

Folgende Unterlagen sind dem ausgedruckten Antrag hinzuzufügen:

1. Ein aktueller Nachweis über den arbeitsrechtlichen Status (Bestätigung Dienstgeber/in, Versicherungsdatenauszug der SVA, Gewerbeberechtigung, Firmenbuchauszug, etc.),
2. Beratungsprotokoll (im Original und unterschrieben),
3. Bildungsplan (im Original und unterschrieben),
4. Stammdatenblatt für Teilnehmer/innen an Maßnahmen des Europäischen Sozialfonds in der Förderperiode 2014 – 2020 (im Original und unterschrieben),
5. Angabe der Höhe der Kosten der Bildungsmaßnahme und/oder Prüfungskosten (Preisauskunft), sofern diese nicht aus dem Bildungsplan hervorgehen,
6. Nachweise über bereits zugesagte oder gewährte Unterstützungen anderer Förderstellen,
7. sofern der ordentliche Wohnsitz nicht in Tirol liegt, eine Bestätigung des Arbeitgebers/der Arbeitgeberin über ein aufrechtes Beschäftigungsverhältnis.

Kosten

Für die Antragstellung entstehen Ihnen keine Kosten.