Leitgedanken und Leitziele Bereich Frauen und Gleichstellung

1990 hat das Land Tirol den Bereich Frauen und Gleichstellung eingerichtet. Dieser Bereich gehört zur Abteilung Gesellschaft und Arbeit. Landesrätin Dr.in Christine Baur ist in der Tiroler Landesregierung für den Bereich Frauen und Gleichstellung zuständig.

Leitgedanken

Unser Anliegen ist die tatsächliche Gleichstellung von Frauen und Männern. Bis zur ihrer Erreichung ist spezifische Frauenförderung notwendig. Es ist unsere Aufgabe Benachteiligungen von Frauen abzubauen, Missstände aufzuzeigen, bestehende Strukturen zu hinterfragen und an ihrer Veränderung mitzuwirken.

Gleichstellung und ein gleichberechtigter Zugang zu den gesellschaftlichen Ressourcen sind die Voraussetzung für die optimale Entfaltung der menschlichen Potentiale, für nachhaltige Innovation und die Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben.

Gleichstellungspolitik ist für alle Lebens- und Politikbereiche relevant und richtet sich an Frauen und Männer. Es gibt keine geschlechtsneutrale Realität. Die Zugehörigkeit zu einem Geschlecht entscheidet auch heute noch über den Zugang zu Geld, Arbeit, Zeit und Macht und damit über private wie berufliche Chancen und Lebenswege.

Gleichstellungspolitik muss in der Lebensverlaufsperspektive umgesetzt werden undlangfristige Zeiträume in den Blick nehmen.

Die Berufs- und Familienorientierung hat für Frauen und Männer eine zentrale Bedeutung. Dafür ist die Realisierung einer geschlechtergerechten Aufteilung der Sorgearbeit wichtig.

Eine eigenständige Existenzsicherung soll für alle Frauen selbstverständlich und ohne Überlastung realisierbar sein.

Allgemeine Gleichstellungsziele 

  • Frauen und Männer sind gleichermaßen wirtschaftlich unabhängig. Sie verfügen über eine eigenständige Existenzsicherung und eine ausgewogene Life-Work-Balance. 
  • Frauen sind in allen Entscheidungspositionen und in Gremien der Wirtschaft, der Verwaltung und sonstigen Einrichtungen ausgewogen vertreten. Für eine lebendige Demokratie sind die Beteiligung und das Engagement von Frauen in allen gesellschaftspolitischen Bereichen wichtig. 
  • Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts sind nicht nur gesetzlich untersagt, sie werden auch gesellschaftlich erkannt und geächtet. Rollenklischees werden hinterfragt und abgebaut. Menschen können nach ihren Fähigkeiten und Talenten leben. 
  • Häusliche Gewalt wird bestraft und geächtet. Betroffene und deren Angehörige finden Hilfe und Unterstützung

Grundlagen

Wir arbeiten auf Basis von internationalen Grundlagen (CEDAW), EU-Recht (Art. 2 und 3 EU-Vertrag) und der österreichischen Verfassung (Bundesverfassungsgesetz Art.7 Abs.1, Abs. 2; Art.13 Abs.3). Wir berücksichtigen internationale Entwicklungen, aktuelle Trends und die Bedürfnisse unserer Zielgruppen.