Promemoria Auschwitz

Reise der Erinnerung

Das sprachübergreifende Bildungsprojekt „Promemoria Auschwitz: Die Reise der Erinnerung – il viaggio della memoria“ ermöglicht jungen TirolerInnen im Alter von 16 bis 23 Jahren Geschichte hautnah zu erleben. Gemeinsam mit Jugendlichen aus Südtirol und Trentino setzen sie sich in besonderer Weise mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs auseinander. Die TeilnehmerInnen werden eingeladen, gemeinsam die Hintergründe zu erforschen, ihre persönlichen Eindrücke bei der Gedenkstätte „KZ Auschwitz“ mit aktuellen Ereignissen in Kontext zu setzen und in die Gegenwart zu transportieren. Gemeinsam bereisen die Jugendlichen im „Zug der Erinnerung“ eine der meistfrequentierten Deportationsstrecken der NS-Zeit.

Im Vordergrund der Reise steht die persönliche Auseinandersetzung aller TeilnehmerInnen mit den Themen Deportation und Konzentration Anders-denkender. Außerdem werden die nationalsozialistischen Machtideologien und Wirkungsweisen der heutigen innereuropäischen Erinnerungskultur gegenübergestellt Die TeilnehmerInnen erwerben die Fähigkeit, persönliche Erlebnisse in Relation zum aktuellen Zeitgeschehen zu betrachten. Es ist das erklärte Ziel des Projekts sich kritisch und hinterfragend mit den Themenfeldern Fremd sein, Flucht, Vertreibung und Heimat auseinanderzusetzen.

Darüber hinaus wird einem partizipativen Grundgedanken folgend, interessierten Jugendlichen eine überregionale Plattform angeboten, die dem gegenseitigen Austausch, Kennenlernen und Vernetzen dienen wird.

Promemoria Auschwitz 2019

Die Reise der Erinnerung ermöglicht Jugendlichen sich mit dem dunklen Abschnitt der Geschichte des 20. Jahrhunderts, die Zeit des Nazi Regimes aktiv und gemeinsam auseinander zu setzen. Seit 2016 ist auch das Land Tirol Partner des Projekts. Insgesamt 330 Jugendliche aus Tirol, Südtirol und Trentino begeben sich gemeinsam auf eine Spurensuche; aber auch der Blick nach vorne ist von großer Bedeutung, denn Zukunft kann nur gemeinsam gestaltet werden. Gerade heute ist dies wichtiger denn je.

