Begleitende Maßnahmen

Jugendliche

Jugendschutzgesetz und begleitende Maßnahmen

Jugendschutz = Verantwortung

Jugendschutz heißt, dass alle Mitverantwortung übernehmen: Eltern, Unternehmer, Behörden und die Jugendlichen selbst. Das „Schwarze Peter“-Spiel, beim dem jeweils „den anderen“ die Verantwortung für den Jugendschutz zugeschoben wird, sollte der Vergangenheit angehören.

Der Jugendschutz besteht aus:

Gesetz und Umsetzungspaket
Es wird neben der Initiative auf gesetzlicher Ebene eine gut koordiniertegemeinsame Anstrengung zahlreicher relevanter Partner unternommen, dem Jugendschutz in höherem Maß Geltung zu verschaffen. Leitbegriffe des Maßnahmenpakets sind: Kooperation, Information, Motivation, Kontrolle, Beratung, Sanktion, Dokumentation und Evaluation.

Jugendschutz ist eine nachhaltige Initiative

Das Maßnahmenbündel ist mehrjährig und in Stufen angelegt, da nur ein konsequentes und ausdauerndes Bemühen zum Ziel führt, nämlich den Jugendschutz im öffentlichen Lebenausreichend zu verankern.

Die Maßnahmen im Detail

1) Kooperation: Umsetzungsteam auf Landesebene 

  • Abteilung Gesellschaft und Arbeit/Fachbereich Jugend (Leitung, Infomaterial und Website zum Gesetz)
  • kontakt + co Suchtprävention Jugendrotkreuz (Koordination, Fachberatung, Dokumentation, Evaluation, Schulmaterialien)
  • InfoEck (Jugendmaterialien, Broschürenverteilung)
  • Kinder- und Jugendanwaltschaft (Informationen, Gestaltung von Unterrichtseinheiten)
  • Erziehungsberatung (Beratungsgespräche für Eltern, Elternmaterialien)
  • Landesschulrat (Begleitung der schulischen Maßnahmen)
  • Elternvertretung(Begleitung der schulischen Maßnahmen)
  • Exekutive (Kontrollen)
  • Abteilung Gemeindeangelegenheiten des Landes (Umsetzung auf Behördenebene, rechtliche Auskünfte)
  • Gemeindeverband (Unterstützung der Begleitmaßnahmen für Gemeinden)
  • Medienzentrum des Landes (Kinder- und Jugendschutz im Internet)
  • Wirtschaftskammer (Information der Unternehmer, Personalschulung, ...)
  • ORF + TT (Öffentlichkeitsarbeit in Kooperation mit allen oben genannten Partnern)

2) Information und Öffentlichkeitsarbeit

  • Gesetzestext auf der Landeshomepage: www.tirol.gv.at/jugendschutz (Information zum Gesetz und zu den Maßnahmen, Download von Behelfen)
  • Broschüren/Falter „Jugendschutz Tirol“ für die Zielgruppen Eltern und Jugendliche
  • Elterninformationsbrief – Grundinformation für Eltern zum Gesetz
  • Plakat (entspricht der gesetzlichen Hinweispflicht § 12 Abs. 2 Tiroler Jugendschutzgesetz 1994)
  • Berichte in unterschiedlichen Medien

3) Information und Aufklärung in der Schule

  • Information der SchulleiterInnen auf DirektorInnenkonferenzen
  • Informationspaket für SchulleiterInnen (Plakat, Broschüre, Elterninfo, Folienvorlagen zum Jugendschutz für Elternabende, Unterrichtsbehelf für LehrerInnen, Rechtliche Information des LSR)
  • Information der SchülerInnen: Einbeziehung der Inhalte in der 6. und 8. Schulstufe
  • Arbeitsbehelf für LehrerInnen für Unterrichtsstunde(n) zum Gesetz
  • Informationsarbeit bei Elternveranstaltungen
  • Verteilung von Plakaten und Broschüren
  • Behelf für BerufsschullehrerInnen für das Gastgewerbe zum Training von Lehrlingen zum Umgang mit Alkoholausschank
  • Trainingsseminar am Pädagogischen Institut für Lehrer/innen, die Lehrlinge in relevanten Berufen ausbilden

4) Information und Motivation: Gemeinde

  • Pilotprojekte in 2 Modellregionen (z.B. Mieminger Plateau, Zillertal)
  • Basis-Informationspaket und Materialien (Merkblatt, Broschüren, Kopiervorlage) für alle Gemeinden
  • Zusätzliche Unterstützungsangebote (Workshop, Schulung) für besonders engagierte Gemeinden
  • Leitfaden für Vereine und Veranstalter
  • Coaching für Jugendeinrichtungen (im Rahmen des Angebotes von kontakt + co)

5) Motivation und Kontrolle: Wirtschaft

  • Gemeinsame Erarbeitung von Infotafeln und –material für Unternehmer (Gastronomen, Lebensmittelhändler, Trafikanten, Tankstellenbetreiber) zu den Jugendschutzbestimmungen 
  • Handout für relevante Berufsgruppen (z.B. Verkäufer/innen, Kellner/innen, etc.)

6) Beratung und Sanktion 

  • Information (Schulung) der Exekutive
  • Leitlinien für die Umsetzung
  • Information bei der Konferenz der Bezirkshauptmänner/-frauen

7) Dokumentation und Evaluation

  • bezüglich der Kontrollen durch Jugendliche
  • bezüglich der Vergehen (Unternehmer, Jugendliche)
  • bezüglich der Beratungsgespräche für Jugendliche und Eltern
  • bezüglich Alkoholvergiftungen
  • bezüglich der Materialverteilung

Weitere Informationen zum Maßnahmenpaket bei folgenden Einrichtungen

Noch Fragen? Rückmeldung per Mail an:  ga.jugend@tirol.gv.at