Burschenarbeit im Bereich Jugend

Was ist Burschenarbeit?

Burschenarbeit ist ein Teilbereich der geschlechtsbezogenen Arbeit und versteht sich als geschlechtsspezifische, pädagogische Arbeit erwachsener Männer mit Burschen. Zentrales Ziel ist es, Burschen auf ihrem Weg zum Mann-Werden zu begleiten. Mit dem Begriff „Burschen“ sind männliche Jugendliche von ca. 12 – 18 Jahren gemeint. Viele Männer arbeiten und beschäftigen sich mit Burschen: in der Jugendarbeit, im Verein, in der Schule, im Beruf, in der Familie… Das gemeinsame Tun – egal wie stark die Geschlechterrolle dabei reflektiert wird - ist immer identitätsstiftend und beeinflusst die Vorstellungen der Burschen vom Mann-Werden und vom Mann-Sein. Burschen suchen zu ihrer Entwicklung die Auseinandersetzung mit erwachsenen Männern. Sie sehnen sich nach einer Bestätigung auf ihrem Weg zum Mann-Sein: „So wie du bist, bist du ok!“ Hilfreich für Burschen ist die Begegnung mit Männern, die neben dem Interesse für ihre Person auch die Wirkung von Geschlechterrollen reflektieren.

Burschenarbeit in den verschiedenen Arbeitsbereichen der Jugendarbeit

Burschenarbeit kann in den verschiedensten Handlungsfeldern der Jugendarbeit angewendet werden: in der Offenen Jugendarbeit (Jugendzentren, mobile Jugendarbeit…), in der verbandlichen Jugendarbeit (Fußballverein, kirchliche Jugendarbeit, Feuerwehr…), in der Schule und auch im Einzelkontakt (Beratung,...).

Wie Burschenarbeit umsetzen?

Die „Fachstelle für Burschenarbeit in Tirol“ der Männerberatung Mannsbilder unterstützt in Kooperation mit dem Bereich Jugend der Abteilung Gesellschaft und Arbeit des Landes Einrichtungen und Vereine bzw. Teams in der Umsetzung der konkreten Burschenarbeit. Alle Angebote der Fachstelle für Burschenarbeit sind kostenlos.

Männerberatung Mannsbilder
Mag. Gotthard Bertsch
Anichstraße 11/I
6020 Innsbruck
Tel. +43 512 576644
gotthard.bertsch@mannsbilder.at
www.mannsbilder.at

Arbeitskreis für Burschenarbeit in Tirol

Der Arbeitskreis für Burschenarbeit findet dreimal im Jahr in den Räumlichkeiten der „Männerberatung Mannsbilder“ statt und wird von zwei Männerberatern inhaltlich vorbereitet und geleitet. Ziel des Arbeitskreises ist die Schärfung des professionellen geschlechtsbewussten Blicks auf die (männlichen) Jugendlichen in den Arbeitsbereichen der einzelnen Teilnehmer (offene und verbandliche Jugendarbeit). Es findet auch ein Arbeitskreis „extended“ statt, der offen ist für männliche und weibliche MitarbeiterInnen der Jugendarbeit.
Ein wesentliches Element beim Arbeitskreis ist die persönliche, selbstreflexive Auseinandersetzung mit dem spezifischen Thema des Treffens. Im zweiten Teil wird das Thema theoretisch und praxisorientiert betrachtet und es werden Lösungsmöglichkeiten bzw. Haltungen erarbeitet. Die Teilnahme am Arbeitskreis ist kostenlos – er wird wie alle Angebote der Fachstelle für Burschenarbeit - vom Bereich Jugend der Abteilung Gesellschaft und Arbeit des Landes finanziert! Weitere Informationen und Termine:marcel.kerber@mannsbilder.at

Methoden der Burschenarbeit

In der Burschenarbeit werden vielfältige Methoden angewendet, um mit Burschen zu arbeiten und in Kontakt zu kommen. Aus einem burschenspezifischen Wissen, der persönlichen Erfahrung und den Ressourcen des Burschenarbeiters ergeben sich erst im weiteren Verlauf die jeweiligen ausgewählten Methoden. Diese sind aus einem breiten Methodensortiment der Jugendarbeit entnommen und werden für die jeweiligen Ziele der Burschenarbeit und deren Zielgruppe übernommen und angepasst. 

Umfangreiche Methodensammlung

Leitlinien für Burschenarbeit

Burschenarbeit ist ein Schwerpunkt des Bereichs Jugend der Abteilung Gesellschaft und Arbeit des Landes Tirol. Dieser hat die Männerberatung Mannsbilder mit der Erstellung von Leitlinien zur Burschenarbeit beauftragt. In einem einjährigen Prozess hat das Redaktionsteam, bestehend aus Männerberatern und Männern aus der offenen und verbandlichen Jugendarbeit, in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Jugend vorliegende Leitlinien erarbeitet. Die Leitlinien wurden im April 2014 der Öffentlichkeit präsentiert.

Mag.a Barbara Schwarz

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