Im Museum in der ehemaligen Fabrik Oskar Schindler lernen die jungen Menschen über die Geschichte Krakaus in der NS-Zeit.
Im Museum in der ehemaligen Fabrik Oskar Schindler lernen die jungen Menschen über die Geschichte Krakaus in der NS-Zeit.
Im Museum in der ehemaligen Fabrik Oskar Schindlers tauchen die jungen Menschen in das Leben in Krakau in der NS-Zeit ein.
Im Museum in der ehemaligen Fabrik Oskar Schindlers tauchen die jungen Menschen in das Leben in Krakau in der NS-Zeit ein.
Bei der Führung durch das ehemalige Ghetto Krakaus erfahren die TeilnehmerInnen viel über das Schicksal der rund 70 000 Juden, die vor der NS-Gewaltherrschaft in der Stadt lebten. Dieses Bild zeigt eine der wenigen noch erhaltenen Bruchstücke der Ghettomauer, die zynischerweise in der Form jüdischer Grabsteine angefertigt wurde.
Bei der Führung durch das ehemalige Ghetto Krakaus erfahren die TeilnehmerInnen viel über das Schicksal der rund 70 000 Juden, die vor der NS-Gewaltherrschaft in der Stadt lebten. Dieses Bild zeigt eine der wenigen noch erhaltenen Bruchstücke der Ghettomauer, die zynischerweise in der Form jüdischer Grabsteine angefertigt wurde.
Am Platz der Ghettohelden in Krakau erinnert ein Denkmal bestehend aus 70 leeren Stühle an die 70 000 Krakauer Juden, die vor dem 2. Weltkrieg in der Stadt gelebt haben. Nur sehr wenige haben das NS-Regime überlebt.
Am Platz der Ghettohelden in Krakau erinnert ein Denkmal bestehend aus 70 leeren Stühle an die 70 000 Krakauer Juden, die vor dem 2. Weltkrieg in der Stadt gelebt haben. Nur sehr wenige haben das NS-Regime überlebt.
In Auschwitz-Birkenau erblickt man Stacheldrahtzäune soweit das Auge reicht.
In Auschwitz-Birkenau erblickt man Stacheldrahtzäune soweit das Auge reicht.
Einige Lagerblöcke in Auschwitz I.
Einige Lagerblöcke in Auschwitz I.
Die TeilnehmerInnen auf ihrem Weg durch Auschwitz I, das Stammlager.
Die TeilnehmerInnen auf ihrem Weg durch Auschwitz I, das Stammlager.
Der Guide berichtet in Auschwitz-Birkenau von den unfassbaren Geschehnissen.
Der Guide berichtet in Auschwitz-Birkenau von den unfassbaren Geschehnissen.
Am Ende unseres Tages in Auschwitz gedenken wir in Birkenau den Opfern mit einer abschließenden Zeremonie.
Am Ende unseres Tages in Auschwitz gedenken wir in Birkenau den Opfern mit einer abschließenden Zeremonie.
Auschwitz-Birkenau mit seiner berühmten Rampe, auf der für viele zehntausende Menschen über Leben und Tod entschieden wurde.
Auschwitz-Birkenau mit seiner berühmten Rampe, auf der für viele zehntausende Menschen über Leben und Tod entschieden wurde.
Im Stammlager Auschwitz sind persönliche Gegenstände von ermordeten Häftlingen ausgestellt. Auf diesem Bild betrachtet eine Teilnehmerin Schuhe.
Im Stammlager Auschwitz sind persönliche Gegenstände von ermordeten Häftlingen ausgestellt. Auf diesem Bild betrachtet eine Teilnehmerin Schuhe.
Ein Teilnehmer blättert durch ein riesiges, einen ganzen Raum erfüllendes Buch, das alle bekannten Namen von Opfern des NS-Regimes enthält.
Ein Teilnehmer blättert durch ein riesiges, einen ganzen Raum erfüllendes Buch, das alle bekannten Namen von Opfern des NS-Regimes enthält.

Promemoria Auschwitz 2018

Die Reise der Erinnerung. Il viaggio della Memoria ermöglicht Jugendlichen sich mit dem dunklen Abschnitt der Geschichte des 20. Jahrhunderts -die Zeit des Nazi Regimes und des Holocaust - aktiv und gemeinsam auseinander zu setzen.

Vom 12. – 14. Jänner 2018 trafen sich die Jugendlichen in Schönberg und Meran zum Vorbereitungs-Workshop . Ziel war es; umfangreiche Informationen zum Thema Holocaust und Nationalsozialismus zu vermitteln, aber auch emotional auf diese belastenden Eindrücke während der Reise vorzubereiten.

Am 1. Februar ist es dann so weit: In einem Sonderzug reisen die insgesamt 50 jungen Tirolerinnen und Tiroler, gemeinsam mit 330 Jugendlichen aus der Europaregion Tirol nach Polen. Dort besichtigen sie das jüdische Ghetto in Krakau, Schindlers Fabrik und besuchen das Konzentrationslager Auschwitz Birkenau.Bei dem Projekt geht es vor allem darum, einerseits die Geschehnisserund um den Zweiten Weltkrieg mit der Gegenwart zu verknüpfen, aber auch das Bewusstsein der Jugendlichen für aktuelle Themen zu schärfen und das Interesse für politische Bildung zu wecken.

Gruppenbild